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Montag, 7. November 2011

Asteroiden-Durchflug: Könnte "2005 YU55" den Mond treffen und zerstören?

Radaraufnahme des erdnahen Asteroiden "2005 YU55" beim Vorbeiflug an der Erde am 19. April 2010. Der damalige Abstand von der Erde entsprach noch 2,4 Millionen Kilometer. | Copyright: Arecibo Observatory/Michael Nolan

Washington/ USA - Kaum sind die Reste des Kometen Elenin, von dem einige befürchtete hatten, seine Kraft könnten sich schädigend auch auf das innere Sonnensystem auswirken (...wir berichteten), wieder im All verschwunden, kündigt sich weiterer kosmischer Besuch an: Am Dienstag und Mittwoch wird der große Asteroid "2005 YU55" das Erde-Mond-System durchfliegen und dabei die Erde um lediglich - wenn auch sichere - 324.600 Kilometer verfehlen. Während die Erde also mit einer Art kosmischen Streifschuss davonkommt, kommt der rund 400 Meter große Asteroid dem Mond hingegen deutlich näher. Zu Spekulationen darüber, der Mond könne von dem Asteroiden getroffen oder gar zerstört werden, hat sich nun auch ein Experte der NASA geäußert.

Seit 35 Jahren ist kein Asteroid von vergleichbarer Größe der Erde so nahe gekommen wie "2005 YU55". Während die dichteste Annäherung des Asteroiden an unseren Planeten immerhin noch rund 325.000 Kilometern und damit der 0,85-fachen Entfernung zwischen Erde und Mond entspricht, kommt er dem Erdtrabanten mit 239.000 Kilometern Distanz nach bisherigen Berechnungen schon deutlich näher.

Schon mehren sich gerade in Internetforen Spekulationen, dass schon leichte Veränderungen der Bahn des Asteroiden diesen auf Kollisionskurs mit dem Mond bringen könnten. Besonders befeuert wurden entsprechende Befürchtungen durch den US-Astronom und prominenten Vertreter von Theorien um künstliche Strukturen auf Mond und Mars, sowie zahlreicher Verschwörungstheorien rund um die US-Raumfahrt (enterprisemission.com), in einem Radiointerview mit dem US-Privatsender "Revolution Radio" (freedomslips.com/revolutionradio), der sich auf nicht weitere genannte Insider-Quellen beruft, wonach selbst Militärs, Regierungen und Wissenschaftler eine Kollision des Asteroiden mit dem Mond nicht ausschließen wollen bzw. können.

Die Sendung mit Richard C. Hoagland über Elenin und YU55

Klicken Sie auf die Bildmitte, um die Videoversion des Sendungsmitschnitts zu starten


Auf entsprechende Befürchtungen hat nun auch die NASA reagiert. Gegenüber 
"LifesLittleMysteries.com" erklärte der Direktor des "Near-Earth Object Program Office" der NASA, Don Yeomans, das "2005 YU55" den Mond nicht treffen werde.

Dennoch spielt der NASA-Wissenschaftler ein entsprechendes Szenario gedanklich durch und erläutert zu einem hypothetischen Zusammenstoß des Asteroiden mit dem Mond: "Es wäre ganz sicherlich ein sehr bedeutendes Ereignis, aber der Zusammenstoß würde den Mond in keinster Weise in seiner stabilen Bahn um die Erde verändern. Allerdings gäbe es einen bedeutenden Krater von mindestens vier Kilometern Durchmesser." (Zumindest darin stimmt Yeomans mit Hoagland, der zudem einen Zusammenstoß des Asteroiden mit der Erde kategorisch ausschließt - s. Video/Radiomitschnitt- überein.) "Doch obwohl das natürlich ein ziemlich großer Krater wäre, wäre er im Vergleich zu anderen Mondkratern wiederum relativ klein, wenn beispielsweise der größte Einschlagskrater auf dem Mond, das Südpol-Aitken-Becken rund 2.500 Kilometer misst."

Der Treffer eines 400-Meter-Asteroiden würde allerdings genügend Staub und Trümmer mit ausreichender Geschwindigkeit losschlagen, als dass eine kleine Menge davon auch der Anziehungskraft des Mondes entkommen und die Erde erreichen könnte. Während der Großteil dieses Materials in der Erdatmosphäre verglühen würde, könnten einige Fragmente jedoch auch die Erdoberfläche erreichen, so Yeomans.

Um unseren Mond zu zerstören und die Erde mit gewaltigen Mondbruchstücken zu gefährden, müsste ein Asteroid annähernd die gleiche Größe wie der Erdtrabant selbst besitzen. "Bislang kennen wir keine Asteroiden, die so groß sind, dass sie eine solche Wirkung haben könnten. Die größten bekannten Asteroiden sind acht Kilometer groß."

Abschließend betont Yeomans erneut, dass angesichts "2005 YU 55" aus den bislang vorliegenden Radardaten zur Flugbahn des Asteroiden keine Hinweise auf die Gefahr eines Zusammenstoßes, weder mit der Erde noch mit dem Mond, hervorgehen. Auch Hoagland bemüht sich in seinen Aussagen klar zu stellen, dass seine Informanten lediglich von der "Möglichkeit" eines solchen Szenarios sprechen. Spätestens am kommenden Donnerstag wissen wir mehr...

