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Dienstag, 14. Juni 2011

Weitere Studie findet keine Bestätigung für unbekannte Naturkraft

Luftbild der Fermilab-Einrichtung | Copyright Public Domain

Batavia/ USA - Nachdem im vergangenen Mai Physikern am "Fermi National Accelerator Laboratory" (Fermilab), glaubten, mit dem einst größten Teilchenbeschleuniger "Tevatron" möglicherweise eine bislang unbekannte Form von Elementarteilchen entdeckt zu haben, hat sich ein unabhängiges Wissenschaftlerteam an die Überprüfung der Daten gemacht - konnte jedoch keine Hinweise darauf oder gar für die Theorie um eine mögliche neue Grundkraft der Physik finden.

Kurz bevor der "Tevatron" voraussichtlich im kommenden September aufgrund von Budgetkürzungen stillgelegt werden soll, vermeldeten die Forscher um Christopher Hall im Mai eine möglicherweise sensationelle Entdeckung: "Niemand weiß bislang, um was es sich hier handelt. Sollten sich die Daten bestätigen, ist das allerdings die wahrscheinlich wichtigste Entdeckung der Physik in den vergangenen 50 Jahren." (...wir berichteten)

Wie die "New York Times" damals berichtete, gab es für den ungewöhnlichen Ausschlag in den gemessenen Daten Hinweise darauf, dass es sich um eine "neue und unerwartete Variante der lange gesuchten 'Higgs-Boson'-Teilchen handelt". "Higgs-Bossons" sind hypothetische Elementarteilchen, wie sie im Standardmodell der Elementarteilchenphysik vorhergesagt werden und voraussichtlich für die Masse von Elementarteilchen verantwortlich ist. Der Nachweis dieser auch als "Gottesteilchen" bezeichneten Partikel ist auch Ziel des weltgrößten Teilchenbeschleunigers LHC am Europäischen Kernforschungszentrum "CERN" nahe Genf (s. Links).

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Wissenschaftler der Fermilab-Forschungsgruppe "DZero Collaboration", haben nun in ihren eigenen Daten nach dem zuvor beschriebenen Effekt gesucht - konnten darin jedoch keine Hinweise darauf finden.

Dass es sich bei den gemessenen Werten um Teilchen des Higgs-Standardmodells handeln könnte, konnte schon nach den ersten Analysen ausgeschlossen werden, da diese erwartungsgemäß in wesentlich schwerere Partikel, die sogenannten Quarks, zerfallen, was anhand der neuen Werte nicht beobachtet werden konnte. Hinzu läge die Entstehungsrate der vermeintlich neuen Teilchen um das 300-fache über jener, wie sie für gewöhnliche Higgs-Boson vorhergesagt wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei den Werten lediglich um eine statistische Schwankung handelt, wurde zudem von den Forschern auf weniger als ein Prozent eingestuft, weshalb sie damals auch davon ausgingen, dass es sich um ein noch unbekanntes Elementarteilchen oder aber um Hinweise auf eine noch ebenfalls unbekannte Grundkraft handeln müsse.

In 200 Billionen Teilchenkollisionen hat nun das zweite Team nach vergleichbaren Phänomenen gesucht, so ein Sprecher von "Dzero", aber keinen vergleichbaren Teilchenüberschuss gefunden. Hinzu stimmen die neuen Daten mit dem Standardmodell überein.

Zwar mache die Diskrepanz die vorigen Werte nicht ungeschehnen, doch habe es bei mehr als 500 früheren Vergleichsmessungen zwischen den unterschiedlichen Teilchenbeschleunigern noch nie derartige Diskrepanzen in den Daten gegeben, deren Ergebnisse bislang in mehr als 99 Prozent der Fälle übereingestimmt haben.

Da derzeit ein letzter Beweis für einen statistischen Fehler der ersten Messung durch das Team um Hall jedoch noch aussteht, haben sich die beiden Teams schon jetzt zusammengesetzt, um die unterschiedlichen Daten erneut einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Auch Daten der Experimente am weltgrößten Teilchenbeschleuniger am Europäischen Kernforschungszentrum "CERN" nahe Genf sollen herangezogen werden, die Diskrepanzen genauer zu analysieren und die ursprüngliche Messung zu bewerten.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / fnal.gov

Fernwahrnehmung: Holländisches Medium entlarvt Kornkreisfälscher in den USA

Einzelkreis in einer Grasfläche nahe Hardy, Virginia. Entdeckt am 16. Mai 2011 | Copyright/Quelle: Tom Howell, bltresearch.com

Hoeven/ Niederlande - Ein am 16. Mai 2011 an die US-amerikanische Kornkreisforschungsinstitution "BLT Research" gemeldeter Einzelkreis in einer Grasfläche nahe Hardy im US-Bundesstaat Virginia sorgt erneut für Aufsehen. Anhand von Fotos des Graskreises machte das holländische Medium Robbert van den Broeke Aussagen über die tatsächliche Entstehungsgeschichte des Kreises, ohne selbst je in den USA gewesen zu, geschweige denn die vor Ort Beteiligten Personen zu kennen. Wie sich nun aufgrund von Recherchen vor Ort herausstellte, stimmen die Informationen, wie sie Robbert sozusagen vor seinem Inneren Auge gesehen hatte, auf erstaunliche Weise mit den Fakten überein.

