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Donnerstag, 30. Juni 2011

Schwefelhaltige Moleküle als Hinweise für Leben auf fernen Planeten

Archiv: Grafische Darstellung des Analyseverfahrens für die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre von Exoplaneten. | Copyright: NASA

Boston/ USA - Auf der Erde beziehen zahlreiche Mikroben ihre Energie aus schwefelhaltigen Molekülen, die etwa aus Vulkanen abgegeben werden, in dem sie diese sozusagen einatmen wie Menschen den Sauerstoff. Sollten sich ähnliche Stoffwechsel auch auf anderen Planeten außerhalb des Sonnensystems entwickelt haben, könnten schwefelhaltige Moleküle in deren Atmosphären dazu beitragen, das Vorhandensein von Leben in diesen fernen Welten nachzuweisen.

Wie der Doktorand Renyu Hu am "Massachusetts Institute of Technology" auf dem 26. Jahrestreffen der "American Astronomical Society" berichtete, hat er gemeinsam mit seinen Kollegen Sara Seager und William Baines erdgroße Planeten simuliert, die ihren Stern innerhalb der habitablen Zone umkreisen – jener Abstandsregion also, innerhalb derer ein Planeten sein Zentralgestirn umkreisen muss, um auf seiner Oberfläche gemäßigte Temperaturen und damit flüssiges Wasser, als Grundlage des Lebens, aufrecht erhalten zu können. Die so am Computer simulierten Planeten haben die Forscher dann mit einer erdähnlichen Stickstoffatmosphäre ausgestattet, die jedoch 1.000 Mal mehr Schwefel beinhaltet.

Irdisches Leben, das sich von Schwefel ernährt, gibt Schwefelwasserstoffe bei diesem Prozess als Abfallprodukt ab. Die Forscher entdeckten, dass derartige Mikroben den Gehalt an Schwefelwasserstoffen in einer entsprechenden Atmosphäre im Vergleich zu einem leblosen Planeten nahezu verzehnfachen könnten.

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Aufgrund vorhandenen interstellaren Distanzen, so berichtete das NASA-Magazin "Astrobio.net", wäre es schwer, Schwefelwasserstoffe (H2S) von Wasser (H2O) auf der Oberfläche entsprechender Planeten zu unterscheiden. Dennoch, so berechneten die Forscher, könnte zusätzlicher atmosphärischer Schwefelwasserstoff mehr Schwefelaerosole in der Luft entstehen lassen und diese wiederum könnten anhand von Spektralanalysen im sichtbaren und infraroten Licht als solche - wenn vorhanden - identifiziert werden.

"Schwefelwasserstoffemissionen von der Oberfläche eines Planeten hätten eine große Auswirkung auf die Zusammensetzung seine Atmosphäre", so Hu. Bislang wurden jedoch noch keine erdgroßen Planteten innerhalb der habitablen Zonen sonneähnlicher Sterne entdeckt und bisherige atmosphärischer Analysen beschränken sich auf Planeten, die ihren Stern relativ dicht umkreisen.

Zugleich verweist Hu auf den Umstand, dass Schwefelwasserstoffe nicht nur durch biologische Prozesse entstehen können - auch Vulkane können diese in großen Mengen abgeben. Weitere Simulationen bezüglich weiterer Biomarker sollen nun folgen und mit den bereits vorliegenden Schwefelwasserstoff-Simulationen kombiniert und abgeglichen werden.

Bücher zum Thema:

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Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de / astrobio.net / nasa.gov

Ankündigung: Discovery Channel will Cadborosaurus-Video im Juli zeigen

Standbild aus dem Trailer zur Sendung: Das vollständige Video soll die Seeungeheuer wesentlich deutlicher zeigen | Copyright/Quelle: dsc.discovery.com

Silver Spring/ USA - Lange mussten Kryptozoologen darauf warten - jetzt steht ein Sendetermin einer Dokumentation des US-Sender "Discovery Channel" fest, in der auch Aufnahmen einer ganzen Herde lebender Cadborosauren gezeigt werden sollen (...wir berichteten).

