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Dienstag, 18. Oktober 2011

Europäischer Gerichtshof entscheidet gegen Patent auf Stammzellen

Archiv: Stammzellenforschung | Copyright: unbek.

Hamburg/ Deutschland - Zellen aus menschlichen Embryonen dürfen nicht patentiert werden. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) heute entschieden.

- Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Nachrichtenmeldung von "Greenpeace Deuschland", greenpeace.de

In dem Verfahren ging es um die Frage, ob menschliche embryonale Stammzellen und die Verfahren zu ihrer Gewinnung patentierbar sind. Der EuGH begründet sein Nein mit der Feststellung, dass solche Patente der kommerziellen Verwertung menschlicher Embryonen Vorschub leisten würden.

"Heute wurde europäische Rechtsgeschichte geschrieben", sagt Christoph Then, Patentberater von Greenpeace. "Nach Auffassung des Europäischen Gerichtshofes muss der Mensch in allen Phasen seiner Entwicklung vor kommerzieller Verwertung geschützt werden. Dies gilt auch für Embryonen in der Petrischale. So hat der Gerichtshof den Schutz menschlichen Lebens gegenüber wirtschaftlichen Interessen deutlich gestärkt. "


Der Neurobiologe Oliver Brüstle hatte 1997 ein Patent auf embryonale Stammzellen angemeldet, das 1999 vom Deutschen Patentamt erteilt wurde. Es umfasst die Herstellung und Nutzung menschlicher embryonaler Stammzellen. Laut Patentschrift sollen die Zellen auch durch das Klonen von Embryonen gewonnen werden. Brüstle stellt aus den Stammzellen Vorläuferzellen her, die sich dann zu Nervenzellen entwickeln.

2004 reichte Greenpeace Klage gegen das Patent ein, um die ethischen Grenzen im Patentrecht gerichtlich überprüfen zu lassen. Die EU-Patentrichtlinie untersagt ausdrücklich Patente auf die kommerzielle Verwertung menschlicher Embryonen. Das Bundespatentgericht gab der Klage weitgehend recht. Dabei verwies es auf den Schutz der Menschenwürde und des menschlichen Lebens.

Brüstle legte Beschwerde gegen die Entscheidung ein. Im November 2009 verwies der Bundesgerichtshof (BGH) den Fall an den EuGH in Luxemburg, um zunächst zu klären, wie der Begriff des menschlichen Embryos auszulegen sei. Im März 2011 verkündete der Generalanwalt des EuGH in einer ersten Stellungnahme, Zellen, die sich zu Menschen entwickeln können, seien keine Erfindung und darum nicht patentierbar.

Der Gutachter des EuGH schrieb damals: "Eine Erfindung muss von der Patentierung ausgeschlossen werden, wenn die Durchführung des technischen Verfahrens, das patentiert werden soll, die vorherige Zerstörung menschlicher Embryonen oder ihre Verwendung als Ausgangsmaterial erfordert."

Die Akte C-34/10 beim EuGH kann nun geschlossen werden. Doch das heutige Urteil wird sich auf zukünftige Patentverfahren auswirken. Zwar erteilt das Europäische Patentamt schon seit 2006 keine Patente auf menschliche embryonale Stammzellen mehr. Doch nationale Patentämter, die anders verfahren, müssen ihre Praxis jetzt umstellen. Der Schutz des menschlichen Lebens wird in der EU gestärkt.

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"Der Patentinhaber wollte erreichen, dass menschliche Embryonen patentiert und wirtschaftlich verwertet werden. Diesen Begehrlichkeiten hat der EuGH heute einen deutlichen Riegel vorgeschoben", sagt Christoph Then.

Die Stammzellforschung ist derweil schon einen Schritt weiter: Forscher haben in den vergangenen Jahren verschiedene Möglichkeiten gefunden, geeignete Stammzellen herzustellen, ohne menschliche Embryonen zu zerstören.

Weitere Informationen zu dem Fall unter dem Aktenzeichen C-34/10 finden Sie auch auf der Website des EuGH unter ots.de/Z7x25.

