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Samstag, 8. Oktober 2011

Neu entdeckte Ozonschicht der Venus stellt Qualitäten des atmosphärischen Gases als Marker für biologische Aktivität auf Planeten in Frage

Künstlerische Interpretation der venusischen Nachtseite und den dortigen Orten (Kreise), wo die Sonde "Venus Express" Ozon in der Atmosphäre nachweisen konnte. | Copyright: ESA/AOES Medialab

Guyancourt/ Frankreich - Wie die Erde, so verfügt auch unser Schwesterplanet Venus über eine Atmosphäre. Dennoch könnten die beiden Welten unterschiedlicher kaum sein - schwelt die Venus aufgrund eines massiv fortgeschrittenen Treibhauseffekts doch unter extremen und lebensfeindlichen Oberflächentemperaturen von bis zu 464 Grad Celsius dahin. Neue Messungen der europäischen Sonde "Venus Express" belegen nun, dass die Venus auch über eine dünne Ozonschicht verfügt. Die Entdeckung stellt bisherige Vorstellungen in Frage, wonach das Gas in der Astrobiologie als Biomarker angesehen wird, sein Vorhandensein also in Kombination mit anderen Faktoren als möglicher Hinweis auf biologische Aktivität auf einem Planeten gilt.

Laut den von der Europäischen Raumfahrtagentur "ESA" veröffentlichten Daten, belegen die Spektralmessungen eine dünne Ozonschicht um die Venus auf einer Höhe von rund 90 und 120 Kilometern. Im Vergleich zur Ozonschicht der Erde beträgt die Konzentration des Gases in dieser Schicht allerdings kaum mehr als ein Prozent.

Wie die Forscher anhand von Computersimulationen vermuten, bildet sich das Ozon (O3) in der Venusatmosphäre, wenn Sonnenlicht Kohlendioxidmoleküle (CO2) aufbricht. Die in dieser Reaktion freigesetzten Sauerstoffatome finden sich dann auf der kühleren Nachtseite des Planeten zu Molekülpaaren (O2, molekularer Sauerstoff) und Tripletts (O3, Ozon).

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Eine der Schlüsselreaktionen in der oberen Erdatmosphäre scheint auch auf der Venus aktiv zu sein", kommentiert Franck Montmessin vom "Laboratoire Atmosphères, Milieux, Observations Spatiales" (LATMOS) die Ergebnisse der Messungen.

Ozon ist von besonderer Bedeutung für das irdische Leben, da es die schädliche ultraviolette Strahlung der Sonne blockiert. Hier stammt das Gas jedoch nicht nur vom Aufbrechen des CO2 durch das Sonnenlicht, sondern wurde vor mehreren Milliarden Jahren auch von CO2-verzehrenden photosynthetischen Mikroben ausgeschieden.

Aus diesem Grund halten einige Astrobiologen das Vorhandensein von atmosphärischem Ozon, gemeinsam mit anderen Faktoren wie das Vorhandensein von Kohlendioxid und molekularem Sauerstoff, für ein Zeichen von Leben auf einem Planeten.

Gemeinsam mit dem Nachweis der im Vergleich zur Erde rund 0,3-prozentigen Ozonschicht des Mars belege die Entdeckung der Ozonschicht der Venus, dass alleine das Vorhandensein dieser Moleküle noch nicht ausreicht, um biologische Prozesse auf einem Planeten eindeutig nachzuweisen, so die Forscher in ihrem Artikel im Fachmagazin "Icarus". Stattdessen scheint ein Planet eine Ozonschicht von mindestens 20 Prozent der irdischen aufweisen zu müssen, um daraus Leben darunter ableiten zu können.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / esa.int

Konferenz und Expedition eröffnen akademisches Forschungsinstitut über den russischen Schneemenschen

Künstlerische Darstellung eines "Mecheny" vor dem Hintergrund des Shoria-Berglandes. | Copyright/Quelle: "The Field Guide to Bigfoot and Other Mystery Primates" (Loren Coleman u. Patrick Huyghe), cryptomundo.com / Hintergrundbild: Public Domain