Schon seit Jahren untersucht die Präsidentin von "BLT Research Inc" (bltresearch.com) den Fall Robbert van den Broeke intensiv vor Ort und hat über die Jahre hinweg eine freundschaftliche Beziehung zu Robbert und dessen Familie aufgebaut. Per E-Mail schickte Nancy Talbott erste Fotos des Kreises an Robbert. Als umgehende Reaktion auf die Bilder schilderte Robbert dann Nancy gegenüber am Telefon seine "Wahrnehmungen", die er mit den Fotos des etwa 2-3 Meter durchmessenden Kreises (...wir berichteten) assoziierte.

Copyright/Quelle: Tom Howell, bltresearch.com

"Zu meiner Überraschung sagte mir Robbert noch am Telefon, dass der Kreis bei Hardy eine Fälschung sei", berichtet Talbott auf der BLT-Internetseite. "Robbert beschrieb mir, dass er einen Teenager mit bräunlichen Haaren bis in den Nacken 'gesehen' habe, der eine schwarze Baseballkappe trug, wie dieser den Kreis angelegt habe. Robbert beschrieb des Weiteren, dass es sich dabei um den lokalen Zeitungsjungen handele und dass dessen Name 'Mike' sei. Zudem sagte, Robbert, dass dieser Jungen möglicherweise Teil eine Gruppe sei, die sich ein Spaß daraus mache, ungewöhnliche Phänomene zu veralbern."

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Gemeldet wurde der Graskreis von Tom Howell aus Hardy (Roanoke). "Bis zu dieser hatte ich keine Ahnung, wer Howell war", berichtet Talbot weiter. Es ist auch wichtig zu wissen, dass Robert selbst nur schwerlich englisch lesen bzw. schreiben kann. Zudem lebt Robbert natürlich in den Niederlanden und war selbst noch nie in den USA."

"Kurz nach Robberts Erzählungen am Telefon informierte ich Tom Howell darüber und bat ihn, ob er sich vor Ort in dieser Angelegenheit erkundigen könne. (...) In seiner Antwortmail schrieb Tom dann umgehend folgendes: 'Das sind wirklich erstaunliche Informationen. Unsere Zeitung, die 'Roanoke Times', wird tatsächlich jeden Morgen von einem Teenager namens Michael Collins ausgetragen und ich habe ihm auch schon einmal über mein Interesse an UFOs und Kornkreisen erzählt."

Michael (Mike) Collins bei der Demonstration dessen, wie er den Kreis gemacht hatte | Copyright/Quelle: Tom Howell, bltresearch.com

Wie sich zeigte, ist Howell über dieses Interesse hinaus auch als Journalist zu diesen Themen für die Internetseite "Examiner.com" tätig und kann somit Personen mit ähnlichen Interessen in dieser Funktion durchaus bekannt sein.

Angesprochen auf Robberts Informationen gestand Michael (Mike) Collins tatsächlich gegenüber Howell, den Kreis mit Hilfe eines Bretts angelegt zu haben (s. Abb.). "Man beachte, dass Mike wirklich wie ein typischer Teenager aussieht und bräunliche Haare hat, die ihm in den Nacken fallen – ganz genau so, wie Robbert ihn beschrieben hatte", zeigt sich auch Talbott von dem Ergebnis von Howells Recherchen und der Übereinstimmung mit der "Fernsicht" durch Robbert van den Broeke fasziniert. "Zudem berichtete mir Howell, dass 'Mike' in der Regel eine schwarze Baseballkappe trägt."

- Umfangreiche Informationen zu Robbert van den Broeke finden Sie HIER

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / bltresearch.com

Mysteriöser Brummton nun auch in Durham

Unangenehmer Brummton (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Woodland/ England - Bereits seit zwei Monaten wird das Dörfchen Woodland in der nordenglischen Grafschaft Durham des Nachts von einem durchdringenden Brummton heimgesucht, für den bislang keine Erklärung gefunden werden konnte. Das Phänomen ist bereits seit Jahrzehnten aus vielen Teilen der Welt bekannt und oft verschwindet das Brummen genau so mysteriös und abrupt, wie er aufgetaucht war. Bis heute stehen Behörden und Wissenschaftler vor einem Rätsel.

