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Montag, 12. Dezember 2011

Zwei Kornkreise im Winter in Mexiko und England

Luftbild: Kornkreisformation nahe Tlapanaloya in Mexiko. | Copyright/Quelle: Tercer Milenio, jaimemaussan.tv

Saarbrücken/ Deutschland - Kornkreise im hiesigen Winter sind an und für sich schon eine seltene Erscheinung und finden sich zu dieser Jahreszeit für gewöhnlich in südlichen Gefilden. Während die Ende November entdeckte Kornkreisformation tatsächlich auch in Mexiko gefunden wurde, befindet sich die andere jedoch in einem Feld im klassischen Kornkreis-Mutterland England. Hierbei dürfte es sich um den bislang spätesten Kornkreis handeln, der je in der südenglischen Grafschaft Wiltshire entdeckt wurde.


"Während es sich bei den bislang in Mexiko seit 1977 dokumentierten Kornkreisen lediglich um relativ einfache Einzelkreise und Kreis-Ringformationen gehandelt hatte, stellt die neue Formation Mexiko die bislang erste geometrisch komplexere, abbildhafte Kornkreisformation in dem nordamerikanischen Land dar, die bislang entdeckt wurde", kommentiert der deutsche Kornkreisforscher Andreas Müller die Entdeckung, der mit "ICCA – The International Crop Circle Archive" (kornkreise-forschung.de) eines der weltweit umfangreichsten Archive zum Thema führt.

Entdeckt wurde die Kornkreisformation am 23. November 2011 bei Erntearbeiten in einem Haferfeld nahe Tlapanaloya im mexikanischen Bundesstaat Mexico – leider erst, nachdem bereits kleinere Außenelemente der Formation geerntet und somit zerstört worden waren. Die verbliebenen Muster im Feld umfuhr der Mähdrescher dann jedoch und so ziehen sie seither zahlreiche Schaulustige an.

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Neben dem sechsternförmigen Hauptmuster befinden sich drei weitere kleinere Kreise, eine Halbmondform, sowie ein Muster, das an einen Kometen erinnert (Kreis mit Spitze).

Während einige Aussagen von Anwohnern schwer zu überprüfen sind, wenn beispielsweise Ebodio Ramirez trotz zahlreicher brauner Nachbarfelder und der fortgeschrittenen Erntearbeiten erklärt, das Getreide sei kurz zuvor noch grün und frisch - dann plötzlich jedoch trocken gewesen, bemühen sich andere um eine symbolisch-astronomische Deutung des Musters. Wiederum andere Anwohner verweisen auf UFO-Sichtungen über der Gegend in den Tagen und Wochen zuvor, wie sie beispielsweise am 11. November, die auch der lokalen Polizei gemeldet wurde. Das unbekannte Flugobjekt wurde daraufhin auch von Polizisten selbst gesehen und von dem Polizeibeamten Toribio Hernandez als "riesiges, helles Objekt von etwa einem Kilometer Größe" beschrieben. Einen direkten Zusammenhang zur Entdeckung der Kornkreisformation am 23. November 2011 ist jedoch nicht belegt.

Die Kornkreisformation von Tlapanaloya in der Gesamtansicht aus der Luft. | Copyright/Quelle: Tercer Milenio, jaimemaussan.tv


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Am 8. Dezember 2011 wurde dann die wohl späteste Kornkreisformation Englands in einem als sogenannter Beetle Bank stehen gelassenen Feldstreifen auf dem Roundway Hill, nahe Devizes in der südenglischen Grafschaft Wiltshire entdeckt. Solche Streifen - entweder das sonstig geerntete Sommergetreide oder bestehend aus einer Mischsaat von Getreide, Blumen und Gräsern - werden für gewöhnlich im Rahmen der biologischen Schädlingsbekämpfung und Winterpflege von Insekten, Vögeln und Wildtieren angepflanzt bzw. bei der Ernte stehengelassen.

Kardioider Kornkreis auf Roundway Hill in Wiltshire, entdeckt am 8. Dezember 2011. | Copyright/Quelle: cropcirceconnector.com

Das vergleichsweise kleine Muster stellt den kardioiden Hauptkörper einer sogenannten Mandelbrotmenge dar, einem Fraktal, das eine bedeutende Rolle in der Chaosforschung spielt, sich aber auch als Eigenform der sogenannte Herzkurve (Kardioide) in frühgeschichtlichen Darstellungen findet und auch schon zuvor als Kornkreise in Erscheinung getreten war.

Geometrisch-mathematische Darstellung der Herzkurve. | Copyright: Public Domain

Die Kardioide als Hauptkörper der Mandelbrotmenge (Copyright: Firin Da Lazor / cc-by-sa 3.0)...

