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Freitag, 19. August 2011

Gewaltiges Erdzeichen in chinesischem Trockensee entdeckt

Luftbild des gewaltigen Erdzeichens in der Provinz Quinghai | Copyright/Quelle: awaker.net

Xining/ China - In einem Salzsee nahe Xining in der Nähe der chinesisch-tibetischen Grenze wurde in der vergangenen Woche angeblich ein gewaltiges Erdzeichen entdeckt. Bislang ist die Informationslage noch unübersichtlich doch bereits jetzt liegen erste Aufnahmen des gewaltigen, in den trockenen Boden eingeprägten Musters vor.

UPDATE 26.08.2011: Das Rätsel um das "Erdzeichen" ist gelöst: Es handelete sich um einen Werbegag von BMW-China. Mehr Informationen finden Sie HIER

Wie die chinesische Internetseite "Awaker.net" (Hinweis: Mehrere Seiten im Internet, die über das Erdzeichen berichten, behaupten, dass die genannte Internetseite von Computerviren infiziert ist) berichtet, soll das piktogrammartige Zeichen einen Durchmesser von schätzungsweise 1,5 bis 2 Kilometern aufweisen und sich durch mehrere Zentimeter tief in den Boden eingeprägte bzw. gegrabene Linien in der in der Trockenebene dunkel abzeichnen. Der genaue Ort des "Erdzeichens" liegt in einer entlegenen Region offenbar unmittelbar neben den Qinghai-Highway rund drei Stunden von Xining in der chinesischen Provinz Qinghai entfernt.

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Bodenaufnahmen des Erdzeichens | Copyright/Quelle: awaker.net / club-sohu.com

"Ebenso wie von Menschen auf mechanische Weise kopierte Kornkreismuster, so haben sich einige Landart-Künstler auch auf das Anlegen geometrischer und freier Figuren im Sand spezialisiert", erläutert der deutscher Kornkreisforscher und Sachbuchautor Andreas Müller (kornkreise-forschung.de). Dies findet meist an Sandstränden statt und die Formen an sich werden in den feuchten Sand gekratzt und geschabt."

"Hierbei entstehen sozusagen moderne Gegenstücke der mysteriösen Geoglyphen von Nazca in Peru - also Scharrbilder. Das bedeutet aber auch, dass der Bodenaushub an den Rändern der Linien zu finden ist. Interessanterweise zeigen die bislang vorliegenden Aufnahmen des Musters in China keine solchen Aufschüttungen und man darf sich zurecht fragen, wo dieses Material verblieben ist - zumal es sich laut Anwohnern um ein erst vor wenigen Tagen entdecktes Muster handeln soll, Erosion also wahrscheinlich ausgeschlossen werden kann. Alternativ könnte es sich natürlich auch um einen 'Eindruck' im Boden handeln, die hierfür notwendigen Kräfte wären sicherlich enorm; schließlich soll es sich um einen sehr kompakten und trockenen Boden eines Trockensees handeln.

Weitere Ansichten des Erdzeichens | awaker.net / club-sohu.com

Da bislang jedoch nur die gezeigten Aufnahmen und nur wenig Hintergrundinformationen zu dem Erdzeichen in China vorliegen, seien die meisten Überlegungen noch reine Spekulation und jegliche Schlussfolgerungen verfrüht, fügt Müller hinzu. Erste Spekulationen, dass es sich bei dem Luftbild lediglich um eine Photoshop-Fälschung handelt, scheinen jedoch anhand der Bodenaufnahmen und Videosequenzen, die das Muster aus der Nähe zeigen, widerlegt.

Sobald weitere Informationen vorliegen, werden wir erneut berichten...


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / awaker.net








Ausstellung in Zürich: "Keine grünen Männchen - Astrophysik und Biologie suchen nach Leben im All"

Der Mars - Ikone außerirdischer Fantasien und Visionen. | Copyright: NASA

Zürich/ Schweiz - Noch bis zum 11. März 2012 zeigt das "Zoologische Museum der Universität Zürich" die Sonderausstellung "Keine grünen Männchen - Astrophysik und Biologie suchen nach Leben im All".

"Außerirdische durchdringen seit Jahrhunderten schreckauslösend oder liebenswert unsere Köpfe", so die Presseinformation zur Ausstellung. Aus diesem Fantasiezustand wollen die Ausstellungsmacher rund um Forschende "Universität Zürich" Astrophysik und Astrobiologie befreien.

"Die Sonderausstellung fragt nach realistischen extraterrestrischen Lebensformen und wie sie gefunden werden könnten. Die Gestaltung widerspiegelt mit konzentrisch angeordneten ovalen Räumen die interdisziplinäre und allumfassende Suche. Diese beginnt näher zuhause, als man denkt, führt über das Solarsystem hin zu anderen Sternen und ihren Planeten und noch weiter hinaus."