UPDATE 18. Juli 2011: Der "Discovery Channel" hat eine neue Videovorschau zur sendung veröffentlicht. In dieser werden weitere Details der Aufnahmen gezeigt und Kryptozoologe Pazl Le-Blond kommt ausführlich zu Wort:


Klicken Sie auf das Play-Symbol (>), um das Video zu starten
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Bei "Cadborosaurus willsi" handelt es sich um ein angeblich vor der nordamerikanischen Pazifikküste vorkommendes Seeungeheuer, das im Volksmund auch als "Caddy" und von den lokalen Indianern schon seit Jahrhunderten als "Hiachuckaluck" bezeichnet wird. Das bucklige und schlangenartige Seeungeheuer soll weit mehr als drei Meter lang sein, einen pferdeähnlichen Kopf, seitliche Vorderflossen, einem langen Hals und ein mit Stacheln bewehrtes Schwanzende haben und soll sich auffallend schnell durchs Wasser bewegen. Da ähnliche Attribute auch Seeungeheuern zugeschrieben werden, die in verschiedenen kanadischen Seen beheimatet sein sollen (Ogopogo, Manipogo und Igopogo), vermuten einige Kryptozoologen, dass es sich bei den Wesen um Exemplare einer bislang unbekannten, vermeintlich Jahrmillionen überdauerten Tierart handeln könnte.


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Die Sendung "Alaskan Monster Hunt" ist ein Ableger der Reality-Doku-Reihe "Deadliest Catch" rund um die beiden raubeinigen Krabbenfischer Jonathan und Andy Hillstrand und wird - laut "TVguide.com" - am Dienstag den 19. Juli um 22:00 Uhr ausgestrahlt (welcher US-Zeitzone diese Angabe zugerechnet wird, war bis Redaktionsschuss dieser Meldung noch nicht bekannt).

Die Cadborosaurus-Aufnahmen selbst entstanden jedoch nicht in Verbindung mit der Doku-Reihe, sondern wurden dem Sender von den eigentliche Zeugen zugespielt und dienen dem Format lediglich als Aufhänger für die nicht wirklich wissenschaftlichen und gewöhnungsbedürftigen Jagd der Hillstand-Brüder nach dem Seeungeheuer. Gerade aus kryptozoologischer Sicht hätte man sich sicherlich ein etwas seriöseres Format für die Erstausstrahlung der Aufnahmen gewünscht...

Werbetrailer für "Alaskan Monster Hunt"

Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten


Bleibt zu hoffen, dass nach Sendetermin das original Filmmaterial wirklichen Experten zur Auswertung und unabhängigen Analyse zur Verfügung stehen wird.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

Seeungeheuer: Wann zeigt der Discovery Channel Filmaufnahmen von lebender Cadborosaurus-Herde?
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Studie: Mindestens drei Arten großer Meerestiere warten noch auf ihre Entdeckung
25. März 2009

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / cryptomundo.com / dsc.discovery.com

Britischer Fox Mulder: Nick Popes Top10 der ungelösten UFO-Fälle in Großbritannien

Nick Pope | Copyright/Quelle: exopolitik.org

London/ England - Von 1991 bis 1994 war Nick Pope ziviler Leiter des "Secretariat (Air Staff) 2a", für das er im Namen des britischen Verteidigungsministeriums "Ministry of Defence" (MoD) unter anderem auch für die Untersuchung von UFO-Sichtungen zuständig war, wenn es darum ging, ein mögliches Sicherheitsrisiko der dem MoD gemeldeten Vorfälle für die nationale Sicherheit einzuschätzen. Aufgrund dieser Tätigkeit gilt Pope als eine Art britischer Fox Mulder (ein fiktiver UFO-gläubiger FBI-Agent aus der TV-Serie "Akte X"). Für den britischen "Telegraph" hat Pope nun eine Top10-Liste der seiner Meinung nach wichtigsten ungelösten britischen UFO-Vorfälle erstellt.

"Bei den meisten der untersuchten Fälle handelte es sich um Fehlinterpretationen von gewöhnlichen (bzw. technologischen oder natürlichen) Objekten und Phänomenen", so Pope über seine einstige Arbeit. "Andere Zeugen waren schlichtweg verwirrt. Aber es gab auch einige, die wirklich interessante Dinge zu erzählen wussten, wie sie bis heute nicht erklärt werden konnten."

An erster Stelle nennt Nick Pope den Zwischenfall von Rendlesham Forest in der Grafschaft Suffolk, als dort im Dezember 1980 die Landung eines unidentifizierten Flugobjekts durch Personal der dortigen, teilweise von der U.S. Air Force geführten Luftwaffenbasis auch aus direkter Nähe beobachtet und später die Landestelle eingehend untersucht wurde (...wir berichteten).

