Portraitfoto der "Sonnenscheibe" am 19. Juli 2011. Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen. | Copyright: SDO/HMI
Washington/ USA - Sonnenforscher beobachten aktuell eine stets zunehmende Anzahl von Sonnenflecken. Diese könnten ein Hinweis darauf sein, dass die bisherige Ruhephase der Sonne unterbrochen oder sogar beendet ist.
Aktuell sind sieben unterschiedliche Sonnenflecken auf der "Sonnenscheibe" zu erkennen. Zudem klafft in der Sonne ein gewaltiges koronales Loch aus dem starke Sonnenwinde derzeit in Richtung Erde wehen. Koronales Loch am 19. Juli 2011 | Copyright: SDO/AIA
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Pasadena/ USA - Schon kurz nach Einschwänken in eine Umlaufbahn um den Asteroiden Vesta (...wir berichteten, s. Links) hat de NASA-Raumsonde "Dawn" die ersten Nahaufnahmen des Asteroiden zur Erde gefunkt.
Aufnahme der Oberfläche von Vesta vom 17. Juli 2011 aus einer Entfernung von rund 15.000 Kilometern und einer Auflösung von knapp 1,4 Kilometern pro Pixel. Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
3D-Aufnahme des Asteroiden vom 9. Juli 2011. Der 3D-Effekt wird erst mit einer entsprechenden Brille Sichtbar. Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
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Luftbild der Fermilab-Einrichtung | Copyright Public Domain
Batavia/ USA - Neue Analysen der Experimente mit dem Teilchenbeschleuniger Tevatron am "Fermi National Accelerator Laboratory" (Fermilab) verstärken den Hinweis auf eine Lücke des Standardmodells der Teilchenphysik. Eine Analyse der neuesten Daten des Experimentes "Dzero" hat nun bestätigt, dass beim Zerfall des Teilchens B-Meson etwa ein Prozent mehr sogenannter Myonen als ihre Antiteilchen, Antimyonen, entstehen. Dieser Effekt ist etwa 50-Mal größer als erwartet.
In dem uns bekannten Universum dominiert die gewöhnliche Materie über ihr Gegenstück, die sogenannte Antimaterie: Das etablierte Standardmodell erklärt diesen Überschuss bislang nicht.
Über die Hintergründe forscht auch der Karlsruher theoretische Physiker Ulrich Nierste vom "Institut für Theoretische Teilchenphysik" des "Karlsruher Instituts für Technologie" (KIT). Nierste hat die zu erwartenden Zerfallsraten für das aktuelle Experiment am Fermilab berechnet und die Ergebnisse vorab auf "arxiv.org" veröffentlicht.
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Die dem "Dzero"-Experiment zugrunde liegende Arbeit von Nierste und Prof. Alexander Lenz, derzeit TU München, gibt - auf Basis des Standardmodells - eine präzise theoretische Vorhersage des erwarteten Verhältnisses der Zahl der Myonen zu der der Antimyonen.
"Das Standardmodell ist in unzähligen Experimenten in den letzten Jahrzehnten exzellent bestätigt worden", sagt Ulrich Nierste. "Sollte die nun vorliegende Abweichung unabhängig bestätigt werden, wäre die Tür zu neuen Naturgesetzen aufgestoßen." Dann sei auch zu erwarten, dass der neue Teilchenbeschleuniger "Large Hadron Collider" (LHC) am europäischen Forschungszentrum CERN neue Teilchen finden wird.
Die aktuelle Studie des Fermilab, so erläutert die Pressemitteilung des KIT (kit.edu), vergleicht die theoretische Vorhersage mit den tatsächlichen Daten aus Teilchenkollisionen am Teilchenbeschleuniger Tevatron.