Moskau/ Russland - Internationale Kryptozoologen haben sich in Moskau zu einer Konferenz über die russische Variante von Bigfoot und Yeti getroffen. Anschließend reisen die Forscher in die sibirische Tashtagol in der Oblast Kemerowo, in deren Nähe eine ganze Population der mysteriösen Wald- bzw. Schneemenschen leben soll, um dann die Gründung eines Instituts zur Erforschung des "sibirischen Yetis" an der "Staatlichen Universität Kemerowo" zu begehen.

Neben dem Organisator der Konferenz, dem russischen Kryptozoologen Dr. Igor Burtsev vom "International Center of Hominology" nehmen auch weitere russische Wissenschaftler, etwa die Direktorin des Moskauer Darwin-Museums teil. Aus den USA sind die Bigfoot- bzw. Sasquatch-Forscher Dr. John Bindernagel und der Anthropologe Dr. Jeff Meldrum von der "Idaho State University", sowie die Kryptozoologen Ronald Morehead, der sich auf Aufnahmen möglicher Sasquatch-Rufe spezialisiert hat angereist, um über ihre neusten Forschungsergebnisse zu berichten.

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Russische Kollegen wie Dimitri Y. Bayanov vom Moskauer "International Center of Hominology", der Ethnograf Anatoly M. Fokin, Leiter zahlreicher Expeditionen in der Kiriov-Region, der Dokumentarfilmer Dimitri V. Pirkulov, der dem Waldmenschen im Kaukasus auf der Spur war, sowie Dr. Prof. Valentin B. Sapunov von der "Cryptobiology Association" der über die "psychophysiologische Entwicklung" des Yeti arbeitet, berichteten über ihre Forschungsergebnisse vor Ort in Russland.

Igor Burtsev selbst ist von der Existenz des "russischen Yeti", der vor Ort unter verschiedenen Namen wie "Almas", "Chuchunaa", "Mecheny" oder "Mulen" bekannt ist, überzeugt. Zwar sei es bislang noch nicht gelungen, die Existenz der Wesen etwa fotografisch oder auf Film zu beweisen, doch deuten Funde von Fußspuren, vermeintlichen Almas-Nestern, sonstigen Spuren und zunehmende Sichtungen angeblicher Almas eindeutig auf deren Existenz hin.

Burtsev, der die sibirischen "Schneemenschen" seit 50 Jahren erforscht, glaubt, dass es sich bei den Almas um menschenähnliche Wesen handelt. "Sie haben offenbar sogar eine Sprache und können sogar mit Menschen kommunizieren. Natürlich handelt es sich um eine von uns Menschen unterschiedliche Spezies, die sehr gut an die Natur angepasst ist. Ihr Lebensstil gleicht hingegen dem von Tieren. Die benutzen offenbar keine Werkzeuge, tragen keine Kleidung, sind aber dennoch sehr intelligent und dämmerungsaktiv (...).

Anhand von Augenzeugenberichten und den besagten Funden von Expeditionen, vermutet der Forscher im Shoria-Bergland in der Kemerowo-Region eine der größten Populationen Russlands. Möglicherweise, so Burtsev, handelt es sich bei dem Schneemenschen um überlebende Exemplare einer vermeintlich ausgestorbenen Vor- oder Frühmenschenart.

Konferenz und Expedition markieren zugleich die Gründung eines eigenen Instituts zur Erforschung des "sibirischen Yetis" an der "Staatlichen Universität Kemerowo" an dem 30 Kryptozoologen forschen sollen (...wir berichteten).

Bei der Kryptozoologie handelt es sich um jenes Forschungsgebiet, das sich mit der Erforschung noch unbekannter Tierarten beschäftigt, wie sie meist zwar noch nicht wissenschaftlich, dafür aber von zahlreichen Augenzeugen und in der Folklore beschrieben wurden und werden.

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