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Quellen: greenpeace.de

Teleskop findet 600 mysteriöse Gammastrahlenquellen im All

Der Gammastrahlen-Himmel aus Sicht des Fermi-Weltraumteleskops. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | Copyright: NASA/DOE/Fermi/LAT Collaboration

Greenbelt/ USA - Wissenschaftler der NASA haben einen zweiten Datenkatalog der Himmelsdurchmusterung mit dem "Large Area Telescope" (LAT) an Bord des "Fermi Gamma-ray Space Telescope" veröffentlicht. Von 1873 hierbei entdeckten Gammastrahlenquellen sind 600 den Astronomen ein vollkommenes Rätsel und bislang weiß niemand, um was es sich überhaupt handelt.

"Das Fermi-Teleskop sieht Gammastrahlen, die aus Regionen im Himmel stammen, an welchen es eigentlich keine bekannten Objekte gibt, die diese Strahlen erzeugen", erläutert David Thompson, Fermi-Wissenschaftler am "Goddard Space Flight Center" der NASA.

Gammastrahlen sind Hinweise auf gewaltige Energieereignisse. Es handelt sich um eine hochenergetische Form von Licht, die von Quellen im Innern Schwarzer Löcher und explodierender Riesensterne. Sie sind derart energiereich, dass gewöhnliche Linsen und Spiegel, sie nicht exakt abbilden. Aus diesem Grund ist es selbst mit Gammastrahlenteleskopen meist nicht möglich, die Quellen exakt zu bestimmen.

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Von den entdeckten Gammaquellen konnten die Wissenschaftler mit großer Sicherheit rund zwei Drittel einem Himmelsobjekt, beispielsweise einen Pulsar oder Blazar, zuordnen. Das verbleibende Drittel wird von den Forschern als die "mysteriösen Quellen" bezeichnet, da ihm bislang keine Quellen zugeordnet werden können.

"Bei einigen dieser geheimnisvollen Quellen könnte es sich, so vermuten die Wissenschaftler, um Wolken aus Dunkler Materie handeln - etwas, was wir noch nie zuvor gesehen haben", spekuliert Thompson auf "science.nasa.gov".

Eine von 600 "mysteriösen Quellen" von Gammstrahlung im All. | Copyright: NASA/DOE/Fermi/LAT Collaboration

Wissenschaftler gehen davon aus, dass Dunkle Materie rund 85 Prozent der Masse im Universum ausmacht. Zwar wirkt Dunkle Materie aufgrund ihrer Masse, kann aber nur durch diese Schwerkraftwirkung nachgewiesen werden, da sie selbst kein Licht ausstrahlt oder streut. Mit optischen Teleskopen kann sie also nicht gefunden werden. Möglicherweise jedoch durch von ihr abgegebene Gammastrahlung. Diese, so vermuten einige Forscher, könnte entstehen, wenn zwei Antipartikel Dunkler Materie aufeinandertreffen und sich dabei gegenseitig auslöschen. Konzentrierte Wolken aus Dunkler Materie könnten also Gammastrahlenquellen erzeugen, wie sie mit Fermi entdeckt werden können.

Alternativ könnte es sich auch um miteinander kollidierende Galaxienhaufen handeln. Laut den Fermi-Wissenschaftlern könnten derartig gewaltige Ereignisse gewaltige Schockwellen verursachen, die Partikel enorm beschleunigen könnten. Möglich wären jedoch auch bislang gänzlich unbekannte Phänomene, die beispielsweise mit galaktischen Schwarzen Löchern im Zusammenhang stehen.

Zukünftig sollen die unbekannten Gammaquellen kontinuierlich beobachtet werden, um weitere Daten zur Überprüfung dieser Theorien zusammenzutragen

"Vielleicht wird sich nach eingehendem Studium auch zeigen, dass die Mehrzahl der mysteriösen Quellen doch noch bekannten Quellen zugeordnet werden kann. Dingen also, die wir zwar kennen aber noch nicht als solche erkannt haben - beispielsweise noch unbekannte Pulsare, binäre Sternensysteme oder Überbleibsel von Supernovae", so der Fermi-Chefwissenschaftler Peter Michelson von der "Stanford University".

"Natürlich hoffen auch wir, dass es irgendetwas wirklich Außergewöhnliches wie Dunkle Materie ist, aber zunächst müssen wir andere Möglichkeiten in Betracht ziehen", so Thompson. "Fermi ist eine immer noch andauernde Mission und wir werden weiterhin nach Antworten auf die entdeckten Rätseln suchen, die dann vielleicht sogar einige weitere Überraschungen offenbaren werden."

