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Montag, 14. November 2011

Studie: Seelenzustand von Schwangeren wirkt sich auf Ungeborene aus

Archiv: Schwangere Frau | Copyright: Ken Hammond (USDA)

Irvine/ USA - Dass Ungeborene zahlreiche Informationen und Signale der körpereigenen Biochemie der Mutter aber auch - etwa in Form von Musik und Sprache - über das gemeinsame Umfeld wahrnimmt und dass sich diese nicht nur auf den Fötus im Mutterleib sondern auch auf die spätere Entwicklung des Kindes auswirken kann, ist medizinisch bewiesen. Die Ergebnisse einer neuen Studie von US-Psychologen legen nun auch nahe, dass der Fötus auch den mentalen Zustand der Mutter wahrnimmt und sich dieser auch auf das Kind und dessen Entwicklung auswirkt.

Wie die Forscher um Curt A. Sandman, Elysia P. Davis, und Laura M. Glynn von der "University of California" aktuell im Fachjournal "Psychological Science" der "Association for Psychological Science" schildern, können sich beispielsweise Depressionen während der Schwangerschaft auf die spätere Entwicklung des geborenen Kindes auswirken.


Während die gravierenden Folgen von Rauchen und Alkoholkonsum während der Schwangerschaft offenkundig und allgemein bekannt sind, zeigten schon zuvor Studien von Kindern, die während des Hungerwinters in den Niederlanden 1944 geboren wurden, dass Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft hungern mussten, ein höheres Risiko aufwiesen, später an Fettleibigkeit und Diabetes zu erkranken.

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In ihrer aktuellen Studie haben Sandman, Davis und Glynn untersucht, inwieweit sich auch der mentale Zustand von Müttern während der Schwangerschaft auf den sich entwickelnden Fötus auswirken kann. Hierzu untersuchten sie Schwangere auf Depressionen vor und nach der Geburt und unterzogen die von diesen Frauen geborenen Babys nach der Geburt medizinischen Untersuchungen, um anhand dieser die weitere Entwicklung der Kinder genau verfolgen und abgleichen zu können.


Das Ergebnis: Die beste Entwicklung fanden die Wissenschaftler bei jenen Kindern, deren Mütter sowohl vor als auch nach der Geburt ähnliche Zustände aufzeigten, ganz gleich, ob mit oder frei von Depressionen. Die Kinder jener Mütter, deren Seelenzustand vor der Geburt sich von jenem danach unterschied, zeigten eine verlangsamte Entwicklung. "Die Stärke dieser Entdeckung, hat uns zugegebener Weise alle überrascht", so Sandman.

"Eine rein klinische Interpretation der gewonnenen Ergebnisse wäre jene, dass wenn eine Mutter vor der Geburt depressiv ist, man im Interesse des Kindes nicht darum bemüht sein sollte, diesen Zustand noch vor der Geburt zu beheben. Eine wesentlich sinnvollere Vorgehensweise währe aber natürlich, Frauen wegen Schwangerschaftsdepressionen psychologisch zu betreuen", so Sandman. Das Problem sei jedoch, dass nur die wenigsten schwangeren Frauen auf dieses Krankheitsbild hin untersucht geschweige denn psychologische betreut und behandelt werden, da Langzeitdepressionen zu neurologischen und psychiatrischen Krankheiten führen können.

In einer weiteren Studie wiesen die Forscher nach, dass Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft verängstigt und überbesorgt waren - ein Zustand, der oft mit Depressionen einhergeht - Unterschiede in der Hirnstruktur aufweisen. Hier seien nun jedoch weitere jahrzehntelange Langzeitstudien notwendig, um herauszufinden, wie sich eine Depression der Mutter auf die langfristige Gesundheit des Kindes auswirkt.

"Wir glauben, dass der menschliche Fötus eine aktiven Part in seiner eigenen Entwicklung spielt und hierzu zahlreiche Informationen für das Leben nach der Geburt sammelt", so Sandman abschließend. "Hierzu nutzt der Fötus eine Vielzahl von Informationen, die ihm seine Mutter (auf unterschiedlichen Ebenen) zur Verfügung stellt."

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Quellen. grenzwissenschaft-aktuell.de / psychologicalscience.org

Deutsche UFO-Forscher verabschieden Grundsätze redlicher wissenschaftlicher Praxis in der Erforschung des UFO-Phänomens

Seitenauszüge des Fragebogens für UFO-Zeugen | Copyright/Quellen: ufo-forschung.de

Lüdenscheid/ Deutschland - Seit dem Jahr 2008 war unter Beteiligung vieler Personen aus verschiedenen deutschen UFO-Gruppen ein Projekt in Arbeit, das zum Ziel hat, in Deutschland erstmals Grundsätze für ein verantwortliches, an geeignete wissenschaftliche und ethische Maßstäbe angelehntes Handeln bei der Untersuchung des UFO-Phänomens auszuformulieren. Begonnen wurde dabei nicht bei Null, sondern es flossen verschiedene Arbeiten in das Papier ein: bestehende Arbeitsnormen für die Tätigkeit als Wissenschaftler, existierende Verhaltensregeln für UFO-Fallermittler aus dem Ausland und ethische Richtlinien für die Untersuchung anderer anomalistischer Spontanphänomene. Diese Quellen dienten als Vorbild für die Entwicklung von Forschungsgrundsätzen speziell für die UFO-Forschung in Deutschland.