Skizze des von Alfred Burtoo beschriebenen UFOs | Copyright/Quelle: ufoevidence.org

Auch auf Platz 2 findet sich ein Vorfall, der von einem Mitglied des Militärs bezeugt wurde: Im August 1983, so berichtete der ehemaligen Armeeoffizier Alfred Burtoo, sei er am Basingstoke Canal beim Fischen gewesen, als er die Landung eines UFOs mitsamt dessen Besatzung, die er als "kleine grüne Männchen" beschriebt, beobachten konnte. Der damals 73-Jährige berichtete weiter, dass er von diesen an Bord des UFOs gebracht worden sei, wo ihm dann jedoch mitgeteilt wurde, dass er aufgrund seines bereits hohen Alters und seiner Gebrechlichkeiten wieder gehen könne. (Weitere Informationen zum Fall finden Sie HIER)

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Ebenfalls von militärischem Rang war der Zeuge im Falle der Beobachtung eines Offiziers der "Royal Air Force"-Basis Shawbury in Shropshire im März 1993, den Pope an dritter Stelle benennt. Dieser beschrieb ein sehr großes, dreieckiges Flugobjekt, das über der Basis geschwebt sei und einen Lichtstrahl zu Boden gesandt habe, während es einen tieffrequenten und summenden Ton von sich gab. Aus seiner ursprünglich sehr langsamen Bewegung heraus, habe das Objekt plötzlich beschleunigt und sei mit einer Geschwindigkeit am Horizont verschwunden, die jene von Militärjets um ein Vielfaches übertroffen haben soll, so der Zeuge. "Der Mann hatte acht Jahre Berufserfahrung bei der Luftwaffe", so Pope. (Weitere Informationen zum Fall finden Sie HIER)

Zur gleichen Zeit wie die UFO-Sichtung des Offiziers von Shawbury kam es zur Beobachtung eines weiteren UFOs, die Pope an vierter Stelle seiner Bestenliste nennt: "Ein Ehepaar in Somerset beobachtete ein UFO über einer Weide und als sie genauer nachsehen wollten, entdeckten sie, dass alle Kühe auf der Weide geräuschlos in einem perfekten Kreis zueinander angeordnet standen, als hätten sie sich zu einem Gespräch versammelt."

Auf Platz Nummer 5 listet Pope den Bericht eines Zeugen, der sich 1985 an das MoD gewandt und behauptet hatte, mit Außerirdischen in Kontakt zu stehen, die diplomatischen Kontakt mit den Behörden aufnehmen wollten. "Der Zeuge wollte mit den Verantwortlichen ein Treffen mit einem Wesen namens Algar arrangieren, der jedoch noch zuvor von anderen Aliens ermordet worden sei."

Der Bericht eines zivilen Piloten über ein unidentifiziertes Flugobjekt, dass seine Maschine im Flug in unmittelbarer Nähe passiert hatte, rangiert auf Popes Liste auf Platz 6: Kurz nach seiner Sichtung im Jahre 1986 vermutete der Zeuge noch, dass es sich möglicherweise um Weltraumschrott bei Wiedereintritt in die Atmosphäre, einen Meteoriten oder eine fehlgeleitete Rakete gehandelt haben könnte.

An Position 7 setzt Pope eine weitere Beinahekollision zwischen einem zivilen Flugzeug, in diesem Fall eine Maschine der "AlItalia" und einem UFO im Jahre 1991. Damals rief der Pilot sogar zu seinen 57 Passagieren, dass sie schnell aus dem Fenster sehen sollten, als das Objekt sie passierte. "Weder das MoD noch die zivilen Luftaufsicht fand jemals eine Erklärung für den Vorfall", so Pope.

Skizze des von den Polizeibeamten über North London gesichteten UFOs | Copyright: MoD, nationalarchives.gov.uk

Platz 8 nimmt die UFO-Sichtung einer Frau in North London im August 1984 ein, die kurz darauf die Polizei informierte, deren Beamte selbst - eingetroffen am Sichtungsort - Zeugen des Phänomens wurden und das saturnförmige UFO sogar mit ihren Ferngläsern beobachten und eine Skizze anfertigen konnten.


