Mittwoch, 29. Februar 2012

The Journal of Cryptozoology: Neues akademisches Fachmagazin für Kryptozoologie gegründet

Das geplante Logo des neuen "Journal of Cryptozoology" | Copyright/Quelle: Journal of Cryptozoology, karlshuker.blogspot.com

London/ England - Nachdem lange Zeit der Kryptozoologie und damit jenem Forschungszweig, der sich auf Erforschung von bislang wissenschaftlich noch nicht beschriebenen oder nur vermeintlich ausgestorbenen Tierarten - wie sie jedoch anhand von Augenzeugensichtungen und Folklore beschrieben wurden und werden - konzentriert, kein akademisches Fachmagazin zur Verfügung stand, hat der Zoologe und Kryptozoologe Dr. Karl Shuker gemeinsam mit dem britischen Centre for Fortean Zoology (CFZ) nun die Gründung des "The Journal of Cryptozoology" bekannt gegeben.

"Auch wenn sich immer mehr Mainstream-Fachmagazine auch kryptozoologischen Themen annehmen, so ist es doch immer noch alles andere als einfach, entsprechende Studien und Papers die Akzeptanz zu vermitteln, die ihnen aufgrund ihrer potentiellen wissenschaftlichen Bedeutung zukommen sollte", erläutert Shuker einen der Gründe, weswegen das neue Journal aus der Taufe gehoben wurde. "Nach vorigen Fachmagazinen (beispielsweise Das Journal "Cryptozoology" der mittlerweile aufgelösten International Society of Cryptozoology oder das vom Département de Cryptozoologie B. Heuvelmans, Musée cantonal de Zoologie in Lausanne herausgegebene Magazin "Kraken") liegt nun wieder ein akademisches Fachmagazin vor, das sich den gleichen hohen Standards für Publikationen verpflichtet sieht, wie die Mainstream-Zoologie."

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Während Shuker selbst als Chefredakteur fungieren wird, besteht das Panel für die Expertenbegutachtung (peer review) der eingereichten Fachartikel derzeit aus zehn anerkannten Experten aus dem Bereich der Zoologie, sowie aus Forschern verwandter Disziplinen und der Feldforschung:

- Professor Tom Gilbert, Evolutionsbiologe vom Naturkundlichen Museum der Universität Kopenhagen
- Professor Colin Peter Groves, Bioanthropologe an der Australian National University
- Dr. Paul LeBlond, Krypto-Zoologe, Prof. em. an der University of British Columbia
- Dr. Adrienne Mayor, Volkskundlerin an der Stanford University
- Dr. Darren Naish, Paläontologe an der University of Portsmouth
- Der (D)evolutionsbiologe Brian Regal,
- Der dänische Genetiker Lars Thomas
- Professor Christine Janis, Evolutionsbiologin an der Brown University
- Der CFZ-Forscher und Fotograf David Waldron
- Charles Paxton, Verhaltensbiologe und Ökologe an der University of St. Andrews

Jede Ausgabe des neuen Fachmagazins soll mindestens vier Fachartikel beinhalten. Um das Themenspektrum einzugrenzen, hat Shuker folgende Klassifizierung der Kryptozoologie skizziert, an die sich zukünftige Autoren bitte halten möchten:

"Grundsätzlich handelt es sich bei einem sog. Kryptiden um ein Wesen, eine Kreatur, die lokalen An- und Bewohnern bekannt, jedoch von der Wissenschaft von nicht beschrieben und entdeckt wurde. Zu diesen Wesen gehören:

1) Eine Art und oder eine Unterart, die der Wissenschaft scheinbar unbekannt ist, darunter fallen urzeitliche überlebende Arten (bspw. Mokele-Mbembe).

2) Eine Art oder Unterart, die der Wissenschaft in lebender Form derzeit noch unbekannt ist, von der jedoch bekannt ist, dass die in früheren Zeiten existiert hatte und angeblich bis heute noch existiert (bspw. Tasmanischer Tiger, Thylacinus cynocephalus).

3) Eine Art oder Unterart, die der Wissenschaft zwar bekannt ist, die zwar in freier Wildbahn vorkommt, sich jedoch außerhalb ihres gewohnten und wissenschaftlich anerkannten natürlichen Lebensraums befindet (bspw: Pumas im Osten der USA).

4) ) Eine Art oder Unterart, die der Wissenschaft zwar bekannt ist, die sich jedoch durch unnatürliche Verbreitung (etwa durch Eingriffe des Menschen) außerhalb ihres gewohnten und wissenschaftlich anerkannten natürlichen Lebensraums befindet (bspw. fremde Großkatzen in Großbritannien).

5) Wissenschaftlich unbeschriebene und ungewöhnliche Variationen einer Art oder einer Unterart (bspw. Maltesische/Fuji-Tiger oder der das Logo des Magazins zierende Königsgepard, s. Abb.).

Zusätzlich zu diesen Kategorien steht das Magazin Artikeln über fabelhafte und mythologische Wesen offen, wenn diese einen erkennbaren kryptozoologischen Bezug aufweisen, etwa eine Untersuchung von Gemeinsamkeiten zwischen Seeungeheuern, wie sie in Mythen und Folklore beschrieben werden, und Schilderungen vergleichbarer Wesen in modernen Zeiten."

Hinzu ist es Shuker vorab ein Anliegen zu erklären, dass "unidentifizierte tierähnliche (zooforme) Wesen von scheinbar paranormaler Natur, bspw. geisterhafte Schwarze Hunde, nicht in das Themenspektrum fallen, mit dem sich das Journal beschäftigt."

Die erste Ausgabe des "Journal of Cryptozoology" ist noch für 2012 geplant.

- Alle weiteren Information zum "Journal of Cryptozoology" und die Bedingungen für Eingaben von Artikeln finden Sie HIER

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8. September 2011

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / karlshuker.blogspot.com / cfz.org.uk

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