Hierzu stellen die Physiker die Anzahl der Myonen und der Antimyonen einander gegenüber, die beim Zerfall von B-Mesonen entstehen. Dabei fanden sie heraus, dass es etwa ein Prozent mehr Myonen als Antimyonen gibt. Diese Abweichung ist 50-mal größer als vom Standardmodell der Elementarteilchen vorhergesagt wird.
Bei der aktuellen Studie handelt es sich um eine Aktualisierung der Analyse des letzten Jahres: Inzwischen konnten rund 50 Prozent mehr Daten analysiert und damit die Unsicherheit des Ergebnisses verringert werden. "Die Chance, dass es sich bei dem Effekt um einen statistischen Zufall handelt, liegt nun bei etwa 0,005 Prozent und hat damit den Status eines starken Hinweises auf eine wissenschaftliche Entdeckung. Allerdings spricht man in der Wissenschaft erst bei 0,00003 Prozent und bei unabhängiger Bestätigung durch andere Experimente von einer echten Entdeckung. Ein neues Experiment am CERN (LHCb-Experiment) arbeitet mit Hochdruck an einer Messung des beobachteten Phänomens in einem anderen Zerfallskanal des B-Mesons." WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA Weitere Studie findet keine Bestätigung für unbekannte Naturkraft 14. Juni 2011 Unbekannte Elementarteilchen oder gar unbekannte Grundkraft der Physik entdeckt 7. April 2011
Standbild aus dem Video: Zeigt es einen aufgeschreckten und verscheuchten Bigfoot | Copyright/Quelle: Jim Mills, youtube.com/user/CampusLifeArchive
Marble Mountain/ USA - Im Juli 2001 machte eine Gruppe aus 18 Campern am Marble Mountain im nördlichen Kalifornien eine ungewöhnliche Entdeckung: Zwischen Bäumen waren Äste, Buschwerk und kleinere, abgebrochenen Bäume zu einer Art Hütte verwirkt. Noch während die Gruppe die merkwürdige Struktur genauer in Augenschein nimmt, werden sie auf eine aufrecht gehende Gestalt auf einem nahe gelegenen Hügelkamm aufmerksam, die verstört die Gruppe zu beobachten scheint und sich langsam in Richtung Tal bewegt. Hatte die Gruppe tatsächlich eines der bereits zahlreich beschriebenen Bigfoot-Nester und dessen Erbauer entdeckt und aufgeschreckt? Elf Jahre nach dem auf Video festgehaltenen Ereignis wurde der Originalfilm nun erstmals online veröffentlicht.
Schon 2001 erfuhren die Forscher der "Bigfoot Research Organisation" (BFRO.net) von dem Vorfall, der sich im Juli des Vorjahres im "Klamath National Forest" am Marbel Mountain im kalifornischen Siskiyou County ereignet hatte. Jim Mills war mit einer 18-köpfigen Gruppe der sozial engagierten "Campus Life"-Organisation, darunter auch seine Frau und Sohn, auf Zeltlagerwanderung, als sie plötzlich auf eine Art Hütte aus jungen Bäumen und Ästen stießen, die zwischen Bäumen konstruiert worden war. Diese Hütte, so ist es auch auf dem Video zu sehen, hat neben einem größeren Haupteingang auch eine kleine Hinteröffnung und war im Innern mit einer Schicht von Piniennadeln ausgelegt, die in der Mitte eine Mulde aufwies, als hätte hier ein schwererer Körper gelegen. In unmittelbarer Nähe zur Hütte, fanden die Camper zudem eine Anordnung großer Steine, die wie eine noch unbenutzte Feuerstelle aussah und Kratzspuren im der Rinde der umstehenden Bäume.
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Das Interesse von Mills stieg, als er bemerkte, dass die zur Konstruktion verwendeten jungen Bäume nicht etwa abgesägt sondern grob abgebrochen, jedoch deutlich zu dick waren, als dass sie ohne weiteres auf diese Weise von einem Menschen abgebrochen worden sein konnten.