Angeblicher Außerirdischer im Ilkley Moor | Copyright: Philip Spencer

Auch das Erlebnis des sich damals schon im Ruhestand befindenden Polizisten Philip Spencer schafft es mit Platz 9 in Popes Top10: Im Ilkley Moor in Yorkshire will dieser im Dezember 1987 selbst von Außerirdischen Entführt worden sein und präsentierte sogar eine - wenn auch unscharfe - Fotografie des angeblichen Außerirdischen im Moor. (Weitere Informationen zum Fall finden Sie HIER)

"Last but not least" nimmt Pope an Platz 10 eine weitere UFO-Sichtung durch einen Polizisten mit auf. Alan Godfrey will in der Nacht des 28. November 1980 nahe Todmorden in West Yorkshire ein Ufo von der Größe eines Busses etwa eineinhalb Meter über einer Straße schweben gesehen haben.

Alan Godfrey mit einer Skizze des von ihm beobachteten UFOs | Copyright: Evans and Stacy

Als er zur Polizeiwache zurückkam, bemerkte er, dass es bereits sehr viel später war, als er dies eigentlich vermutet hatte. In einer darauf folgenden Hypnoseregressionssitzung berichtete der Polizist, dass auch der an Bord des UFO gebracht wurde. (Weitere Informationen zum Fall finden Sie HIER)

Bücher zum Thema:

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / telegraph.co.uk

Neu entdeckte Form flüssigen Wassers auch auf frostigen Eisplaneten möglich

Künstlerische Interpretation der Oberfläche eines Eisplaneten | Copyright: ESO.org

Umea/ Schweden - Bislang galt gewöhnliches Wasser in flüssiger Form bei Temperaturen von unter Null Grad als unmöglich, geschweige denn bei minus 130 Grad Celsius - lediglich in der Theorie existierte diese ungewöhnliche Wasserform. Jetzt ist es einem schwedischen Wissenschaftler gelungen, genau diese Form von Wasser zu erzeugen. Damit belegt der Forscher zugleich, dass die stark zähflüssige und sehr dichte Form des Wassers auch auf anderen und kälteren Himmelskörpern existieren und hier vielleicht sogar die Grundlage für exotische Lebensformen bilden könnte.

Wie Ove Andersson von der "Umea Universitet" aktuell im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) berichtet, kann das zähflüssige Wasser bei Druckverhältnissen von mehr als 1.000 Atmosphären entstehen.

"Derartige Abweichungen von den normalen Eigenschaften sind schon seit Jahren bekannt, aber sie genauer zu kennen, ist sehr wichtig", so Andersson. "So wurde bereits vorhergesagt, dass Wasser bei extrem niedrigen Temperaturen in weiteren flüssigen Formen existieren könnte. Genau diese Vermutungen werden durch meine Experimente nun gestützt."

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Bislang konnte der zuvor postulierte Zustand flüssigen Wassers bei Tiefsttemperaturen nie experimentell nachgewiesen werden, da das Wasser einfach nur auskristallisierte. Andersson hingegen drehte den Vorgang um, in dem er die Temperatur zunächst auf bis zu minus 140 Grad reduzierte und das Eis dann nach und nach wieder erwärmte.

Nachdem es ihm gelungen war, das Wasser auf -130 Grad Celsius sozusagen hochzukühlen, beobachtete er, dass das zuvor gefrorene Eis sich in eine Art schleimig fließendes Wasser verwandelte. "Dieses Wasser gleicht normalem Wasser, aber seine Dichte ist 35 Prozent höher und die Wassermoleküle bewegen sich nur relativ langsam, was zur hohen Viskosität führt."

Schon normales Wasser ist für seine zahlreichen von der Norm abweichenden Eigenschaften hinreichend bekannt. Beispielsweise nimmt seine Dichte mit fallenden Temperaturen ab und nimmt wieder zu, wenn die Temperaturen wieder steigen. "Ähnlich ungewöhnliches Verhalten von Wasser unter extremen Druckbedingungen wurde zwar schon theoretisch postuliert, doch fehlt bislang eine generelle Erklärung dafür. Die Antwort könnte aber in der Art und Weise liegen, wie die Eigenschaften des Wassers beeinflusst werden, wenn es hohem Druck ausgesetzt wird."

Seine Erkenntnisse bezeichnet der Forscher als "ein wichtiges Puzzlestück im Verständnis der Eigenschaften des Wassers und es eröffnet neue Möglichkeiten, jetzt dieses ultraviskose Wasser zu untersuchen".

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

Neue Studie: Lebensfreundliche Planeten auch weit jenseits habitabler Zonen möglich
16. Mai 2011
Doch flüssiges Wasser auf Exoplanet Gliese 581d?
10. Mai 2011

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / umu.se
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