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov

"Oliver's Castle Video" von Kornkreis-Entstehung: Neue Ungereimtheit in Fälscher-Geständnis

Luftbild der Kornkreisformation von Oliver's Castle, entdeckt am 11. August 1996. | Copyright: LucyPringle.co.uk

Groningen/ Niederlande - Schon seit seiner Erstvorführung Mitte August 1996 in einem südenglischen Pub sorgt ein Video unter und Kornkreisforschern und -interessierten sowie unter Skeptikern für Interesse und ebenso kontroverse Diskussionen - zeigt es doch die Entstehung einer großen und geometrisch komplexen Kornkreisformation in einem Weizenfeld unter Beteiligung kleiner fliegender Lichtkugeln. Nachdem ein Jahr später ein Videobearbeitungsexperte erklärte, das Video gefälscht zu haben, wähnten sich Kornkreis-Skeptiker in ihrer allgemeinen Verneinung eines echten Kornkreisphänomens erneut bestätigt. Einige Kornkreisforscher sind jedoch bis heute von der Authentizität der Aufnahme überzeugt. Jetzt präsentiert der niederländische Kornkreisforscher Bert Janssen ein weiteres Indiz und offenbart eine schwerwiegende Ungereimtheit in den Aussagen des angeblichen Fälschers.

In seinem aktuellen Artikel fasst Bert Janssen (cropcirclesandmore.com) zunächst die Vorgeschichte kurz zusammen:

"Am Morgen des 11. August 1996 betrat ein Mann, der sich selbst John Weyleigh nannte, (den Pub) 'The Barge Inn' (in Honeystreet, Alton Barnes, Wiltshire) und zeigte einigen Anwesenden ein kurzes Video, das dann später als das 'Oliver's Castle Video' bekannt werden sollte. Weyleigh erzählte den Leuten im Pub, dass er die Nacht auf der historischen Hügelfestung Oliver's Castle verbracht hatte, am frühen Morgen aufwachte und kugelförmige Lichter (Balls of Light, BOLs) dabei beobachtet habe, wie diese über einem Feld unterhalb des Hügels schwebten. Noch aus seinem Schlafsack heraus will er dann diese Lichtkugeln, selbst noch auf dem Boden liegend, gefilmt haben.

Das Video selbst zeigt allerdings nicht nur die über das Feld fliegenden BOLs. Es zeigt auch, wie unterhalb der Flugbahnen der Lichtkugeln ein Kornkreis entsteht und es dauert nur wenige Sekunden, bis dieser Kornkreis vollendet ist. Ein wirklich erstaunliches Video! Ist es echt oder handelt e sich um eine aufwendige Fälschung? Seit diesem 11. August 1996 nehmen die Kontroversen um das Video zu und die Situation wurde umso problematischer, als John Weyleigh einige Wochen später spurlos verschwand."

Standbilder aus dem "Oliver's Catsle Video"

Das Video (leider kursieren im Netz nur sehr schlechte unkommentierte Versionen des Originalvideos)

Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten


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"Etwa ein Jahr später, entschuldigte sich ein Mann namens John Wabe in einem selbst gedrehten Homevideo vor der Welt und gesteht darin, dass er das Video hergestellt - gefälscht hatte. Auf der westlichen Gipfel der Anhöhe ließ er sch dazu von einem Freund filmen und erklärt vor laufender Kamera, dass er am frühen Sonntagmorgen, den 11. August 1996 mit dem Auto umhergefahren sei und dabei den Kornkreis in einem Feld unterhalb von Oliver's Castle entdeckt habe. Bei diesem Anblick entschied er sich spontan der Welt einen Streich zu spielen. Vom selben Ort, an dem er sich jetzt während seines Outings filmen ließ, habe er den Kornkreis gefilmt und sei mit der Aufnahmen nach Bristol geeilt, wo er die Lichtkugeln (und die Kornkreisentstehung) in das Video hineinmanipuliert habe. Danach, so behauptete Wabe weiter, sei er zurück nach Wiltshire gefahren, habe sich im 'The Barge Inn" als John Weyleigh ausgegeben und das Video gezeigt. Eine neue Kontroverse war geboren."

