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Donnerstag, 28. Juli 2011

Trojaner: Weltraumteleskop entdeckt weiteren Begleiter der Erde

Der Asteroid "2010 TK7" (s. Kreis) ist der erste bislang bestätigte Trojaner der Erde | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA

Washington/ USA - Mit dem "Wide-field Infrared Survey Explorer" (WISE), einem Weltraumobservatorium der NASA, haben Astronomen erstmals einen sogenannten Trojaner-Asteroiden entdeckt, der die Sonne auf gleicher Umlaufbahn wie die Erde umrundet und dabei dieser folgt bzw. voraneilt.

Als "Trojaner" bezeichnen Astronomen Asteroiden, die einem Planeten auf gleicher Umlaufbahn um sein Zentralgestirn folgen, dabei aber stabile Positionen vor oder hinter dem Planeten einnehmen und aus diesem Grund auch nicht mit diesem zusammenstoßen. Bislang waren solche Trojaner in unserem Sonnensystem nur von den Planeten Neptun, Mars und Jupiter und zwei Saturnmonden bekannt.

Zwar hatten Wissenschaftler schon zuvor vorhergesagt, dass auch die Erde Trojaner haben sollte, bislang konnten diese aufgrund ihrer geringen Größe und perspektivischen Sonnennähe nicht eindeutig nachgewiesen werden.

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Da sich der nun entdeckte Trojaner allerdings teilweise ungewöhnlich weit von der Sonne entfernt, konnte er nun von einem Astronomenteam um Martin Connors von der kanadischen "Athabasca University" mit dem Weltraumteleskop "WISE" entdeckt werden. Die Mission "NEOWISE" hatte unter anderem die Aufgabe, erdnahe Asteroiden und Kometen zu entdecken. Tatschlich konnte das Teleskop 155.000 Asteroiden im Hauptgürtel des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter und 500 erdnahe Objekte (Near Earth Objects NEO) nachweisen, von welchen 132 bislang unbekannt waren.

Simulation des Umlaufs des ersten Erd-Trojaners "2010 TK7"


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Bei dieser Suche entdeckten die Forscher auch zwei Kandidaten für Trojaner der Erde. Mit Hilfe erdgestüzter Beobachtungen mit dem "Hawaii Telescope" auf dem Mauna Kea konnte dann zumindest das Objekt "2010 TK7" als Erd-Trojaner erster bestätigt werden. Der Asteroid hat einen Durchmesser von knapp 300 Metern und befindet sich rund 80 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Innerhalb der nächsten 100 Jahre, wird sich die Bahn des Asteroiden wahrscheinlich nicht verändern und er wird der Erde auf seiner um den Erdorbit geschlungenen Bahn nicht näher als 24 Millionen Kilometer kommen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / anasa.gov

Geständnis: Klassisches Belgien-UFO-Foto gefälscht?

Das zum Symbol der belgischen UFO-Welle von 1989 bis 1990 gewordenen Foto eines Dreiecks-UFOs | Copyright: P.M. / G. Mossay

Brüssel/ Belgien - 21 Jahre nachdem ein Foto, das einen dreieckigen Flugkörper über dem belgischen Petit-Rechain bei Verviers im April 1990 zeigen soll, weltweit für Aufsehen sorgte und bis heute als das Symbol einer ganzen Sichtungswelle dreieckiger Flugkörper über Belgien und dem Dreiländereck in den Jahren 1989 und 1990 gilt, hat sich ein Mann aus im belgischen Fernsehen nun dazu bekannt, das Foto gefälscht zu haben. Doch nach dem freimütigen Geständnis bleiben weiterhin Fragen offen.

Er habe ursprünglich eigentlich nur Kollegen einen Streich spielen wollen, so der Mann, der im Fernsehinterview nur als "Patrick" bezeichnet wird, gegenüber dem belgischen Sender "RTL-TVI" (www.rtl.be). Gemeinsam mit Kollegen habe er das angebliche UFO aus einer Hartschaumplatte zugeschnitten, mit Lichtern versehen, an der Decke aufgehängt, von unten fotografiert und dadurch auch den leichten Verwackelungseffekt erzielt. Später habe sich dann die Geschichte verselbstständigt und so das Foto das Foto seinen Weg zu Forschern, Wissenschaftler und schlussendlich in zahlreiche Publikationen zum Thema gefunden.

Bis heute gilt das Foto als ein Kronzeugenbeweis für die damaligen Sichtungen und wurde selbst vom belgischen Militär untersucht und als echt eingestuft.

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Inspiriert durch die Berichterstattung über die zahlreichen Sichtungen und Zeugenbeschreibugen, Skizzen und Zeichnungen entsprechender Flugobjekte zur damaligen Zeit über Belgien, habe man das UFO-Modell nach diesen Vorbildern konstruiert. In die Hände der Forscher und Wissenschaftler gelangte das Foto dann über Umwege und unter der anonymisierten Urheberangabe "P.M.".

Das vermeintliche Geständnis von "Patrick"

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Ob es sich bei "Partrick" allerdings tatsächlich um "P.M." handelt und ob damit auch die Aussage des Mannes glaubwürdig ist, geht aus dem Geständnisvideo im belgischen Fernsehen allerdings nicht hervor und lässt somit wichtige ragen unbeantwortet.

Bis zum Redaktionsschluss dieser Meldung lag uns noch keine Reaktion der belgischen UFO-Forschungsorganisation SOBEPS (heute COBEPS, sobeps.org) vor, die damals die "UFO-Welle über Belgien" gemeinsam mit dem belgischen Militär eingehend untersucht hatte.

Neben einigen weniger deutlichen Foto- und Videoaufnahmen der dreieckigen Flugkörper stellte das Petit-Rechain-Foto bislang den einzigen mehr oder weniger deutlichen fotografischen Beweis jener Objekte dar, die damals von hunderten Augenzeugen gesehen und beschrieben wurden.

Allerdings steht und fällt die von den Forschern zusammengetragene Beweislast für bis heute ungewöhnliche Aktivitäten über dem Dreiländereck zwischen 1989 und 1990 nicht mit der Frage nach der Authentizität des besagten Fotos: Neben den Sichtungen von hunderten von Zivilisten gab es auch eine Direktbeobachtung durch zwei Gendarmen und sogar Radaraufzeichnungen der belgischen Luftwaffe, die exotische Flugeigenschaften der beobachteten Objekte belegen (...wir berichteten).

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / rtl.be



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