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Donnerstag, 14. Juli 2011

Braune Zwerge: Zwei neue kosmische Nachbarn der Sonne entdeckt

Falschfarben-Bilder der beiden neu entdeckten braunen Zwerge WISE J0254+0223 und WISE J1741+2553 (aus drei Aufnahmen des Wide-field Infrared Survey Explorer (WISE) mit verschiedenen Filtern im Infrarotlicht). | Copyright: AIP, NASA/IPAC Infrared Science Archive

Potsdam/ Deutschland - Astronomen des "Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam" (AIP) haben zwei bislang verborgene kosmische Nachbarn der Sonne entdeckt: Die beiden braunen Zwergsterne befinden sich nur 15 und 18 Lichtjahre von unserem Zentralgestirn entfernt.

Wie die AIP-Pressemitteilung vergleichend erläutert, befindet sich der sonnennächste Stern, Proxima, etwas mehr als vier Lichtjahre von der Sonne entfernt, während die beiden nächsten bekannten braunen Zwerge, Epsilon Indi Ba und Bb, die vor wenigen Jahren ebenfalls am AIP aufgespürt wurden, etwas weniger als 12 Lichtjahre entfernt sind.

Für ihre Entdeckung nutzten Ralf-Dieter Scholz und seine Kollegen vom AIP die erst kürzlich veröffentlichten Daten des NASA-Satelliten WISE (Wide-field Infrared Survey Explorer). Die beiden neuen Nachbarn der Sonne, mit den Namen "WISE J0254+0223" und "WISE J1741+2553", fielen durch den extremen Kontrast zwischen ihrer starken Helligkeit im Infrarotlicht und ihrer kaum noch sichtbaren Erscheinung im optischen Licht auf.

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"Zudem zeigen beide Objekte eine große scheinbare Bewegung am Himmel (Eigenbewegung), d.h. ihre Positionen sind gegenüber früheren Aufnahmen stark verschoben", so die Forscher. "Dies deutete auf ihre unmittelbare Nähe hin, die durch den Vergleich ihrer Farben und Helligkeiten mit anderen Objekten bestätigt wurde. Das hellere Objekt war zum Zeitpunkt der Entdeckung gerade am Nachthimmel sichtbar, so dass das AIP-Team mit Hilfe von Beobachtungen am 'Large Binocular Telescope' (LBT) in Arizona(USA) den Spektraltyp und die Entfernung noch genauer bestimmen konnte. Beide Objekte gehören zu den kühlsten Vertretern der braunen Zwerge vom T-Spektraltyp, an der Schwelle zum vorausgesagten aber noch nicht entdeckten ultrakühlen Y-Typ."

"Braune Zwerge", so fährt die Pressemitteilung fort, "werden auch als misslungene Sterne bezeichnet, da sie bei ihrer Entstehung nicht genug Masse ansammeln konnten, um den natürlichen Kernfusionsreaktor in ihrem Innern zu zünden, der die langlebige Energiequelle der Sterne ist. Deshalb verlieren braune Zwerge mit der Zeit stark an Helligkeit. Es wird vermutet, dass die meisten braunen Zwerge nur noch Oberflächentemperaturen aufweisen, die unter der „Backofentemperatur“ von etwa 500 Kelvin (etwa 230 Grad Celsius) liegen und eventuell sogar mit der Temperatur an der Erdoberfläche vergleichbar sind. Die Fahndung nach diesen verborgenen Nachbarn der Sonne läuft gegenwärtig auf Hochtouren. Es ist nicht ausgeschlossen, dass uns ultrakühle braune Zwerge in ähnlich großer Zahl wie Sterne umgeben, und unser tatsächlich nächster Nachbar nicht Proxima sondern ein brauner Zwerg ist."



Quellen: aip.de / grenzwissenschaft-aktuell.de

Forscher entdecken Schneeleoparden-Population in Afghanistan

Wildtierkamera-Aufnahme eines Schneeleoparden im Wakhan-Korridor | Copyright: Wildlife Conservation Society

Kabul/ Afghanistan - Im Wakhan-Korridor, einem schmalen Landstrich im Pamir-Gebirge im äußersten Nordosten Afghanistan, haben Forscher der "The Wildlife Conservation Society" (WCS) eine erstaunlich gesunde Population von Schneeleoparden entdeckt. Auch wenn es sich hierbei nicht um eine neue, bzw. bislang unbekannte Tierart handelt, zeigt die Entdeckung doch erneut, dass selbst Populationen großer Landtiere dem Menschen bislang entgangen sein können, eine Theorie, die die Grundlage der Krytozoologie bildet, jener Forschungsrichtung also, die sich der Suche nach bislang der Wissenschaft noch unbeschriebenen Tierarten und vermeintlichen Ungeheuern wie dem Yeti, Bigfoot oder dem Ungeheuer von Loch Ness verschrieben hat.