...und als Kornkreismuster, 1991 bei Ickleton in Cambridgeshire. | Copyright: George Wingfield

Kornkreis auf Roundway Hill in Wiltshire, entdeckt am 8. Dezember 2011. | Copyright/Quelle: cropcirceconnector.com

Da das genaue Entstehungsdatum der Formation nicht bekannt ist und erste Gerüchte davon sprechen, dass der Kornkreis schon einige Zeit länger auf Roundway Hill zu sehen sein soll, ist eine Beurteilung der ursprünglichen Qualitäten wahrscheinlich nicht mehr möglich. Noch im Sommer wurden unterhalb und auf dem Roundway Hill bereits zwei Kornkreise entdeckt (...wir berichteten). Die immer noch sichtbaren Reste eines dieser beiden Muster sind auf dem folgenden Luftbild noch immer noch zu erkennen.

Luftbildpanorama des Roundway Hill mit den charakteristischen Kreidepferd (l.), den Resten des Sommer-Kornkreises im mittigen grünen Feld auf dem Hügel und dahinter dem Winter-Kornkreis in der "Beetle Bank" (Pfeil). | Copyright/Quelle: cropcirceconnector.com

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / kornkreise-forschung.de / jaimemaussan-tv / cropcircleconnector.com

Studie: Brutale Videospiele verändern Hirnfunktionen

Die fMRT-Aufnahmen der beiden Gruppen belegen einen Rückgang der Hirnaktivität durch exzessives Spielen gewaltverherrlichender Videospiele (s. Abb. m. u.). Klicken Sie auf die Abbildung, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen. | Copyright/Quelle: medicine.iu.edu

Indianapolis/ USA - Nach einer Woche intensiven Spielens gewaltverherrlichender Videospiele konnten US-Neurologen bei jungen Männern verstärkt neurologische Veränderungen von Aktivitäten in jenen Hirnregionen nachweisen, die mit kognitiven Funktionen und emotionaler Kontrolle assoziiert werden.

Wie die Wissenschaftler um Dr. Yang Wang von der University School of Medicine auf dem Jahrestreffen der Radiological Society of North America berichteten, untersuchen sie schon seit rund zehn Jahren in experimentellen Studien die Auswirkungen gewaltverherrlichender Video- und Computerspiele und glauben nun belegen zu können, dass die Spiele tatsächlich anhaltende negative neurologische Auswirkungen auf Vielspieler haben.

"Zum ersten Mal haben wir anhand einer Gruppe zufällig ausgewählter junger Erwachsener zeigen, dass bestimmte frontale Hirnregionen nach einer Woche des Spielens entsprechender Videospiele deutlich weniger Aktivität aufweisen", so Wang. "Die auf diese Weise beeinflussten Hirnregionen sind für die Kontrolle von Emotionen und aggressivem Verhalten verantwortlich."

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Für die Studie wurden 29 gesunde junge männliche Erwachsene im Alter von 18 bis 29 Jahren mit keiner oder nur geringer Spielerfahrung bezüglich gewaltverherrlichender Videospiele ausgewählt und nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen zu jeweils 14 Personen aufgeteilt. Dann wurden die Mitglieder der einen Gruppe dazu angehalten eine Woche lang jeden Tag mindestens 10 Stunden mit dem Spielen eines sogenannten Ego-Shooter-Spiels zu verbringen und daraufhin eine Woche lang nicht mehr zu spielen. Die zweite Gruppe, die Vergleichsgruppe, wurde angehalten während der ganzen zwei Wochen keinerlei Videospiele zu spielen.

Jeder der 28 Probanden wurde jeweils zu Beginn, dann nach der ersten Woche und wiederum nach Ablauf der zweiten Woche der "Spielphase" einer fMRT-Untersuchung unterzogen, während derer sie durch Drücken einen Knopfes Wörter, die auf einem Bildschirm in einer bestimmten Farbe dargestellt wurden, zu bestätigen. Bei dieser Aufgabe wurden immer wieder Wörter mit gewalttätigem Inhalt unter nicht-gewalttätige Wörter gemischt. Zusätzlich mussten die Probanden einem kognitiven Hemmschwellentest unterzogen.

Die Ergebnisse nach der ersten Woche zeigten, dass die Mitglieder der Spieler-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich weniger Aktivitäten während der Tests im linken inneren Frontallappen und wenige Aktivität im präfrontalen Cortex aufwiesen. Nachdem die Gruppe der Spieler danach eine Woche den "Ballerspielen" entsagt hatten, näherten sich die Aktivitätsmuster in den entsprechenden Regionen wieder denen der Mitglieder der Kontrollgruppe an.

Das Signet der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) für Videospiele ohne Jugendfreigabe. | Copyright: usk.de

Ein wichtiger Punkt, der die aktuelle Studie von früheren Untersuchungen unterscheidet, ist der Umstand, dass die Testphase nicht in einem Labor, sondern von den Spielern in ihrer "natürlichen Umgebung" (vornehmlich zuhause) stattfand.


"Diese Ergebnisse", so zeigt sich Wang besorgt, "legen Langzeiteffekte (durch das Spielen entsprechender 'Games') auf die Hirnfunktion nahe. Diese Effekte könnten sich bei dauerhaftem Spielen auch in Form von Verhaltensveränderungen auswirken."

Ob eine vergleichbare Auswirkung auch durch das exzessive Spielen gewaltfreier Videospiele ausgelöst wird, geht indes aus der Studie von Wang und Kollegen nicht hervor.

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