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Dienstag, 27. September 2011

Schreibtisch-Planetenjäger finden erstmals Exoplaneten

Künstlerische Darstellung eines Planetentransits (Illu.) | Copyright: Yale University

New Haven/ USA - Seit vergangenen Dezember beteiligen sich rund 40.000 Internetnutzer im Rahmen des Projekts "Planet Hunters" an der Auswertung von Daten des NASA-Weltraumteleskops "Kepler", das nach kleinsten Helligkeitsschwankungen im Licht von rund 150.000 fernen Sterne such, die auf dortige Planeten schließen lassen. Nun konnten die ersten beiden Exoplaneten-Kandidaten bekannt gegeben werden, die von den "Schreibtisch-Planetenjägern" auf diese Weise entdeckt wurden.

Wie die das Projekt leitenden Forscher um Debra Fischer von der "Yales University" aktuell im Fachmagazin "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" berichten, umkreisen die beiden Planeten ihre "Sonnen" in 10 und 50 Tagen. Der Radius der Planeten beträgt in einem Fall 2,5 und anhand des zweiten Planeten 8 Erdradien. Bei dem kleineren der beiden Planeten, so berichten die Forscher, könnte es sich sogar um einen Felsplaneten handeln, allerdings umkreisen beiden Planeten ihre Sterne außerhalb der sogenannten "habitablen Zone", jener Abstandregion also, innerhalb derer aufgrund gemäßigter Oberflächentemperaturen Wasser in flüssiger Form und damit die Grundlage für Leen, wie wir es von der Erde kennen, existieren kann.

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Anhand von Folgebeobachtungen durch die ebenfalls am "Planet Hunter"-Projekt beteiligten Astronomen der "University of Oxford" und des "Adler Planetariums" in Chicago, zeigen sich die Experten nun zu 95 Prozent sicher, dass es sich tatsächlich um Exoplaneten handelt.

Bislang haben die Kepler-Wissenschaftler schon rund 1.200 Planeten-Kandidaten entdeckt, die nun anhand weiterer Beobachtungen, teilweise auch mittels erdgebundener Teleskope überprüft werden müssen, bevor sie tatsächlich als Exoplaneten anerkannt werden.

- Die Internetseite des Projekts "Planet Hunters" finden Sie HIER


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Bücher zum Thema:

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / yale.edu /
planethunters.org

Dresdner Codex: Digitalisierter "Maya-Kalender" jetzt vollständig online

Darstellung der "Großen Flut" im "Codex Dresdensis". | Copyright/Quelle: SLUB, slub-dresden.de

Dresden/ Deutschland - Nach heutigem Kenntnisstand ist der "Codex Dresdensis" das älteste und qualitätvollste erhaltene Buch der Maya und spielt somit auch in den Sagen und Legenden, aber auch in der modernen Mythenbildung und Erforschung der Maya-Kultur eine wichtige Rolle. Das Werk ist im Besitz der "Sächsischen Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek" (SLUB) in Dresden und steht seit kurzem vollständig digitalisiert online zur Verfügung.

Forscher vermuten, dass es sich um eine im Kontext mexikanisch beeinflusster Mayakultur entstandene Abschrift oder Neuausgabe einer älteren, nicht erhalten gebliebenen Vorlage aus dem Südgebiet der klassischen Mayakultur handelt", erläutert die Internetseite der Bibliothek (slub-dresden.de). "Aufgrund der Anfangs- und Enddaten der astronomischen Konjunktionen datierte J. Eric S. Thompson die Abschrift auf 1200 bis 1250. Somit könnte der Codex aus dem nördlichen Yucatán stammen, wo zwischen 1200 und 1450 das letzte große Gemeinwesen der Mayas existierte."

Seit Jahren sorgt besonders der Kalender für weltweites Interesse, endet bzw. beginnt er doch mit am 21. bzw. 23. Dezember 2012 aufs Neue (ohne, dass jedoch eine weitere Periode danach beannt ist) und provozierte so spätestens seit den 1970er Jahren eine Vielzahl esoterischer und New Age-Theorien, Veränderungs- und Weltuntergangszenarien.

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Mit der Veröffentlichung des Dresdner Originals in hochaufgelöster Qualität will der Direktor der SLUB Thomas Bürger "die Geheimnisse und Gerüchte um den Maya-Kalender nicht noch anheizen, sondern einfach gute Informationen bieten."

Gegenüber dem MDR erklärte Bürger, dass das Interesse am "Codex Dresdensis" recht groß sei. Fast täglich erhalte die Bibliothek Anrufe aus Mexiko sowie anderen Teilen Lateinamerikas und der Welt. Unter den Interessierten seien "Wissenschaftler, Privatleute und auch 'Freaks'".