"Verantwortliches Handeln in der UFO-Forschung betrifft die Aspekte der allgemeinen Forschungspraxis, der Kollegialität und Kooperation, der Diskussionskultur, der Sicherung und Aufbewahrung von Daten, der Publikation von Ergebnissen, den Umgang mit Erfahrungsmeldern sowie das Verhalten gegenüber der Öffentlichkeit. Genau diese Aspekte unserer Arbeit sollten forscherischen Grundsätzen unterworfen werden", erläutert Danny Ammon, 2. Vorsitzender der "Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens e.V." (GEP, ufo-forschung.de) die verabschiedeten Grundsätze.

Logo der GEP | Copyright: GEP, ufo-forschung.de

Die Entwicklung solcher Forschungsgrundsätze habe nun "einen ersten Meilenstein genommen: Sie sind inzwischen so weit vervollständigt, dass der GEP-Vorstand beschlossen hat, die Grundsätze erstmals zu veröffentlichen und sich gleichzeitig dazu zu bekennen, dass die Arbeit in der GEP nach genau diesen Grundsätzen erfolgt."

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Zugleich erging auch an die Vorstände der anderen deutschsprachigen UFO-Organisationen und alle deutschsprachigen Untersucher des UFO-Phänomens die Einladung, die Forschungsgrundsätze zu studieren und sich ebenfalls zu einem verantwortlichen Handeln in der UFO-Forschung zu bekennen. Dies soll zukünftig auch gemeinsame Weiterentwicklungen des Textes ermöglichen.

"Wir hoffen, dass wir mit dem Erreichen dieses Meilensteins des Projekts 'UFO-Forschungsgrundsätze' einen Beitrag für gemeinsam und gruppenübergreifend erfolgende Bemühungen um eine seriöse, an allgemeingültigen, methodisch erarbeiteten Erkenntnissen orientierte Erforschung des UFO-Phänomens leisten können, bei denen Transparenz, Kooperation und der Schutz von Erfahrungsmeldern im Vordergrund stehen", so Ammon.


Logo der DEGUFO | Copyright: DEGUFO, degufo.de

Tatsächlich erkannte schon wenige Minuten nach der Veröffentlichung der Grundsätze redlicher wissenschaftlicher Praxis in der Erforschung des UFO-Phänomens durch die GEP auch die "Deutschsprachige Gesellschaft für UFO-Forschung e.V." (DEGUFO, degufo.de) diese Grundsätze im vollen Umfang an.

“Es ist richtig und wichtig, dass diese Grundsätze erstellt wurden, da es einige in der Szene leider nicht schaffen, Selbstverständlichkeiten anzuwenden. Die Forschungsgrundsätze zielen aber nicht nur auf den gegenseitigen Umgang miteinander ab, sondern regeln auch den Umgang mit Sichtungszeugen und der Dokumentation der gewonnenen Daten von UFO-Sichtungsberichten. Es ist also auch ein Schritt in die Vereinheitlichung und Setzung von Standards in der UFO-Forschung und somit ein Schritt in die richtige Richtung”, heißt es in einem dazu veröffentlichen Beitrag auf der DEGUFO-Homepage.

- Die Schrift "Grundsätze redlicher wissenschaftlicher Praxis in der Erforschung des UFO-Phänomens" können Sie HIER als PDF herunterladen.

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Bücher zum Thema:

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Quellen: ufo-forschung.de / degufo.de / grenzwissenschaft-aktuell.de

Erdnaher Asteroid: NASA veröffentlicht Radar-Film von 2005 YU55

Das Goldstone-Radarbild des Asteroiden "2005 YU55" vom 7. November 2011. | Copyright: NASA / JPL-Caltech

Pasadena/ USA - Nachdem der erdnahe Asteroid "2005 YU55" vergangenen Woche das Erde-Mond-System noch innerhalb der Mondbahn durchkreuzte, ohne dass der kosmische Brocken von rund 400 Metern Größe weder die Erde noch den Mond traf (...wir berichteten 1, 2), hat die NASA neue Aufnahmen, darunter auch eine Einzelbildanimation der Radaraufnahmen des Asteroiden veröffentlicht. Diese zeigen neben der Rotation des Körpers auch Oberflächenstrukturen.

Die Bilder des Radarfilms selbst stammen von Beobachtungen des Asteroiden mit der Antenne des "Deep Space Network" der NASA in Goldstone, Kalifornien, die am 7. November 2011 zwischen 11:24 Uhr und 2:24 Uhr Ortszeit gemacht werden konnten, als "YU55" noch rund 1,4 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt war. Seine dichteste Annäherung an die Erde erreichte der Asteroid mit 324.600 Kilometern.


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Jedes Einzelbild des Videos stellt eine Bewegungsdauer des Asteroiden von rund 20 Minuten dar. Insgesamt hat der Asteroid eine Eigenrotationszeit von rund 18 Stunden. Die Aufnahmen zeigen Details der Asteroidenoberfläche mit einer Auflösung von 4 Metern pro Pixel. "Der Vorbeiflug von '2005 YU55' hat uns eine gewaltige Datenmenge beschert, die wir derzeit immer noch auswerten", erläutert der Goldstone-Radar-Astronom Lance Benner vom "Jet Propulsion Laboratory" (JPL) der NASA. "Die Filmsequenz zeigt erstaunliche Details und Hinweise auf Aushöhlungen, einen Grat entlang des Äquators des Asteroiden und zahlreiche Strukturen, bei denen es sich wahrscheinlich um großes Geröll handelt."

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov
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