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Mittwoch, 5. Oktober 2011

Enceladus: Millionen Jahre altes Leben in Ozean auf Saturnmond möglich

Schneelandschaft auf Saturnmond Enceladus | Copyright: Processing by Dr. Paul Schenk (Lunar and Planetary Institute, Houston)

Nantes/ Frankreich - Neue Daten der Saturnsonde "Cassini" bestätigen, dass die gewaltigen Wassereisfontänen und die für deren flüssiges Wasser verantwortliche Wärmequelle wahrscheinlich schon sehr alt und langlebig sein müssen. Diese Erkenntnis erhöht zugleich die Wahrscheinlichkeit, dass sich in dem die Fontänen speisenden Wasserozean unter dem Eispanzer des Saturnmondes vielleicht schon seit Millionen von Jahren Leben entwickelt haben könnte.

Wie Dr. Paul Schenk vom "Lunar and Planetary Institute" in Houston aktuell auf dem "European Planetary and Science Congress" (EPSC) in Nantes berichtete, belegen neue Farbkarten des Saturnmonds im ultravioletten und infraroten Lichtspektrum die teilweise enorme Dicke und Vorhersagbarkeit von Schneefall auf Enceladus, der durch auf den Mond zurückfallende Partikel aus dem Fontänen aus der Südpolregion besteht.

"Die Entdeckung der Cassini-Instrumente zeigen, dass es auf Enceladus derzeit aktuelle Fontänen aus Eisstaub und Wasserdampf gibt", so Schenk, "und das dieses Material teilweise auch wieder in charakteristischen und somit seit 2010 vorhergesagten Mustern als Schnee auf die Oberfläche zurückfällt und diese in dicken Ablagerungen bedeckt" (...wir berichteten, s. Karte).

Vergleich der Karte der vorherberechneten Verteilung des schneeartigen Niederschlags auf Enceladus mit den dicksten Ansammlungen in der Südpolregion (Karte oben, s. blaue Flächen) und einer auf realen Daten der Cassini-Sonde basierenden 3-Farb-Darstellung der Oberfläche des Saturnmondes, die tatsächlich die dicksten Schneelager in der Südpolregion (Karte unten, blau) zeigen. | Copyright: S. Kempf and J. Schmidt; global color map from P. Schenk

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Im Vergleich zur Erde ist die Schneefallrate auf Enceladus mit weniger als einem tausendstel Millimeter pro Jahr allerdings extrem gering. Um also die nun nachgewiesenen, teilweise 100 Meter dicken Schichten des Niederschlags der Fontänen erklären zu können, bedarf es mehrerer dutzend Millionen Jahre "Schneefall".

Dies wiederum legt nahe, dass auch die Wärmequelle, die das die Fontänen speisende Wasser unter der Eiskruste des Mondes in flüssigem Zustand erhält, ebenfalls seit entsprechenden Zeiten bis heute aktiv und damit extrem langlebig ist. Auch die Existenz des sogenannten E-Rings des Saturn belegt diese Vorstellung, da sich dieser schon nach wenigen hundert bis tausend Jahren ohne Nachschub an Partikeln aus den Fontänen - die den Ring speisen – auflösen würde.

Eine derart extreme Langlebigkeit dieser Wärmequelle lässt zugleich auch Rückschlüsse auf die Möglichkeit zu, dass in dem verborgenen Wasserozean Leben entstanden sein und sich entwickelt haben könnte. Sollte der mittlerweile so gut wie nachgewiesene Ozean (...wir berichteten) lebensfreundlich sein, so hätte mögliches Leben für seine Entwicklung also schon viele Millionen Jahre Zeit gehabt sich selbst zu komplexen Formen entwickelt zu haben, kommentiert das "Astrobiology Magazine" der NASA.