Seine geringste Entfernung zur Erde wird "2005 YU55" am in der Nacht vom 8. auf den 9. November 2011 um 00:28 Uhr erreichen - den geringsten Abstand zum Mond am 9. November um 08:13 Uhr.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / lifeslittlemysteries.com / freedomslips.com/revolutionradio

US-Disclosure-Petition: Obama-Administration nimmt Stellung zu UFOs und Außerirdischen

Screenshot der Disclosure-Petition | Copyright: whitehouse.gov

Washington/ USA - Nachdem eine vom dem Disclosure- und Exopolitik-Lobbyisten Steve Bassett von der "Paradigm Research Group" eingereichte Online-Petition genügend Stimmen für eine formelle Antwort der US-Regierung zusammentragen konnte (...wir berichteten), hat sich die Obama-Administration nun offiziell zu der Forderung der Petition um eine Veröffentlichung des - angeblich geheimen - Wissens der US-Regierung geäußert.

Die Reaktion des politischen Sprechers des Weißen Hauses in Weltraum- und Raumfahrtangelegenheiten Phil Larson vom wissenschaftlich-technologischen Stab von US-Präsident Barack Obama veröffentlichen wir hier zunächst unkommentiert:

Phil Larson | Copyright/Quelle: whitehouse.gov

"Vielen Dank für Ihre Unterzeichnung der Petition, welche fordert, dass die Obama-Administration die Anwesenheit Außerirdischer auf der Erde zugibt.

Die US-Regierung hat keine Beweise dafür, dass irgendeine Form von Leben jenseits unseres Planeten existiert oder, dass eine außerirdische Präsenz auch nur ein einziges Individuum der menschlichen Rasse kontaktiert hat. Zudem gibt es keine glaubwürdigen Informationen darüber, dass entsprechende Beweise vor der Öffentlichkeit verborgen werden.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Frage nach Leben jenseits unseres Planeten nicht diskutiert oder erforscht wird. Tatsächlich gibt es eine Vielzahl von Projekten, die sich dem Ziel widmen, zu ergründen, ob es auch fern der Erde Leben geben kann und gibt.

Im Folgenden seien einige Beispiele hierfür genannt:

- SETI, die Suche nach außerirdischer Intelligenz (Search for ExtraTerrestrial Intelligence) wurde ursprünglich mit Hilfe der NASA durchgeführt, wird mittlerweile jedoch von anderen privaten Quellen finanziert und betrieben. Die Hauptaufgabe von SETI liegt darin, als gigantisches Ohr der menschlichen Rasse zu fungieren, indem Anordnungen von erdgestützten Teleskopen ins All gerichtet werden, um hier nach Signalen anderer Welten lauschen.

- 'Kepler' ist ein NASA-Raumschiff in einer Umlaufbahn der Erde (um die Sonne), dessen Hauptziel es ist, erdähnliche Planeten zu suchen. Ein solcher Planet müsste sich in der sogenannten habitablen Zone um einen fernen Stern befinden, innerhalb derer es nicht zu heiß und nicht zu kalt ist, damit er potentiell für Leben, wie wir es von der Erde kennen, geeignet ist. Die Kepler-Mission ist speziell dafür ausgelegt, in der Milchstraße erdgroße Felsplaneten innerhalb oder nahe der 'habitablen Zone' eines Sterns zu entdecken.

- Das 'Mars Science Laboratory' (Curiosity), ist ein kleinwagengroßer Rover der NASA, der schon bald zum Mars starten wird und Gestein, Bodenproben und andere geologische Strukturen untersuchen soll, um darin nach den Bausteinen des Lebens (beispielsweise Kohlenstoff) zu suchen, um damit einschätzen zu können, wie die Umwelt des Mars in der Vergangenheit beschaffen war und ob sie Leben beherbergt hatte.

Zuletzt sei darauf hingewiesen, dass sich viele Wissenschaftler und Mathematiker auf statistischer Grundlage mit der Frage beschäftigt haben, ob Leben jenseits der Erde existiert und dabei zu der Schlussfolgerung gekommen sind, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass es unter den Aberbillionen von Sternen im Universum weitere Planeten wie die Erde gibt, die Leben beheimaten.

Viele (dieser Wissenschaftler) haben aber auch darauf hingewiesen, dass zugleich die Wahrscheinlichkeit, dass wir jemals mit irgendeiner Form dieses Lebens - insbesondere mit intelligenten Spezies – in Kontakt kommen, aufgrund der gewaltigen Entfernungen (zu diesen Welten) extrem gering ist.

Doch alles dies ist reine Statistik und Spekulation. Tatsache ist, dass wir keine glaubwürdigen Beweise für die Anwesenheit Außerirdischer hier auf der Erde haben."

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- Die Petition und die formelle Reaktion im Original finden Sie HIER

...weitere Informationen, sowie Berichte über Reaktionen auf diese formelle Antwort werden folgen...

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / whitehouse.gov
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