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Montag, 6. Juni 2011

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Forscher finden das Werwolf-Gen

Historische Aufnahme des "löwengesichtigen" Stephan Bibrowski, der an starker Hypertrichose litt | Copyright: Public Domain

Peking/ China - Hypertrichose, also extrem verstärkter Haarwuchs, meist am ganzen Körper, gilt unter vielen Forschern als eine der realen Quellen den volkstümlichen Aberglaubens an Werwölfe, also an Menschen, die sich - meist in Vollmondnächten - in einen Wolf oder ein anderes nachaktives Raubtier verwandeln sollen. US-amerikanische und chinesische Wissenschaftler glauben nun, jenes Gen ausfindig gemacht zu haben, welches für das sogenannte Werwolf-Syndrom verantwortlich ist.

Wie die Forscher um Professor Xue Zhang, vom der "Peking Union Medical College" und Kollegen um Professor Pragna Patel von der "Keck School of Medicine" an der "University of Southern California" (USC) aktuell im Fachmagazin "American Journal of Human Genetics" berichten, steht die Entwicklung des Syndroms mit zusätzlichen Genen auf dem X-Chromosom in Verbindung.

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Zu dieser Einsicht kamen die Forscher anhand einer Gen-Analyse eines an congenitaler Hypertrichose leidenden Chinesen und dessen Familie und einer ebensolchen Untersuchung eines Mexikaners mit Werwolfsyndrom. Die zusätzliche DNA, so vermuten die Forscher, aktiviert dann das ihr nahegelegene Haarwuchsgen mit der Bezeichnung SOX3 aus, was dann zu dem verstärkten Haarwuchs führt.

Tognina Gonsalvus in einem Portrait von Lavinia Fontana | Copyright: Public Domain

Weltweit sind aktuell nur rund 50 Fälle des angeborenen Syndroms bekannt. Früher galten sie als Kuriositäten, lebten, wie Petrus und Tongina Gonsalvus (s. Abb.) im 16. Jahrhundert als solche an königlichen Höfen und verdienten später ihren Lebensunterhalt durch den Auftritt in Kuriositätenshows und als so genannte Freaks auf Jahrmärkten des 19. Jahrhunderts.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / keck.usc.edu

Erdartige Monde wahrscheinlich zahlreicher als bislang vermutet

Maßstabsgetreuer Größenvergleich zwischen Erde (durchschnittlicher Durchmesser = 12.756 km) und Mond (3476 km). Der mittlere Abstand beträgt allerdings 30 Erddurchmesser | Copyright: NASA

Zürich/ Schweiz - Bislang vermuteten Wissenschaftler, dass proportional vergleichsweise große Trabanten wie unser Erdmond relativ selten sind. Anhand einer neuen Computersimulation kommen Schweizer und US-amerikanische Astrophysiker nun jedoch zu der Ansicht, dass solche Monde doch deutlich häufiger sind als bislang angenommen. Die neue Erkenntnis könnte auch dazu beitragen, herauszufinden, ob ein ferner Exoplanet lebensfreundlich ist oder nicht.

Wie Forscher vom "Institut für theoretische Physik" der "Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich" und Kollegen am "Laboratory for Atmospheric and Space Physics" an der "University of Colorado" im Fachmagazin "Icarus" berichten, könnte jeder zehnte Felsplanet um sonnenähnliche Sterne einen Mond von vergleichbarer Größe wir der Erdmond besitzen, dessen Durchmesser rund einem Viertel jenes des Planeten entspricht.

Zu dieser Einschätzung gelangten die Forscher mittels einer Computersimulation zur Planetenentstehung anhand derer sich zeigte, dass Zusammenstöße in Frage kommender Planeten mit anderen ähnlich großen Himmelskörpern in der Frühphase der Entstehung ihrer Planetensysteme nicht selten sondern hingegen sogar häufig sein dürften. Genau ein solcher Zusammenstoß, zwischen der noch jungen Erde und dem vermutlich etwa marsgroßen Himmelskörper Theia, soll – so zumindest die derzeit anerkannteste Theorie - zur Entstehung des Mondes geführt haben (...wir berichteten, s. Links).

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Das Ergebnis dieser neuen Berechnungen zeigte, die Wahrscheinlichkeit bei 1:12 liegt, dass es Planetensystem um einen sonnenähnlichen Stern einen Planeten von mindestens der halben Erdmasse hervorbringt, der wiederum von einem Mond von mindestens der halben Masse des Mondes umkreist wird. Zieht man mögliche Ungenauigkeiten der Simulation in Betracht, liegt dieser Wert zwischen 1:45 und 1:4.

Auch für die generelle Suche nach Exoplaneten ist diese Information von enormer Bedeutung, können derart große Monde doch die Messungen ferner Welten verzerren. Zudem dient ein natürlicher Satellit wie der Erdenmond auch als Stabilisator für die Neigung der Achse seines Planeten, wie sie ohne einen solchen Schwerkraftausgleich in vergleichsweise kurzen Zeitabständen stark schwanken könnte. Durch könnte dann nicht nur die Verteilung der "Sonnen"-Wärme auf dem Planeten, sondern damit einhergehend auch die Entwicklung von potentiellem Leben an der Oberfläche stark beeinflussen werden.

"Auch wenn dies sicherlich nicht der einzige oder gar wichtigste Faktor ist, so könnte der Nachweis eines die Achsenstellung eines Planeten stabilisierenden Mondes dennoch zumindest ein interessanter und erweiternder Faktor für die Einschätzung darüber darstellen, ob auf einem fernen Planeten Leben wahrscheinlich bzw. möglich ist oder auch nicht", zitiert die BBC den ETH-Wissenschaftler Sebastian Elser.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / bbc.co.uk / ethhz.ch
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