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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov / astrobio.net

ALMA: Weltgrößtes Radioteleskop-Netzwerk sucht nicht nach Signalen Außerirdischer

ALMA-Teleskop mit Blick ins All | Copyright: ESO/José Francisco Salgado (josefrancisco.org)

Garching/ Deutschland - In der Atacama-Wüste hat mit der "Atacama Large Millimeter/submillimeter Array" (ALMA) das weltweit leistungsfähigste und fortschrittlichste Radio-Observatorium seinen Beobachtungsbetrieb aufgenommen und auch schon das erste Bild veröffentlicht. Während die noch unvollständige Teleskop-Anlage der "Europäischen Südsternwarte" (ESO.org) in Chile sowohl extrem kalte Objekte – wie beispielsweise die dichten Wolken von interstellarem Gas und Staub, in denen sich neue Sterne bilden - als auch sehr weit entfernte Objekte im frühen Universum abbilden kann, wird es sich nicht an der Suche nach außerirdischen Signalen beteiligen.

Wie die "ESO" auf Anfrage von "grenzwissenschaft-aktuell.de" mitteilte, sei nicht geplant, "ALMA" auch für die Suche nach außerirdischer Intelligenz (Search for ExtraTerrestrial Intelligence) - kurz SETI, einzusetzen. Der Grund liegt hauptsächlich darin dass SETI "normalerweise im Bereich langwelliger Radiofrequenzen" nach künstlichen Radiosignalen sucht.

ALMA hingegen beobachtet das Universum bei Wellenlängen im Millimeter- und Submillimeterbereich, was etwa der tausendfachen Wellenlänge des sichtbaren Lichtes entspricht. In diesem Spektralbereich können Astronomen sowohl extrem kalte Objekte - wie beispielsweise die dichten Wolken von interstellarem Gas und Staub, in denen sich neue Sterne bilden - als auch sehr weit entfernte Objekte im frühen Universum beobachten.

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Auch wenn die Anlage aus bislang erst 12 von letztendlich 66 Teleskopen keine also Alien-Signale suchen wird, so gehört jedoch die Suche nach Planeten jenseits des Sonnensystems, sogenannten Exoplaneten, durchaus zum Aufgabenbereich von ALMA.

"Um fundamentale Fragen zu Planetensystem, wie deren Herkunft, Entstehung und Entwicklung aber auch zu deren Verteilung und Vorkommen beantworten zu können, müssen Wissenschaftler noch sehr viel mehr Exoplaneten finden und studieren", so die ESO-Pressemitteilung. ALMA könne wichtige Informationen über solche extrasolare Planetensysteme in verschiedenen Entwicklungsphasen liefern.

Die Suche im Millimeter- und Submillimeterbereich eröffne dabei gerade auch bei der Suche nach Exoplaneten zahlreiche Vorteile, wenn Strukturen in bislang nicht gekannter Qualität dargestellt werden können, die im sichtbaren und infraroten Lichtspektrum bislang nicht abgebildet werden können. Zudem werden derartige Beobachtungen auch nicht vom Zodiakallicht, gestört wird, das vom interplanetaren Staub in den fernen aber auch in unserem eigenen Planetensystem reflektiert wird.

Auch die Helligkeit des Lichts der fernen Zentralgestirne stellt ein deutlich geringeres Problem als mit Beobachtungen im sichtbaren und infraroten Lichtspektrum dar, da der sonst so große Helligkeitsunterschied zwischen Stern und seinen potentiellen Planeten im Beobachtungsbereich von ALMA wesentlich kleiner ausfällt.

"ALMA wird auch in der Lage sein, Planetensysteme in ihren frühesten Entstehungsphasen abzubilden", berichtete die "ESO". "Es wird auch in der Lage sein, junge Sterne nach der Existenz einer protplanetaren Scheibe zu untersuchen, aus welcher heraus sich Planetensysteme entwickeln. ALMA könnte auch dafür benutzt werden, Eigenschaften wie Größe, Temperatur, Staubdichte und Chemie dieser Scheiben eingehend zu untersuchen."