Noch während Mills die "Hütte" filmte, wurde sein Sohn auf eine Figur auf einem nahe gelegenen Hügelkamm aufmerksam und sagt, ebenfalls auf dem Video deutlich hörbar: "Da kommt er (den Hügel) herunter!" Von nun an filmt auch Mills die merkwürdige Silhouette des dort auf zwei Beinen entlang gehenden Wesens mehrere Minuten lang. Die Arme des Wesens scheinen bis über seine Knie hinunter zu reichen, und es hat zudem den Anschein, als würde es die Campergruppe im Blick behalten. Zugleich macht es einen nahezu verwirrten Eindruck, während es sich langsam den Hügelkamm hinab bewegt. Das Video von Marble Mountain
Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten
Der Fall wurde später dann von den BFRO-Forschern Kevin Withers und Montra DuMond eingehend untersucht. Aufgrund der Aufnahmen, die später leider größtenteils durch den digitalen Zoom der Kamera stark verpixelt sind, kommen die Bigfoot-Forscher zu dem Schluss, dass die Arme des Wesen bis zu seinen Kein reichen und damit deutlich länger sind als die eines normalen Menschen, dessen Hände normalerweise in etwa mit zur Hälfte des Oberschenkels reichen.
Auf einigen Aufnahmen hat es zudem den Anschein, als habe das Wesen im Vergleich zum sonstigen Körper eine helle Brust und Bauch. Seine Statur erscheint hochgewachsen und schlank und nicht derart Robust, wie sie für gewöhnlich den Vorstellungen von Bigfoot als entsprechen. Während leider keine Gesichtsdetails des Wesen zu erkennen sind, hat es auf einigen Aufnahmen den Anscheint, als laufe sein Schädel hoch zu - ein Merkmal, wie es nicht nur auch auf anderen Aufnahmen von Bigfoot zu sehen ist (s. f. Abb.), sondern auch von männlichen Gorillas als sogenannter Scheitelkamm bekannt ist. Oft, so bemerkt Withers, bewegt sich das Wesen in einer Weise, wie sie für Menschen untypisch erscheint. "Oft hat es den Anscheint, als sei das Wesen von der Anwesenheit der Menschen in 'seinem Camp' verstört, wenn es auf und ab zu laufen scheint und in Richtung der Campergruppe seine Arme auf und ab bewegt.
Detailansicht des Kopfes aus dem berühmten Film von Gimlin und Patterson aus dem Jahre 1967 | Copyright: Gimlin/Patterson
Am nächsten Tag besuchten die Camper erneut das Lager, fanden hier aber keine Hinweise darauf, dass dieses in der vergangenen Nacht erneut benutzt worden wäre. Auch auf dem Hügelkamm konnten sie keine Spuren des beobachteten und gefilmten Wesens finden, da der Boden hier trocken und felsig war.
Etwa ein Jahr nach dem Vorfall kam Mills erneut an den Ort der Sichtung und stellte fest, dass die "Hütte" nicht mehr vorhanden war und der exakte Ort, möglicherweise von Pferden oder Vieh verwüstet schein. Am Ort der Feuerstelle waren nun allerdings Feuerspuren zu sehen.
Anhand vergleichender Rekonstruktionen des Videos mit Mills' Kamera und einer Person von bekannter Größe auf besagtem Hügelkamm im Oktober 2004 ergab, dass das Wesen zwischen sechs und sieben Fuß (1,8 und 2,13 Meter) groß gewesen sein muss. Ähnliche Untersuchungen zeigten, dass etwa das Wesen im Patterson-Gimlin-Film (s. Abb. o.) knapp zwei Meter groß war. Da die Größe jedoch weiterhin im für Menschen möglichen Bereich liegt, stellt das Video zumindest für die BFRO-Forscher jedoch noch keinen eindeutigen Beweis für die Existenz von Bigfoot bzw. Sasquatchs dar. Der Kameramann Jim Mills ist im vergangenen Jahr leider verstorben