Doch Wabes "Geständnis" provozierte einige Fragen. "Eine davon war jene, wie es ihm möglich war die 'Lichtkugeln' in das Video in ein offenbar (von Hand gehaltenes und somit leicht verwackeltes) Video hinein zu editieren. Wie hat er also den Flug der Lichtkugeln an die Kamerabewegung angepasst? Selbst professionelle und erfahrene Video-Animations-Experten zeigten sich (damals) überrascht und erklärten, sie selbst hätten dazu einige Tage benötigt. Hier ist es wichtig zu bedenken, dass dies alles 1996 passierte – zu einer Zeit also, als die computergestützte Videobearbeitung noch in den Kinderschuhen steckte.

Wabes Erklärung hierfür war nahezu kindlich einfach: Der Kornkreis wurde mit einer Kamera aud einem feststehenden Stativ gefilmt. Es gab also gar keine Kamerabewegung. Die Lichtkugeln wurden also in dieses ('stille') Video eingefügt das Ergebnis dann auf eine Leinwand projiziert und erneut mit einer Freihand gehaltenen Kamera gefilmt und somit die natürlich wackelnde Kamerabewegung erzeugt. Eine offenbar sehr einfache und ebenso effektive Methode. Zugleich sind es aber auch genau diese Aussagen, die belegen, dass John Wabes Behauptungen nicht der Wahrheit entsprechen können."

Wabe rekonstruierte auch für US-Fernsehsender "National Geographic", wie er 1996 den Kornkreis al Vorlage für seine Fälschung mit einer auf einem Stativ befestigten Kamera, gefilmt haben will. | Quelle: Bert Janssen, cropcirclesandmore.com

Kronzeuge für die folgenden Darlegungen Janssens ist dann jedoch ein Stück des Originalvideos, welches nur in den wenigsten bekannten Versionen des OCV zu sehen ist. Dieses zeigt das Herauszoomen aus dem Kornkreisfeld und offenbart damit kurz vor Ende der Aufnahmen weitere Details der Landschaft am Morgen des 11. August 1996.

"Hierbei kommt ein Objekt in den Bildausschnitt, das direkt meine Aufmerksamkeit auf sich zog" so Janssen in seinem Artikel. "Zunächst dachte ich, dass es sich um ein Stativ mit einer Kamera handelt. Doch wie konnte das sein? John Weyleigh hatte nie von einem Stativ gesprochen und John Wabe hatte in seinem 'Geständnis' erklärt, er habe den Kornkreis mit seinem eigenen Stativ gefilmt. Von einer zweiten Kamera auf einem zweiten Stativ war dabei nie die Rede. Bei einer genaueren Betrachtung bemerkte ich dann, dass das Objekt keine Kamera auf seinem Stativ war, sondern, dass es sich um einen kleinen Baum handelt. Dieser Umstand schockierte mich noch mehr, wenn das zu diesem Zeitpunkt überhaupt möglich war."

Standbilder kurz vor Ende der OCV-Aufnahmen zeigen ein Objekt an der rechten Bildseite. | Quelle: Bert Janssen, cropcirclesandmore.com

"John Wabe hatte behauptet, dass er de Kornkreis mit einem Stativ auf dem Gipfel der Anhöhe von Oliver's Castle gefilmt hatte. Hier oben gibt es aber KEINE Bäume – und gab es auch 1996 nicht. Also entschied ich mich vor Ort einige Vergleichsfotos zu machen und diese mit dem Bildausschnitt des Videos zu vergleichen. Das Ergebnis war ein weiterer Schock! Der Blickwinkel von der Anhöhe ist nicht der, wie er im Video von 1996 zu sehen ist.