Blick auf einige der ALMA-Teleskope. | Copyright: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)/L. Calçada (ESO)/H. Heyer (ESO)/H. Zodet (ESO)

ALMA unterscheidet sich grundlegend von Teleskopen für den sichtbares und infrarotes Licht. Es besteht aus einem Feld miteinander verbundener Antennen, die wie ein einziges riesiges Teleskop agieren, welches für viel längere Wellenlängen empfindlich ist als die des sichtbaren Lichtes. Die von ALMA aufgenommenen Bilder unterscheiden sich daher deutlich von den gewohnten Aufnahmen anderer Teleskope.

Das erste mit ALMA erstellte astronomische Bild zeigt die sogenannten "Antennengalaxien" und damit ein kollidierendes Galaxienpaar, dessen Form durch die Kollision stark verzerrt wurde. Während das sichtbare Licht uns die Sterne in den Galaxien zeigt, ermöglicht ALMA den Blick auf Objekte, die herkömmlichen Teleskopen völlig verborgen bleiben: die Wolken aus kaltem, dichtem Gas, aus denen neue Sterne entstehen. Die hier gezeigte Aufnahme ist das beste Bild, das je im Submillimeter-Bereich von den "Antennengalaxien" gemacht wurde.

Die ALMA-Aufnahme der "Antennengaalxien" (l.) und eine Kombination mit einer Hubbleaufnahme desselben Gebildes. | Copyright: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO).

Eines der nächsten Projekte, die für die ALMA-"Early Science“-Beobachtungen ausgewählt wurden, wird von David Wilner vom "Harvard Smithsonian Center for Astrophysics" in Cambridge, Massachusetts in den USA geleitet. Das Ziel dieser Beobachtungen ist "AU Microscopii", ein Stern in 33 Lichtjahren Entfernung, der nur 1% des Alters unserer Sonne aufweist. “Wir werden ALMA verwenden, um den 'Geburtsring' aus Planetesimalen abzubilden, die diesen jungen Stern umkreisen sollten. Nur mit ALMA besteht die Hoffnung, Verklumpungen in diesen staubigen Asteroidengürteln zu entdecken, die die Anwesenheit unsichtbarer Planeten verraten können”, erläutert der Astronom.

Die Suche nach bewohnbaren Planeten, die fremde Sonnen umkreisen, ist auch eine Suche nach Wasser in diesen fernen Sonnensystemen. Die Schwärme aus Felsen, Staubkörnern und Gas im Orbit um Sterne enthalten vermutlich auch Trümmerstücke aus Wassereis, Gasen und womöglich sogar organischen Molekülen - der Astrochemie des Lebens.

Somit werden auch Simon Casassus von der "Universidad de Chile" und sein Team "ALMA" einsetzen, um die Gas- und Staubscheibe um den 400 Lichtjahre entfernten jungen Stern "HD142527" zu beobachten. “Die Staubscheibe um diesen Stern weist eine große Lücke auf, die möglicherweise durch die Entstehung von Riesenplaneten freigeräumt wurde”, erklärt Casassus. “Außerhalb dieser Lücke enthält die Scheibe genug Material um etwa ein Dutzend jupiterartige Planeten hervorzubringen. Innerhalb der Lücke könnte gerade ein junger Riesenplanet entstehen – falls genug Gas vorhanden ist.” Mit ALMA wird das Team die Gesamtmenge und den physikalischen Zustand des Gases in der Lücke vermessen. “ALMA ermöglicht es uns auf diese Weise, die Geburt von Planeten oder aber die unmittelbaren Nachwehen dieses Prozesses zu beobachten”, ergänzt Casassus.

In der viel größeren Entfernung von 26.000 Lichtjahren befindet sich das Zentrum unserer Milchstraße, auch bekannt als "Sagittarius A*", das ein Schwarzes Loch von vier Millionen Sonnenmassen beherbergt. Gas und Staub zwischen dem Zentrum der Milchstraße und der Erde versperren unseren optischen Teleskopen den Blick auf dieses Objekt. ALMA jedoch kann diesen galaktischen Schleier durchdringen und uns fantastische Blicke auf "Sagittarius A*" ermöglichen.

