Mittwoch, 11. Januar 2012

Parapsychologie-Pionier William G. Roll verstorben

Dr. William G. Roll (1926-2012) | Copyright: bltresearch.com

Normal/USA - Im Alter von 85 Jahren ist am vergangenen Montag einer der führenden Parapsychologen unserer Zeit, Dr. William G. Roll, verstorben. Roll war besonders für seine Theorie über Poltergeistphänomene als eine Form wiederkehrender spontaner Psychokinese bekannt und noch bis ins hohe Alter mit der Erforschung paranormaler Phänomene vor Ort beschäftigt.

Der 1926 in Deutschland geborene Wissenschaftler, zog 1946 von Dänemark in die USA wo er an der University of California in Berkeley seinen Bachelor in Philosophie und Psychologie erlangte, bevor er sich acht Jahre lang an der Oxford University dem Studium und Forschungen auf dem Gebiet der Parapsychologie widmete. Während dieser Zeit avancierte Roll zum Präsidenten der "Oxford University Society for Psychical Research".

Danach arbeitete er auf Einladung des Parapsychologen J. B. Rhine bis 1964 am "Parapsychology Laboratory" der Duke University und wurde hier zum Präsidenten der the Parapsychological Association.

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Während dieser Zeit begann Roll gemeinsam mit Rhine und dem Parapsychologen J. G. Pratt ab 1958 seine Theorie der "Recurrent Spontaneous Psychokinesis" (RSPK), einer Form wiederkehrender spontaner Psychokinese als Erklärung für Poltergeistphänomene und prägte damit die Betrachtung und Bewertung dieser Spukerscheinungen durch viele ihm folgende Parapsychologen bis heute.

Statt eines intelligenten übersinnlichen Geistes, stellt die RSPK-Theorie entsprechende Phänomene also als mentale Projektion von vornehmlich in ihrer Persönlichkeit gespaltener Pubertierenden dar, die sich in den entsprechend beobachteten und beschriebenen psychokinetischen Phänomenen, also dem Bewegen und Steuern von Gegenständen und Hervorrufen ähnlicher Phänomene (Klopfgeräusche usw.), "entladen".

1961 wurde Roll Direktor der Psychical Research Foundation (PRF) an der Duke University. Seinen Doktortitel erlangte Roll 1989 an der Universität von Lund und lehrte weiterhin bis 2007 an der University of West Georgia. 1996 erhielt er den "Parapsychological Award for a Distinguished Career in Parapsychology" und 2002 den "Dinsdale Memorial Award" der "Society of Scientific Exploration". Seine letzten Forschungen führten Roll zu der Theorie, dass die Quelle übersinnlicher Phänomene in einer Kombination von quantenmechanischen und neurowissenschaftlichen Phänomenen.

Der bekannteste von Roll selbst untersuchte Spukfall war jener des sogenannten "Columbus Poltergeists". Hierbei entstanden eine Vielzahl bemerkenswerter Fotos von spontaner Telekinese im Zuhause der im Mittelpunkt der Vorfälle stehenden Teenagerin Tina Resch in Columbus im US-Bundesstaat Ohio.

Einer der von Roll zuletzt untersuchten paranormalen Fälle sind die Vorgänge und zahlreichen Phänomene rund um den Niederländer Robbert van den Broeke, auf dessen Fotoaufnahmen schon seit Jahren Abbilder (verstorbener) Personen, Gegenständen und "Wesen" erscheinen. Trotz zahlreicher Angriffe und Beschuldigungen von Skeptikern, dass Robbert diese Aufnahmen manipulieren und fälschen würde, konnten ihm entsprechende Handlungen bislang noch nie nachgewiesen werden. Zudem gibt es zahlreiche Forscher, darunter nicht zuletzt auch Dr. Roll, die die Ereignisse um v/d Broeke aus eigener direkter Erfahrung bestätigen können. Auch bei seinen Besuchen und Experimenten mit Robbert van den Broeke im Herbst 2008 stellten sich in direkter Anwesenheit von Roll die "Erscheinungen" auf Robberts Fotoaufnahmen ein. Für die auf den Aufnahmen zu sehenden Abbildungen von Personen fand Roll während seines Aufenthaltes bei Robbert van den Broeke keine Hinweise auf Schwindel oder Fälschungen.

- Eine ausführliche Beschreibung und Diskussion der Erscheinungen auf den Fotos von Robbert van den Broeke finden Sie HIER. Die Aufnahmen, die während Rolls Besuch 2008 entstanden finden sie in Teil 5.

- Einen Nachruf der Parapsychological Association finden Sie HIER

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / parapsych.org
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