Der Kodex selbst besteht aus 39 doppelseitig beschriebenen, ursprünglich als Leporello gefalteten Blättern aus Feigenbaumrinde, die in 2 Streifen mit einer Gesamtlänge von 3,56 m zwischen Glasplatten in der Schatzkammer der SLUB ausgestellt sind. Er zeigt Hieroglyphen, Bilder und Symbole, mit denen Maya-Priester ihr Wissen über Krankheiten, Erntezeiten, religiöse Handlungen, Opferungen und Astronomie der Nachwelt erhielten und enthält verschiedene Almanache, Weissagungskalender, astronomische Tafeln, rituelle Vorschriften und zahlreiche Götterdarstellungen.

Neben anderen Maya-Aufzeichnungen in Madrid, Paris und Mexiko-Stadt beinhaltet nur das Dresdner Dokument einen Kalender und ein Apokalypse-Bild, auf dem eine Art Sintflut begleitet von mythischen Drachengestalten zu sehen ist (s. Abb.). Der Kalenderteil konnte Ende des 19. Jahrhunderts von dem Dresdner Bibliothekar Ernst Wilhelm Förstemann entschlüsselt werden. Zugleich gilt das Gesamtwerk als Schlüsseldokument für die Entzifferung der Maya-Hieroglyphen und für die Erforschung der Astronomie, Kosmologie und Zeitrechnung der Maya.

- Die Spezialseiten der SLUB zum "Dresdner Kodex" mit Ansicht- und Downloadfunktion (PDF) finden Sie HIER

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / slub-dresden.de / mdr.de

US-Disclosure-Petition jetzt online - Mindestmenge an Unterschriften bereits erreicht

Screenshot der Online-Petition zur Enthüllung des UFO-Wissens der US-Regierung. | Copyright: whitehouse.gov/petitions

Washington/ USA - Der sich selbst als Lobbyist der sogenannten Disclosure- und Exopolitik-Bewegung bezeichnende Direktor der "Paradigm Research Group", Steve Bassett, hat auf dem neuen Online-Portal zur Einbringung von Petitionen an die Obama-Adminstration eine Petition zur Veröffentlichung des angeblichen geheimen UFO-Wissens der US-Regierung eingegeben (...wir berichteten) und hat schon jetzt die für eine offizielle Reaktion der Obama-Administration erforderliche Mindestanzahl an Unterschriften zusammen.

Im Folgenden hier der Originallaut der Petition:

Wir beantragen von der Obama-Administration:

Die formelle Anerkennung der Anwesenheit Außerirdischer und deren Einflussnahme auf die menschliche Rasse – Disclosure (Enthüllung)

Enthüllungs-Antrag der "Paradigm Research Group"

"Wir, die Unterzeichner, drängen den Präsidenten der Vereinigten Staaten formell die Anwesenheit Außerirdischer und deren Einflussnahme auf die menschliche Rasse anzuerkennen und die unmittelbare Übergabe aller für dieses Phänomen relevanter Akten in den öffentlichen Besitz (Public Domain)."

Hunderte von Zeugen aus Militär und Regierungen sind bereits an die Öffentlichkeit getreten und haben die außerirdische Präsenz bezeugt. Meinungsumfragen deuten jetzt daraufhin, dass 50 Prozent des US-amerikanischen Volks an die Anwesenheit Außerirdischer (auf der Erde) glauben und 80 Prozent glauben, dass die Regierung über dieses Phänomen nicht die Wahrheit sagt. Die Menschen haben ein Recht an diesen Informationen. Die Menschen können mit dieser Wahrheit umgehen.

Relevante Internetseiten:
www.disclosurepetition.info, www.paradigmresearchgroup.org

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Doch selbst unter zahlreichen UFO-Forschern ist Bassetts Petition nicht unumstritten, kritisieren sie doch, dass die Petition den nicht erklärbaren Teil des UFO-Phänomens einzig und allein mit außerirdischen Besuchern assoziiert und die "Anwesenheit Außerirdischer" als gegebenen Fakt voraussetzt.

Tatsächlich finden sich aber gerade innerhalb der wissenschaftlich orientierten UFO-Forschungsgemeinde mehrheitlich Stimmen, die einer solchen eindeutigen Interpretation nicht folgen und weiterhin auch andere, wenn auch exotische, Erklärungstheorien für UFO-Phänomene, wie beispielsweise Dimensions- oder Zeitreisende, diskutiert werden.

Um im Online-Petitionsverfahren einen Schritt weiter zu kommen und eine offizielle Stellungnahme auf das Begehren zu erhalten, muss eine Petition von einer Mindestmenge an unterstützenden Personen unterzeichnet werden. Diese Mindestmenge liegt derzeit bei 5.000 Unterschriften innerhalb von 30 Tagen nach Veröffentlichung der Petition. Bassetts Petition wurde am 22. September 2011 veröffentlicht, kann also noch bis zum 22. Oktober gezeichnet werden und hat aber schon jetzt mehr als 5.200 Unterschriften erhalten. Zumindest eine Reaktion der Obama-Administration auf die Forderung ist also zu erwarten und somit ein Teilerfolg erreicht.

- Die Disclosure-Petition finden Sie HIER

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / whitehouse.gov/petitions / paradigmresearchgroup.org
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
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