Anwohner Woodlands beschreiben "ihr" Brummen als ähnlich dem eines tiefen Automotors. In einigen Fällen sei das Geräusch allerdings derart intensiv, dass sogar Gegenstände und Möbel ins Schwingen geraten. Beginnen soll der Brummton jede Nacht ab 24 Uhr und dauert dann bis um vier Uhr in der Frühe an. Trotz intensiver Suche nach der Quelle, stehen die Behörden auch in Woodland weiterhin vor einem Rätsel, denn Stromleitungen, Fabriken oder stillgelegte Minen gibt es vor Ort nicht.

"An einigen Orten ist das Geräusch stärker zu hören als anderswo" zitiert der "Daily Telegraph" die Anwohnerin Marylin Grech. "Es kommt auf jeden Fall von draußen. Es ist in der Luft und - wenn auch vielenorts nur schwach - aber doch überall zu hören. (...) Manchmal vibriert das ganze Haus. Wir haben alle Elektrogeräte abgeschaltet und sogar die Sicherungen rausgedreht, aber das Geräusch blieb konstant. (...) Wenn das Geräusch dann endlich aufhört, ist man ganz zerschlagen und es dröhnt einem weiterhin im Kopf." Weitere Untersuchungen durch die lokalen Behörden sind nun geplant, um dem Brummton in Woodland auf die Schliche zu kommen.

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Bereits im Sommer 2008 erlebten die Anwohner des südenglischen Städtchen Sudbury in der Grafschaft Suffolk ein ähnliches Phänomen (...wir berichteten). Das Brummton-Phänomen selbst ist bereits seit den 1970er Jahren bekannt, als es ähnliche Beschwerden von Anwohnern in ganz England, aber auch in Neuseeland gab. Internationales Interesse erweckte ein kontinuierlicher Brummton ohne offenkundige Quelle, der in den 1990er Jahren in dem Dorf Taos im US-Bundesstaat New Mexico wahrgenommen und auch von der "University of New Mexico" untersucht wurde.

In den meisten Fällen blieb die Quelle des Brummtons unbekannt. In einigen wenigen Fällen, konnten industrielle Anlagen für den Ton verantwortlich gemacht werden. Im November 2006 gelang es Dr. Tom Moir von der "University of Massey" New Zealand das sogenannte "Auckland Hum" aufzuzeichnen und zu analysieren.

Die Auswertung des aufgezeichneten "Auckland North Shore Hum" finden Sie HIER

Neben den von Menschen verursachten Quellen wie Industrieanlagen, wird von jeher auch eine Vielzahl von weiteren Erklärungstheorien diskutiert. Darunter spielt Infraschall, der auch von geologischen Prozessen (u. a. Plattentektonik) verursacht werden kann, eine wichtige Rolle. Auch Mikrowellenemissionen, die sowohl künstlichen (Mobilfunk) als auch natürlichen Ursprungs sein können, werden diskutiert. Eine andere Theorie vermutet sogar elektromagnetische Frequenzwellen, die von Meteoren beim Einritt in die Erdatmosphäre erzeugt werden oder den Sonnenwind als Quelle für das Brummtonphänomen. Ein weiterer Kandidat sind niedrigfrequente "ELF-Wellen", wie sie etwa zur Kommunikation bei U-Booten zum Einsatz kommen. Andere Forscher sehen militärisch-wissenschaftliche Experimentalanlagen wie HAARP (eng. High Frequency Active Auroral Research Program), mit dem laut offiziellen Angaben Prozesse in der Ionosphäre und deren Nutzbarkeit zur Kommunikations- und Überwachungstechnologie erforscht werden sollen, als Erklärung für die weltweiten Brummtöne. Verschwörungstheoretiker sehen in HAARP auch als eine Anlage zur gezielten Wetterbeeinflussung und künstlichen Herbeiführung von Naturkatastrophen durch US-Regierung und Militärs.

Auch in Deutschland gab es besonders zwischen 2000 und 2002 immer wieder Meldungen über das Brummtonphänomen. Die "Deutsche Interessengemeinschaft zur Aufklärung des Brummtons" hatte sich der Erforschung verschrieben, wurde jedoch 2007 aufgelöst, da "das Problem des Brummtons in all den Jahren mit allen seinen negativen Begleiterscheinungen nicht wirksam bekämpft werden könne". Auf der zwar nicht mehr aktualisierten aber dennoch weiterhin erreichbaren Homepage des ehemaligen Vereins (www.igzab.de) sind zahlreiche Informationen rund um die mysteriöse Erscheinung zu finden.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

Forscher lokalisieren das Summen der Erde
11. August 2009
Mysteriöser Brummton in Suffolk
21. August 2008

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / telegraph.co.uk
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