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Die Ausstellungsbesucher sollen hochspezialisierte irdische Lebensformen kennen lernen, die als Quasi-Außerirdische zur Suche beitragen und ein Marsstein überrascht mit seiner Herkunft. Extra für die Ausstellung entwickelte interaktive Spiele erklären hinzu Methoden zur Entdeckung von Planeten und testen deren Eignung für Leben.

"Angesichts der rasanten Fortschritte der Wissenschaft", so zeigen sich die Organisatoren zuversichtlich, "wie der fast wöchentliche Nachweis neuer extrasolarer Planeten, könnte es noch während der Sonderausstellung sensationelle Neuigkeiten geben."

Bücher zum Thema:

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Quellen: zm.uzh.ch / grenzwissenschaft-aktuell.de

Sonnensegel soll Asteroid Apophis von der Erde ablenken

Chinesisches Planspiel: Mit einem Sonnensegel soll eine Impaktorsonde auf Kollisionskurs mit dem Astroiden gehen. | Copyright/Quelle: Shengping Gong et al / arxiv.org

Peking/ China - Während der Asteroid Apophis bei seinem Vorbeiflug an der Erde im Jahre 2029 unseren Planeten noch verfehlen wird, könnte er bei seiner erneuten Wiederkehr 2036 direkt auf Kollisionskurs mit dem Blauen Planeten liegen. Für diesen Fall haben chinesische Wissenschaftler nun ein Konzept vorgestellt, mit dem der Asteroid mittels eines gewaltigen Sonnensegels von seinem bedrohlichen Kurs abgelenkt werden soll.

Ob der 46 Millionen Tonnen schwere Asteroid die Erde im Jahre 2036 treffen wird oder nicht, hängt von seiner Passage sieben Jahre zuvor ab. Im schlechtesten Fall hätten wir also gerade einmal sieben Jahre Zeit, um Abwehrmaßnahmen zu ersinnen.

Solange wollten die Wissenschaftler um Shengping Gong von der "Tsinghua University" in Peking nicht warten und haben ihren Vorschlag für eine Veränderung der Flugbahn des Asteroiden schon jetzt vorab auf "arxiv.org" vorgestellt.

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Tatsächlich entscheidet sich die Frage, ob der Asteroid 2036 die Erde treffen wird oder nicht lediglich anhand eines Passagefensters von gerade einmal 600 Metern Breite bei seinem Vorbeiflug 2029. Könnte Apophis also nur geringfügig abgelenkt werden, würde dies schon ausreichen, um die Bedrohung für 2036 abzuwenden.

Aus den zahlreichen bereits vorgeschlagenen Theorien für die Ablenkung von Asteroiden haben sich die chinesischen Forscher für ein unbemanntes Raumschiff entschieden, das - angetrieben von einem Sonnensegel - genügend Schub entwickeln soll, um bei einer Kollision mit dem Asteroiden, diesen genügend stark von seiner eigentlichen Bahn abzulenken, auf dass er 2036 keine Bedrohung mehr die Erde darstellt. Schon 90 Kilometer pro Sekunde Aufschlagsgeschwindigkeit, so berichtete der Arxiv-Blog (technologyreview.com/blog/arxiv), würden für ein solches Manöver ausreichen.

Mit dem Sonnensegel soll dieser Impaktor auf eine retrograde Umlaufbahn gebracht werden (s. Abb.), und dabei nahezu ausschließlich auf die Kraft des Sonnenwindes angewiesen sein. Schon ein 10 Kilogramm schweres Sonnensegel sollte ausreichen, um den Asteroiden ein Jahr vor 2029 zu treffen und ihn so von dem 600 Meter breiten Eintrittsfenster und damit von einer Kollision mit der Erde 2036 abzulenken. Eine entsprechende Mission wäre also auch im Vergleich zu anderen bereits vorgeschlagenen Methoden relativ kostengünstig.

Was sich in der Theorie jedoch einfach anhört, ist in der Praxis deutlich schwieriger. Hauptproblem ist der relativ unberechenbare Sonnenwind, der das Raumschiff schließlich antreiben soll. Dieser könnte im dümmsten Fall den Impaktor weit an seinem Ziel vorbeipusten.

Auch müsste das Segel entsprechend große sein, brächte somit eine Vielzahl von Risiken bei der Entfaltung im Weltraum mit sich und wäre für etwaige Schäden relativ anfällig, da die Reise zu Apophis selbst doch mehrere Jahre dauern würde.

Auch der Umstand, dass über Struktur und Aufbau des Asteroiden selbst erst sehr wenig bekannt ist, macht die Konzeption der Mission nicht gerade einfacher. Ohne genaue Kenntnis über die Materialeigenschaften des Asteroiden, ist es bislang noch nahezu unmöglich, exakt vorherzusagen, wie ein entsprechender Aufprall die Flugbahn des kosmischen Brockens verändern würde.

- Die vollständige Studie der chinesischen Forscher finden Sie HIER

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Bücher und DVDs zum Thema:

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / arxov.org / technologyreview.com/blog/arxiv
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