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Sonntag, 11. September 2011

Forscher warnen vor Vermischung der UFO-Thematik mit 9/11-Verschwörungstheorien

Archiv: New York am 11. September 2001. | Copyright: Public Domain

London/ England - Zwei der bekanntesten Wortführer der internationalen Disclsoure-Bewegung, die um eine Freigabe des Wissens der Regierungen um UFOs und Außerirdisches Leben bemüht ist, haben sich in einem Appell gegen eine Verknüpfung der Ufologie mit Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit den 9/11-Anschlägen aus.

Anlässlich des zehnten Jahrestags der Anschläge schalteten sich Nick Pope und Bryce Zabel auf der Internetsete"afterdisclosure.com" in die öffentliche Debatte ein. Unter dem Titel "UFOs & 9/11 - Don’t mix" erklärten sie, dass es dem eigentlichen Anliegen der UFO-Enthüllung schade, wenn die Diskussion mit anderen kontroversen Themen überfrachtet werde.

Nick Pope war einst Mitarbeiter des Britischen Verteidigungsministeriums (Ministry of Defence, MoD), in diesem Zusammenhang Leiter der ehemals geheimen militärischen UFO-Forschungsbüros des MoD und heute in der UFO-Forschung und Disclosure-Bewegung. Bryce Zabel ist ein Filmproduzent in Hollywood, Vorsitzender der "Academy of Television Arts & Sciences" und Co-Autor des Buchs "A.D. - After Disclosure", das sich versucht der Frage zu nähern, was passieren würde, wenn morgen die vorausgesetzte Vertuschung von UFO-Geheimnissen und des Wissens um die Existenz intelligenter Außerirdische gelüftet werden würde.

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“In einer Zeit, in der es mehr denn je Grund zur Hoffnung gibt, dass die Welt die Beweise und Hintergründe zum UFO-Phänomen erfährt, droht das 9/11-Thema die seriöse Entwicklung zu untergraben”, befürchten die Unterzeichner des Aufrufs. Dabei geht es Pope und Zabel nicht darum, zu der konkreten Thematik Stellung zu beziehen: “Wir respektieren das Recht, dass jeder über 9/11 denken kann, was er mag. Es ist vielleicht sogar ein gesundes Zeichen für unsere demokratische Gesellschaft, wenn Menschen ihre eigene Regierung in der Öffentlichkeit des Massenmords bezichtigen dürfen, ohne nachteilige Konsequenzen erwarten zu müssen”, heißt es in der Erklärung. Allerdings müssten "wir müssen uns entscheiden, welchen Kampf wir führen wollen".

Gerade in den Vereinigten Staaten beinhaltet die leidenschaftlich geführte Debatte über die wahren Hintergründe der Anschläge vom 11. September eine besondere Brisanz. Die Vorstellung, die eigene Regierung hätte den Tod von fast 3.000 Mitbürgern billigend in Kauf genommen, werde von den meisten US-Amerikanern als absurd und beleidigend empfunden, geben die Autoren zu bedenken. Das führe zu einer Abwehrhaltung. Diese Bürger seien dann nicht mehr für das eigentliche Anliegen, das UFO-Disclosure-Thema, erreichbar.

"Das Ziel einer wachsenden Bürgerbewegung ist es, die Unentschlossenen zu erreichen, und wenn eine kritische Masse erreicht ist, kann tatsächlich ein Umschwung erfolgen. Das Haben die Bürgerrechts- und Friedensbewegung in den 60ern, und kürzlich die Schwulenbewegung gezeigt", heißt es weiter in der Erklärung.

Das bedeute, die Disclosure- und Exopolitik-Bewegung müsse Menschen erreichen und überzeugen, die bis dahin noch nicht viel über diese Thematik nachgedacht haben, aber über genügend Offenheit verfügen. Diese Menschen dürfe man nicht mit anderen polarisierenden Themen verprellen.

Aus diesem Grund rufen Pope und Zabel ihre Anhänger dazu auf, unabhängig von den eigenen Meinungen zu der 9/11-Debatte wieder zu den wesentlichen Themen zurückzukehren:

“UFOs existieren tatsächlich. Die Wahrheit über das, was sie sind und wer dahinter steckt ist noch nicht endgültig offenbart. Diese Herausforderung ist derzeit groß genug."

Robert Fleischer von "Exopolitik Deutschland" (exopolitik.org) sieht dieser Herausforderung eher gelassen entgegen. “Auch im Lager der 9/11-Aktivisten gibt es Menschen die befürchten, dass ihr Thema durch Vermengung mit UFO-Themen an Glaubwürdigkeit verliert. In einigen Fällen möchte man fast sagen: Zu Recht. Aber auf beiden Seiten besteht ein großer Wille, die Wahrheit herauszufinden. Beide Themen polarisieren, und darum finde ich, dass es vernünftiger wäre, sich gemeinsam für die Wahrheit einzusetzen, als sich voneinander abzugrenzen."

