Dienstag, 31. Januar 2012

Veranstaltung: Wissenschaftler der Universität Bonn wollen Fakten zum Maya-Kalender und 2012 richtig stellen

Archiv: Das "Monument 6" aus Tortuguero. | Copyrigt/Quelle: Literatura y Mundo Maya

Bonn/ Deutschland - Das Jahr 2012 hat erst begonnen und dennoch blicken schon jetzt viele bereits gebannt auf das Ende, wenn für den 21. Dezember mit dem Ende des Maya-Kalenders angeblich den Weltuntergang vorhersagt worden sein soll – so zumindest der Mythos rund um 2012. Die Abteilung für Altamerikanistik und Ethnologie der Universität Bonn gehen während ihrer Mesoamerikanisten-Tagung am Samstag, 11. Februar, auf die wissenschaftlichen Fakten zur angeblichen Apokalypse ein und lehnen zugleich die "abstrusen Interpretationen" zurück.

- Bei der folgenden Meldung handelt es sich um eine Pressemitteilung der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, uni-bonn.de


Eine rätselhafte Inschrift in einer Steintafel der Ausgrabungsstätte Tortuguero am Golf von Mexiko und der Maya-Kalender sollen angeblich Hinweise auf das Weltuntergangsdatum 21. Dezember 2012 geben. Wissenschaftler widersprechen dieser Darstellung. Der Maya-Forscher Prof. Dr. Nikolai Grube von der Universität Bonn führt am Samstag, 11. Februar, ab 9.30 Uhr im Akademischen Kunstmuseum, Am Hofgarten 21, in das Themenpanel "Mythos 2012" ein. Wissenschaftler aus Melbourne (Australien), von der Technischen Universität Berlin sowie den Universitäten Bonn und Hamburg unterziehen gängige Interpretationen einer kritischen Betrachtung.

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Während die Forschung die aus verschiedenen Jahrhunderten stammenden Originaltexte der Maya als Zeugnisse antiker Zeit- und Weltvorstellungen betrachtet, werden sie inzwischen öffentlich als Quelle für zweifelhafte apokalyptische Szenarien genutzt. In den Medien stößt das Thema auf großes Interesse und findet Anhänger in verschiedenen Kreisen. Weit ab von den wissenschaftlichen Erkenntnissen ist ein medialer Selbstläufer entstanden. Die beteiligten Wissenschaftler haben sich daher das Ziel gesetzt, die voreuropäischen und modernen Maya-Überlieferungen zu "2012" in deren historischen und kulturellen Kontext zu diskutieren. Weitere Beiträge befassen sich mit deren pseudo-wissenschaftlichen Auslegungen und der damit verbundenen Vermarktung des Maya-Kalenders und der Texte.

Einblicke in laufende und abgeschlossene Forschungsprojekte bieten auch die beiden anderen öffentlichen Termine der Fachtagung am 10. und 12. Februar. Am Freitagnachmittag stehen ethnologische und historische Beiträge aus der Erforschung mittelamerikanischer indigener Gesellschaften im Fokus, der Sonntagvormittag ist gänzlich der archäologischen Forschung auf der Halbinsel Yukatan gewidmet. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Der Unkostenbeitrag beläuft sich auf fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Wegen der begrenzten Zahl an Zuhörerplätzen wird um Anmeldung gebeten: per E-Mail iae@uni-bonn.de (Stichwort: "2012") oder telefonisch von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr unter 0228/73-4412.


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