Die Entdeckung lässt die Biologen hoffen, dass die seltenen zentralasiatischen Großkatzen vor dem Aussterben geschützt werden können. Bislang, so vermuten Wissenschaftler, existieren nur noch 4.500 bis 7.500 Exemplare in freier Wildbahn.

Wie die WCS-Forscher um Anthony Simms, Zalmai Moheb, Salahudin, Hussain Ali, Inayat Ali und Timothy Wood aktuell im Fachmagazin "International Journal of Environmental Studies" berichten, wurde die Schneeleopardenpopulation mittels automatisierter Wildtierkameras nachgewiesen, die an 16 unterschiedlichen Orten in der weitläufigen Region platziert waren. Die so gemachten Aufnahmen sind die ersten ihrer Art, die afghanische Schneeleoparden in freier Wildbahn zeigen. Seit 2006 ist die WCS in Afghanistan aktiv. Jetzt ist es das Ziel der Forscher, die Tiere zu schützen und im Rahmen des afghanischen Naturerbeprogramms unter Schutz zu stellen, da die Tiere von Einheimischen wegen ihres Fells und zum Schutz von Weidetieren bejagt werden.

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Weiterhin wissenschaftlich noch nicht, in Folklore und von Augenzeugen jedoch bereist zahlreich beschriebene und angeblich im gebirgigen afghanisch-pakistanischen Grenzland beheimatete Art, gilt der sogenannte Barmanou (Waldmensch) - sozusagen ein Vetter des himalayischen Yeti.

Aus den Erzählungen der Bevölkerung der Hindukusch- und Karakoramregionen geht hervor, dass dem Barmanou sowohl menschliche als auch affenartige Eigenschaften zugeschrieben werden. In einigen fällen sollen die Wesen sogar schon Menschen, vornehmlich Frauen, entführt und versucht haben, sich mit diesen zu paaren. Andere Berichte schildern, dass die Waldmenschen Felle und Häute anderer Tiere tragen.

Bücher zum Thema:

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / wcs.org

Erste Labortests bestätigen: Roswell-Fragmente stammen wahrscheinlich nicht von der Erde

Eines der nahe Roswell gefundenen und zur Analyse zerteilten Fragmente. | Copyright/Quelle: Frank Kimbler / openminds.tv

Roswell/ USA - Frank Kimbler ist Lehrer am "New Mexico Military Insitute" in Roswell in New Mexico und sich sicher, rund um die vermeintliche Absturzstelle des legendären UFO-Absturzes von Roswell im Juli 1947, Fragmente eines verarbeiteten Materials gefunden zu haben, das wahrscheinlich nicht von der Erde stammt: Kimbler beruft sich für diese Schlussfolgerungen auf neuen Analysen seiner Funde.

Wie Alejandro Rojas auf "OpenMinds.tv" berichtet, erklärte Kimbler, dass er sich schon immer auch für UFOs interessiert habe, seit er selbst im Alter von 20 Jahren eine entsprechende Sichtung hatte. Als er dann nach Roswell zog, entschloss er sich, vor Ort seine eigenen Untersuchungen des Roswell-Vorfalls durchzuführen.

Hauptziel seiner Forschungen sei das Auffinden physikalischer Beweise für den Absturz gewesen. Anhand von Satellitenaufnahmen der angeblichen Absturzstelle, jenem Feld also, auf dem der Farmer Mac Brazel damals die Trümmer gefunden hatte, glaubt Kimbler jene Orte ausfindig gemacht zu haben, an welcher die Oberfläche im Infrarotspektrum noch heute Spuren des damaligen Ereignisses aufzeige. Tatsächlich stimmten diese Orte mit den historischen Zeugenaussagen überein und auch geradlinige Strukturen in der Landschaft deuteten auf künstlich herbeigeführte Veränderungen der Oberfläche hin. Mit einem Metallsuchgerät machte sich Kimbler dann im Mai 2010 vor Ort auf die Suche.

Die Landsat-Aufnahme der "Roswell-Absturzstelle" bzw. des einstigen Trümmerfelds (im multiplen Spektrum) zeigt deutlich eine teilweise geradlinig strukturierte Veränderung der Oberflächenstruktur. | Copyright/Quelle: Frank Kimbler / openminds.tv

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Mit dem Detektor fand Kimbler hier tatsächlich kleine Metallteile in wenigen Zentimetern Tiefe. Den Grund, weswegen diese Fragmente früheren archäologische Grabungen vor Ort (...wir berichteten 1, 2) offenbar entgangen waren, sieht Kimbler in den damals zum Aussieben des Aushubs verwendeten Siebe, deren Maschen zu groß waren, um die nun gefundenen Teile herauszusieben. Auch der Umstand, dass er einige Teile in Tierbauten und in einem Ameisenhügel entdeckt hatte, könnte dazu geführt haben, dass die Fragmente bei früheren Ausgrabungen nicht gefunden wurden.