Zum Thema:

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Quellen: exopoitik.org / grenzwissenschaft-aktuell.de / afterdisclosure.com / blog.exopolitik.org

GRAIL erfolgreich gestartet: Zwillingssonden suchen nach dem zweiten Mond

Künstlerische Darstellung der GRAIL-Mission. | Copyright: NASA

Cape Canaveral/ USA - Seit gestern Nachmittag sind die beiden Zwillingssonden der "GRAIL"-Mission der NASA auf dem Weg zum Mond, um einige der Geheimnisse des Erdtrabanten zu erhellen. Die Messergebnisse der Mission sollen auch eine erst kürzlich formulierte Theorie überprüfen, welche die beiden unterschiedlich strukturierten Hemisphären des Mondes zu erklären sucht und davon ausgeht, dass die Erde einst von zwei Monden umkreist wurde.

Im Fachmagazin "Nature" hatten Professor Erik Asphaug von der "University of California Santa Cruz" und Dr. Martin Jutzi von der "Universität Bern" Anfang August 2011 die Ergebnisse ihrer Simulation vorgestellt, die auf den bisherigen Modellen der Entstehung des Erdmondes vor rund 4,53 Milliarden Jahren durch eine Kollision der noch jungen Erde mit einem etwa marsgroßen Himmelskörper basiert.

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Die Forscher kommen dabei zu dem Ergebnis, dass die ins All geschleuderten Trümmer dieses gewaltigen Zusammenstoßes auf der heutigen Umlaufbahn des Mondes nicht nur einen, sondern zwei Trabanten formten, die dann die Erde lange Zeit gemeinsam umkreisten und später dann der kleinere der beiden Monde auf den heutigen Mond stürzte. Die Trümmer dieser Kollision wiederum, so die Forscher hätten dann die kilometerdicke und gebirgige Landschaft auf der "dunklen Seite" und dortige Kruste des Mondes geformt (...wir berichteten).

Vier Phasen des Einschlags des nach den Berechnungen der Forscher einst vorhandenen kleinen Mondes mit dem heutigen Erdmond. Diese könnte die unterschiedlichen Hemisphären des Erdtrabanten erklären. | Copyright: M. Jutzi und E. Asphaug, Nature

"Durch die Vermessung des Gravitationsfeldes des Mondes (durch die Zwillingssonden der "Gravity Recovery and Interior Laboratory"-Mission (GRAIL), können wir auch in dessen Inneres schauen und so auch hie die Unterschiede zwischen den beiden Mondseiten ergründen", erläutert der Chefwissenschaftler der GRAIL-Mission, David Smith.

Die beiden Sonden "GRAIL-A" und "GRAIL-B" werden den Mond mehrere Monate lang umrunden und hierbei fortwährend die genaue Distanz zueinander messen. Aus der Art und Weise, wie sich dieser Abstand erwartungsgemäß verringert und ausdehnt, können die Satelliten eine genaue Karte des Gravitationsfelds des Mondes erstellen.

"Diese Messungen werden uns eine Menge Informationen darüber liefern, wie Material im Innern des Mondes verteilt ist. Anhand dieser Daten ergeben sich dann auch ganz präzise Informationen über die Unterschiede zwischen Mantel und Kruste der beiden Seiten des Mondes. Sollte sich die Dichte des Materials der Kruste auf der Rückseite des Mondes von jenem der Kruste der erdzugewandten Seite deutlich unterscheiden, so würde dies die Theorie eines ehemals zweiten Mondes stützen."

Allerdings wird diese Information nur ein Teil des Mond-Puzzles darstellen. "Um zu überprüfen, ob es jemals einen Schwestermond gab, werden auch Informationen der NASA-Mondsonde 'Lunar Recconaissance Orbiter' (LRO) über die Typografie des Mondes und sogar Analysedaten der Apollo-Missionen herangezogen. Schlussendlich bräuchten wir dann aber doch auch eine Probe von der 'dunklen Seite' des Mondes, um auch das Alter des dortigen Gesteins ermitteln zu können", so Smith.

"Sollte es einst einen kleineren Mond von etwa einem Drittel der Größe des heutigen Mondes gegeben haben, so sollte sich dessen Material auf der Rückseite des Mondes abgelagert haben und hier sehr viel schneller abgekühlt und das sich hieraus geformte Gestein älter sein als jenes auf der erdzugewandten Seite.


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Quellen: grezwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov
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