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Samstag, 23. Juli 2011

Gewaltiger Wasserspeicher im All entdeckt

Künstlerische Darstellung eines Quasars | Copyright: NASA/ESA

Pasadena/ USA - Rund um einen fernen Quasar, in mehr als 12 Milliarden Lichtjahren Entfernung von der Erde, haben zwei Astronomenteams das bislang größte und am weitest entfernte Wasserreservoir im All entdeckt. Rund um den aktiven Kern einer fernen Galaxie findet sich 140 Billionen Mal mehr Wasser als die Gesamte Wassermenge der irdischen Ozeane.

"Die Umgebung dieses Quasars ist nahezu einzigartig, da sie gewaltige Wassermengen erzeugt", erläutert Matt Bradford, von "Jet Propulsion Laboratory" (JPL) der NASA die erstaunliche Entdeckung. "Es ist ein weiteres Beispiels dafür, dass Wasser überall im Universum vorhanden ist und das schon in den frühesten Zeiten." Ihre Entdeckung haben die Forscher aktuell im Fachmagazin "Astrophysical Journal Letters" veröffentlicht.

Als Kerne aktiver Galaxien, werden Quasare von gewaltigen Schwarzen Löchern angetrieben, die ständig Materie aus der sie umgebenden trousförmigen Staub- und Gasscheibe verschlingen. Während dieses Vorgangs speien sie regelrecht gewaltige Mengen an Energie ins All, weswegen sie auch zu den leuchtkräftigsten Objekten im Universum zählen (s. Abb.).

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Der nun entdeckte Quasar mit der Bezeichnung "APM 08279+5255" beheimatet ein Schwarzes Loch von der 20 Milliardenfachen Masse unsere Sonne, das mehr Energie erzeugt als 1.000 Billionen Sonnen.

Zwar hatten Astronomen schon zuvor vermutet, dass Wasserdampf auch in derart weit entfernten und damit alten Objekten des frühen Universums vorhanden sein sollte – nachgewiesen wurde diese Theorie bislang jedoch noch nicht. Auch unsere Milchstraße beinhaltet gewaltige Mengen an Wasserdampf, wenn auch, da das meiste Wasser in unserer Galaxie in gefrorenem Zustand vorliegt, rund 4.000 Mal weniger als im Umfeld von "APM 08279+5255".

Wasserdampf ist ein wichtiges Spurengas, das den Forscher Informationen über die Natur des Quasars verrät. Rund um das Schwarze Loch von "APM 08279+5255" ist der Wasserdampf in einer gasartigen Region verteilt, die mehrere hundert Lichtjahre durchmisst (1 Lichtjahr = rund 9,5 Billionen Kilometer).

Messungen des Wasserdampfs und anderer vorhandener Moleküle wie Kohlenmonoxid legen zudem nahe, dass das Schwarze Loch noch genügend gasförmige Materie verschlingen kann, um sich dabei um bis das Sechsfache seiner derzeitigen Größe auszudehnen. Ob dies auch so geschehen wird, können die Forscher nicht genau sagen. Ebenso könnte sich ein Teil des Gases zu Sternen verdichten oder wieder von dem Quasar ausgestoßen werden.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / jpl.nasa.gov

Entschieden: Rover "Curiosity" wird im Gale-Krater nach Spuren von Leben auf dem Mars suchen

Künstlerische Interpretation des Mars-Rovers "Curiosity" in Aktion auf dem Roten Planeten | Copyright: NASA/JPL

Washington/ USA - Schon Ende Juni hatten wir über NASA-interne Gerüchte berichtet, dass sich die US-Raumfahrtbehörde sich schon damals auf den Marskrater Gale als Ziel des Rovers "Curiostity" der bevorstehenden "Mars Science Laboratory"-Mission (MSL) geeinigt haben soll. Diese Berichte werden nun durch die am gestrigen Abend offiziell bekannt gegebene Entscheidung der NASA bestätigt.

Der etwa kleinbusgroße Rover soll im Innern des 154 Kilometer durchmessenden Gale-Kraters landen, aus dessen Zentrum sich ein fünf Kilometer hoher Berg erhebt (...wir berichteten). Dieser besteht aus Ton- und Sulfatmineralien, die zu ihrer Entstehung Wasser benötigen. Aus diesem Grund vermuten Forscher, dass es sich hierbei um Sedimentschichten handelt, die sich auf dem Kraterboden abgesetzt hatten, als der Krater einst für einige hundert Millionen Jahre mit Wasser gefüllt war.

