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Samstag, 17. September 2011

Erdbeobachtungssatellit stürzt nächste Woche auf die Erde

Der Erdbeobachtungssatellit "UARS" 1991 im Erdorbit. | Copyright: NASA

Washington/ USA - Für den kommenden Freitag, 23. September 2011, erwartet die US-Raumfahrtbehörde den Wiedereintritt eines US-amerikanischen Erdbeobachtungssatelliten in die Atmosphäre und geht davon aus, dass Teile des Satelliten diesen Höllenritt überstehen werden. Wo und wie diese Trümmer jedoch niedergehen werden, könne bis zum Ereignis selbst jedoch nicht vorhergesagt werden.

Bei dem "Upper Atmosphere Research Satellite" (UARS) handelt es sich um einen 750 Millionen Dollar teuren Erdbeobachtungssatellit, der am 12. September 1991 mit dem Space Shuttle "Discovery" ausgesetzt worden war und am 14. Dezember 2005 deaktiviert wurde. Bei einer Masse von 6.540 Kilogramm ist der Satellit 10,7 Meter lang und 4,6 Meter breit.

Der genaue Termin des Wiedereintritts könne jedoch auch einen Tag vor oder nach dem 24. September eintreten. Der exakte Moment, so berichtet die NASA auf der UARS-Informationsseite im Internet, hänge von verschiedenen, nicht vorhersehbaren Faktoren, wie etwa der derzeit zudem zunehmenden Sonnenaktivität ab, weswegen das Ereignis nur schwer genau vorherzusagen sei.

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Doch genau eine solche genaue Vorhersage würde es den Wissenschaftler auch ermöglichen, den genauen Einschlagsort der erwarteten Trümmer vorherzuberechnen. Zwar sei aufgrund der Land-Wassermassenverteilung ein Auftreffen dieser Trümmer im Wasser wahrscheinlicher, doch schieße dies nicht aus, dass die Geschosse auch auf Land niedergehen und sogar Personen- und Sachschäden verursachen könnten – könnten sch die Trümmer doch über einen Korridor von rund 800 Kilometern verteilen.

Wer glaubt, Trümmer des Satelliten zu haben, so die NASA, solle diese nicht berühren und sich umgehend an die lokalen Behörden wenden.


- Die UARS-Seite mit stets aktualisierten Informationen zum Wiedereintritt finden Sie HIER

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov

Studie stellt Grundpfeiler der naturwissenschaftlichen Kosmologie in Frage

Unzählige Galaxien in einem Ausschnitt aus dem "Hubble Ultra Deep Field " bewegen sich vom Betrachter fort. (Klicken sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.)Neuste Messergebnisse zeigen, dass diese Bewegung ungleichmäßig verläuft. | Copyright: NASA/ESA/S. Beckwith(STScI) and The HUDF Team

Peking/ China - Laut dem gängigen "kosmologischen Prinzip" sollte das Universum homogen, das heißt keine besondere Ausrichtung haben und isotropisch, also uniform, strukturiert sein. Eine neue Studie bestätigt nun jüngere Vermutungen und stellt dieses "kosmologische Prinzip" in Frage, erbringt sie doch deutliche Hinweise darauf, dass sich das Universum doch asymmetrisch (anisotrop), also in eine Richtung schneller ausdehnt als in andere. Ein weiterer vermeintlicher Grundpfeiler der modernen wissenschaftlichen Kosmologie gerät damit mächtig ins Wanken.

Das "kosmologische Prinzip" ist unter anderem die Grundlage für die Annahme der heutigen Wissenschaft, dass die Gesetzte der Physik überall und zu allen Zeiten gleich waren und sind. Zudem ist es eng mit dem "kopernikanischen Prinzip" verbunden, welches besagt, dass der Mensch keine hervorgehobene, sondern nur eine typisch durchschnittliche Stellung im Kosmos einnimmt.

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Wissenschaftler um Rong-Gen Cai und Zhong-Liang Tuo von der "Chinesischen Akademie der Wissenschaften" haben Beobachtungsdaten von 557 Supernovae (Sternenexlosionen) vom Typ-1a analysiert und dabei festgestellt, dass sich das Universum offenbar schneller in Richtung eines kleinen Teils der nördlichen galaktischen Hemisphäre im Sternbild Fuchs (Vulpecula) ausdehnt als in andere Richtungen. Ihre Ergebnisse haben die Forscher vorab auf "arXiv.org" veröffentlicht.

Derartige Supernovae dienen Astrophysikern und Kosmologen für gewöhnlich als Standard zur akkuraten Vermessung von Abständen im Universum. 1998 konnte mit ihrer Hilfe eindeutig nachgewiesen werden, dass sich das Universum nicht nur ausdehnt, sondern auch die Beschleunigungsrate ermittelt werden. Die nun vorgelegten Werte der Chinesischen Forscher zeigen, dass diese Beschleunigung nicht in alle Richtungen gleich schnell verläuft.

Sollten sich die Berechnungen der Forscher bestätigen, würde dies gemeinsam mit dem "kosmologischen Prinzip" einen Grundpfeiler der konservativ wissenschaftlichen Weltsicht zum Einsturz bringen und anisotrope kosmologische Modelle erstellt erfordern.

- Den vollständigen Artikel zur Studie im englischen original finden Sie HIER

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / arxiv.org
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