Das von Kimbler entdeckte Metall wirkte auf den ersten Blick wie Aluminium, was ihm angesichts seiner sonstige Funde in der Gegend eher ungewöhnlich erschien, die für gewöhnlich aus Zinn und anderen Materialien bestanden, wie sie in der Gegend unter anderem zum Hausbau verwendet und wahrscheinlich vom Wind verweht wurden. "Die Teile sahen aus, als seien sie zerkleinert worden und einige Kannten machten sogar einen geschmolzenen Einruck." Neben den Metallfragmenten fand Kimbler vor Ort auch Knöpfe aus Aluminium, wie sie unter anderem Teile von Militärkleidung in den späten 1940er und 1950er Jahren waren. Zusätzlich zu den Fragmentfunden sind die Knöpfe für Kimbler ein Hinweis darauf, dass das Militär vor Ort aktiv war.

Mit Unterstützung des "Roswell International UFO Museums and Research Center" und einem der führenden Roswell-Forscher, Don Schmitt, organisierte Kimbler eine Analyse seiner Fundstücke am Labor des "New Mexico Institute of Mining and Technology" (New Mexico Tech) in Socorro. Die Untersuchung ergab, dass es sich bei dem Material um eine Legierung aus Aluminium, Mangan und Kupfer handelt, wie sie als solche zwar nicht unüblich ist und sogar am Bau verwendet, jedoch für gewöhnlich aber nicht in Folienform (wie sie angeblich Teil später von der US Luftwaffe als Erklärung für den Roswell-Vorfall präsentierten Ballonsonden waren) hergestellt wird.

Finanziert durch das "Roswell International UFO Museum and Research Center" ließ Kimbler auch eine Isotopenanalyse seiner Fundstücke durchführen. Mit dieser Untersuchung lässt sich, ähnlich einem Fingerabdruck, u. a. die örtliche Herkunft von Materialien bestimmen. Wenn man also beispielsweise die Isotopenverhältnisse von irdischem Magnesium kennt, sollten diese mit allen irdischen Magnesiumproben übereinstimmen. Stammt das untersuchte Magnesium jedoch nicht von der Erde, sondern etwa aus einem Meteoriten, so unterscheidet sich auch das Isotopenverhältnis der Probe von jenem irdischen Magnesiums.

Einige der Funde vom Trümmerfeld zu Roswell | Copyright/Quelle: Frank Kimbler / openminds.tv

Die Ergebnisse dieser Analyse, wie sie zuvor von Wissenschaftlern der "University of New Mexico" abgelehnt wurde, bestätigten Kimblers kühnste Hoffnungen, stimmten doch die Isotopenverhältnisse tatsächlich nicht mit den irdischen Werte überein. "Für diese Abweichung gibt es nur zwei Erklärungen", so Kimbler. "Entweder, das Labor hat Fehler gemacht oder das Material stammt ursprünglich nicht von der Erde." 

Um die Analyseergebnisse zu bestätigen und mögliche analytische Fehler ausschließen zu können, ist Kimbler derzeit um weitere, von der ersten Untersuchung unabhängige Analysen bemüht. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen durch zwei weitere Labors könnten möglicherweise schon in den kommenden Wochen vorliegen.

Sollten schlussendlich drei unabhängige Labors die Aluminiumfragmente tatsächlich einer nicht-irdischen Quelle zusprechen, hätte dies tiefgreifende Konsequenzen, da es sich um eine Legierung handelt, wie sie, so Kimbler, in natürlicher Form nicht vorkommt - also künstlich hergestellt worden sein muss. "Bislang haben wir Menschen aber noch nichts außerhalb der Erde hergestellt, geschweige denn, dass derartige Fragmente auf die Erde und genau auf jenes Feld nahe Roswell gestürzt sein sollten, auf dem 1947 auch ein UFO abgestürzt sein soll", so die Zusammenfassung der Ergebnisse durch Rojas.

Kimbler selbst zeigt sich noch zurückhaltend. Bevor er eindeutige Behauptungen aufstellen will, möchte er die Ergebnisse der unabhängigen Labors abwarten - zeigt sich aber zuversichtlich: "Normalerweise machen zertifizierte Labors solche vermeintlichen Fehler aber nicht."

- Weitere Aufnahmen der Fundstücke und Hintergrundinformationen finden Sie HIER

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