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Der Gale-Krater | Copyright: NASA/JPL-Caltech/ASU

Zunächst werde die Mission wahrscheinlich nur eine Untersuchung des Fußes des Berges erlauben. Sollte "Curiosity" (Neugierde) es jedoch seinem Vorgänger, dem Mars-Rover "Opportunity" gleichtun und seine Einsatzfähigkeit weit über das erhoffte Minimalziel der Mission hinaus erhalten, könnte die Laboreinheit nach und nach auch in höhere Regionen vorstoßen.

Als Primärziel soll der Rover etwa ein Marsjahr lang (rund zwei Erdenjahre) seine Umgebung untersuchen und Proben analysieren, um festzustellen, ob der Krater tatsächlich einst lebensfreundliche Umweltbedingungen aufzeigte. Neben der Suche nach Spuren einstigen Wassers, wird der Rover aber auch in der Lage sein, Biomarker wie organische Komponenten im Boden und Felsgestein zu identifizieren.

Nachdem frühere Rover an Fallschirmen oder im Innern von Luftkissen auf dem Roten Planten abgesetzt wurden, wird heuer die Mobile Landeeinheit der Mission mit einem ausgefeilten Kransystem von einer Raketenplattform auf die Marsoberfläche herabgelassen – ein Anblick, der vermeintlichen Marsbewohnern wohl wie eine klassische UFO-Landung erscheinen würde.

Animation der Landung des Marslabors auf dem Roten Planeten

Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten


Der Start der MSL-Mission ist für den kommenden Spätherbst geplant und im August 2012 auf dem Mars landen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov

MUFON-CES: Deutsche UFO-Forscher starten neue Webseite

Screenshot der neuen Internetseite von MUFON-CES | Copyright: mufon-ces.org

Feldkirchen-Westerham/ Deutschland - Seit vergangener Woche präsentiert sich die "Gesellschaft zur Untersuchung von anomalen atmosphärischen und Radar-Erscheinungen e.V." als zentraleuropäische Sektion (CES) des internationalen "Mutual UFO Network" (MUFON), unter "mufon-ces.org" mit einer vollkommen überarbeiteten und neu gestalteten Internetseite.

"Mit der ersten neuen Webseite seit 11 Jahren verfolgen wir das Ziel, Internetnutzern einen breiten Zugang zu qualitätsgeprüften Informationen zum UFO-Phänomen zur Verfügung zu stellen", so der für die Datenverarbeitung bei MUFON-CES zuständige Hannes La Rue.

Ziel der MUFON-CES ist es, "die Diskussion über UFOs auf ein wissenschaftliches Niveau anzuheben und die Kollegen über dieses Phänomen zu informieren. Die Arbeitsweise ist die pragmatischer Skeptiker und besteht im Überprüfen von Augenzeugenberichten, Einsatz von Beobachtungsinstrumenten, Aufstellen von Erklärungsmodellen und in der Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern im In- und Ausland. Die Grundüberzeugung aus Erfahrung der Mitglieder ist, dass es Phänomene gibt, die nicht identifiziert werden können. Eine Erklärung für diese kann noch nicht abgegeben werden."

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Neu auf der Internetseite der MUFON-CES ist die freigeschaltete Datenbank der Gesellschaft, in der Sichtungen durchsuchbar und nach Form und Zeitraum eingrenzbar sind. Derzeit sind die 204 Fälle aus dem "MUFON-CES-Bericht 12" enthalten. In Zukunft sollen alle ca. 600 Fälle erfasst werden, die von der Forschungsgesellschaft untersucht wurden.

In der Online-Bibliothek sind zudem alle "MUFON-CES-Berichte bis 11" frei zugänglich, außerdem die beiden Vorworte zu Bericht 12. Hinzu bietet die Internetseite einen Überblick über Standardwerke, Fachzeitschriften, Konferenzbände und andere empfehlenswerte Literatur zum Thema. In der Mediathek sind empfehlenswerte Audio- und Video-Beiträge wie Interviews und Dokumentarfilme verlinkt, die auf audiovisuelle Weise einen guten Einblick in die UFO-Forschung bieten. Die Links bilden einen Katalog mit hochwertigen Webseiten häufig wissenschaftlichen Inhalts. Wie zuvor bietet das MUFO-CES-Portal eine Definition des Begriffs "UFO", klassifiziert das Phänomen, schildert Hypothesen, beantwortet häufige Fragen und schildert die Gesellschaft und ihre Arbeit.

Neben der Möglichkeit eigene UFO-Sichtungen online zu melden (kontakt@mufon-ces.org), steht entsprechenden Zeugen auch (täglich von 18 bis 23 Uhr) eine telefonische UFO-Meldehotline zur Verfügung: (+49) 09560-921021.

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