Aufnahmen vom Plateau der Anhöhe von Oliver's Castle in Richtung der darunter liegenden Felder. Diese Perspektive passt nicht zum Blickwinkel des Videos von 1996. | Quelle: Bert Janssen, cropcirclesandmore.com

"Jetzt war ich wirklich fasziniert und ich suchte nahezu den ganzen Hügel ab, um den genauen Punkt zu finden, von wo aus das Video 1996 gefilmt wurde. Nach einer Weile fand ich diesen Ort. Er befindet sich auf der nordwestlichen Hangseite der einstigen Hügelfestung einige Meter hangabwärts unterhalb des Pfades, der um den Hügelkuppe führt - und hier war nun auch, in geringem Abstand der Baum zu sehen! Von hier aus machte ich ein Foto in nur etwas mehr als 30 Zentimetern Höhe über dem Boden. Zuhause überprüfte ich meine Aufnahmen und stellte fest, dass ich zwar den richtigen Ort gefunden, aber die Kamera immer noch etwas zu hoch gehalten hatte. Die richtige Höhe, auf der 1996 die Kamera gehalten wurde, betrug also weniger als 30 Zentimeter über dem Boden. Die beste Art und Weise, wie diese Kameraposition erreicht werden kann ist jene, wenn man selbst auf dem Boden liegt."

Vergleichsaufnahmen von der nordwestlichen Hangseite und nur wenige Handbreit über dem Boden zeigen nun einen Blickwinkel, wie er mit dem des Videos von 1996 übereinstimmt - sowie den mittlerweile gewachsenen kleinen Baum. | Copyright/Quelle: Bert Janssen, cropcirclesandmore.com

Abschließend fasst Janssen die Ergebnisse dieser Untersuchung zusammen:

"Somit erhalten wir eine sehr interessante Situation.

1. Das Originalvideo (von 1996) wurde NICHT vom Gipfel der Anhöhe (von Oliver's Castle) aus gefilmt, wie es John Wabe (später) behauptet hatte und;

2. Die Kamera war unmittelbar über dem Boden positioniert und die Höhe zwischen Kamera und Boden ist für ein Stativ (wie es Wabe benutzt haben will) nicht ausreichend. Für eine Kamera auf einem Stativ war schlicht und einfach nicht genügend Platz. Die Kamera, die das Oliver's Castle Video am 11. August 1996 filmte, konnte nicht auf einem Stativ positioniert gewesen und musste (stattdessen) Freihand gehalten worden sein!

Beide Behauptungen von John Wabe - dass er das Video mit einer auf einem Stativ befestigten Kamera und vom Gipfel der Anhöhe aus gefilmt hatte, können einfach nicht der Wahrheit entsprechen!

Die Behauptung von John Weyleigh hingegen, er habe das Video gefilmt, als er selbst noch in seinem Schlafsack lag, hält der Überprüfung stand!"

"Die Untersuchungen von Bert Janssen sind ein sehr interessantes Indiz in der langen Reihe von Pro- und Contra-Argumenten im Falle des Oliver's Castle Video", kommentiert der deutsche Kornkreisforscher Andreas Müller (kornkreise-forschung.de) Janssens Entdeckung. Seit 1996 beschäftigt sich auch Müller, oft gemeinsam mit Janssen, mit den Ereignissen rund um das Video. "In den Aussagen von Wabe finden sich noch viele weitere Ungereimtheiten, so etwa die dass man die Felder am Fuße der Hügelfeste und somit auch das Feld des fraglichen Kornkreises von 1996 von gar keiner Straße aus einzusehen ist. Bert Janssens Analyse fügt der Kontroverse, die auch in meinen und in den Augen vieler unserer Kollegen noch lange nicht ausführlich aufgeklärt ist, ein wichtiges Puzzleteil hinzu."

Janssen und Müller selbst gehören zu jenen Kornkreisforschern, die das Video weiterhin für "wahrscheinlich authentisch" halten. "Es gibt einfach zu viele offene Fragen, wie sie durch Wabes 'Geständnis' nicht beantwortet werden", so Müller. "Zudem zeigt das Video genau das, was andere Zeugen schon zuvor und auch danach an anderen Orten gesehen hatten, wenn sie das Glück hatten, eine Kornkreisentstehung selbst und direkt Beobachten zu können. Im schlechtesten Fall handelt es sich um eine wirklich gelungene Illustration ähnlicher Beobachtungen glaubhafter Zeugen der Entstehung 'echter' (also nicht von Menschen mechanisch erzeugter und damit gefälschter) Kornkreise."

- Den vollständigen Artikel von Bert Janssen (im engl. Original) mit weiteren Abbildungen - auch in Originalgröße - finden Sie HIER

Bücher zum Thema:

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Quellen: cropcirclesandmore.com / grenzwissenschaft-aktuell.de
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