Heino Falcke, Astronom an der "Radboud Universiteit Nijmegen" in den Niederlanden, erklärt: “ALMA wird es uns erlauben, Lichtblitze aus der Umgebung dieses supermassereichen Schwarzen Lochs zu beobachten und Aufnahmen von Gaswolken anzufertigen, die in seinem gewaltigen Gravitationsfeld gefangen sind. So werden wir die ausschweifenden Fressgewohnheiten dieses Monsters studieren können. Wir glauben, dass ein Teil des Gases nahezu mit Lichtgeschwindigkeit aus dem Umfeld des Schwarzen Lochs entkommt.”

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / eso.org

Vortrag am 11. Oktober 2011: Hellseher Martin Zoller in Leipzig

Martin Zoller | Copyright: Photography by photography@malcoruesch.com

Leipzig/ Deutschland - Bekannt wurde Martin Zoller, der seit Jahren weltweit als professioneller Hellseher arbeitet, durch seine erfolgreiche "Ortung" eines im Dschungel Boliviens vermissten Flugzeugs mit Passagieren, nachdem andere Rettungsversuche gescheitert waren. Am kommenden Dienstag hält der Hellseher in der Leipziger "Studio Lounge" einen Vortrag.

Zoller ist seit vielen Jahren als professioneller Hellseher weltweit im Einsatz - für Wirtschaftskunden, aber auch Strafverfolgungsbehörden und staatliche Sicherheitsdienste, zuweilen auch für Präsidentschaftskandidaten. 2005 und 2006 moderierte er in Südamerika eine eigene erfolgreiche Fernsehsendung und im Frühling 2011 leitete er eine Serie für "RTL II".

"Martin Zoller ist bekannt für seine Fähigkeit, die menschliche Aura zu analysieren", so die Organisatoren des Vortrags. "Mit seinem sechsten Sinn kann er Menschen durchleuchten, deren Potenzial und Zukunft analysieren. Zoller hält regelmäßig Seminare, Vorträge und Einzelsitzungen in verschiedenen Ländern. Über seine Arbeit, die Intuition und menschliche Kräfte hat Zoller bereits vier Bücher veröffentlicht. Mit seiner Arbeit möchte Zoller den Menschen helfen, ihre eigenen kreativen Potenziale zu entwickeln, um so ihre Ziele im Leben zu verwirklichen."

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Im Vortrag in Leipzig spricht er über "Die Kraft und Macht der Intuition": "Im Alltag, Beruf, in der Familie oder bei wichtigen Entscheidungen werden wir immer wieder mit Schwierigkeiten konfrontiert, die uns überfordern und orientierungslos lassen. In diesen Momenten der Hilflosigkeit steht uns ein Potential zur Seite, das nur wenige Menschen wirklich verstehen.

Die bewusst und erfolgreich eingesetzte Intuition gibt Hinweise zu möglichen Konfliktlösungen oder die ausschlaggebende Idee zur Lösung eines Problems. Der Hellseher Martin Zoller entwickelte 'Remote Viewing'-Techniken und Meditationen, mit denen Teilnehmer/innen lernen können, die Intuition kraft- und machtvoll einzusetzen. In diesem zweieinhalbstündigen Vortrag stellt Martin Zoller die in seinen Büchern beschriebenen erfolgreichen Techniken vor. Er will dazu anregen, diese Methodik gewinnbringend einsetzen zu können."

Der Vortrag findet am 11. Oktober 2011 in der "Studio Lounge" in der Hardenbergstr. 64, in 04275 Leipzig statt. Einlass ab 18:00 Uhr, Ende um 21:00. Eintritt: 20,00 Euro. Weitere Informationen unter: studiolounge.tv

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / studiolounge.tv / martinzoller.com
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