Mittwoch, 8. Februar 2012

Videobeweis für große Raubkatzen in Großbritannien

Standbild aus dem Video | Copyright/Quelle: C.Memory, thesun.co.uk

Stroud/ England - Ungewöhnlich große, meist schwarze, Raubkatzen gehören schon lange zur modernen Folklore der Britischen Inseln - wurden die Tiere doch schon von zahlreichen Augenzeugen gesichtet und für so manches gerissene Weidetier und Wild verantwortlich gemacht. Während Skeptiker die Existenz solcher Tiere bislang hauptsächlich mit Fehlinterpretationen gewöhnlicher Hauskatzen erklärten, liegt nun ein Videobeweis vor, der selbst kritische Wissenschaftler überzeugt und beweist, dass es in England bislang unbekannte große Raubkatzen in freier Wildbahn gibt.

Zuletzt hatten Sichtungen einer "leopardenartigen Raubkatze", zwei auf klassische Weise gerissene Hirsche und privat gehaltene Wallabies in der mittelenglischen Grafschaft Gloucestershire für Aufsehen gesorgt. Ein DNA-Test erbrachte jedoch lediglich Spuren der Anwesenheit eines Fuchses am Fundort der Hirsche.

Ganz in der Nähe der gefundenen Kadaver, in der Nähe des Städtchens Stroud, gelangen nun der Lehrerin Coryn Memory Videoaufnahmen einer dunklen Großkatze, nachdem sie das Tier bereits zuvor mehrmals gesehen hatte. "Das Tier befand sich rund 20 Minuten lang in meiner Nähe und glücklicherweise hatte ich meine Kamera dabei. Es war vielleicht 300 Meter von mir entfernt. Ich glaube nicht, dass es sich meiner Anwesenheit bewusst war", zitiert die britische Tageszeitung "The Sun" in einem Exklusivbericht die Augenzeugin.

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Anhand der Aufnahmen und einem darauf ebenfalls kurzfristig im Vordergrund zu sehenden Fuchs wurde dem Wildtierexperten Frank Tunbridge und Stephen Harris von der Bristol University schnell klar, dass es sich bei dem Tier nicht um eine gewöhnliche oder auch ungewöhnlich große Hauskatze handeln kann. Für die Wissenschaftler stellen die Aufnahmen den "überzeugenden Beweis" für die Existenz großer Raubkatzen in freier Wildbahn auf den Britischen Inseln dar.

Um die Größe des Tieres zu bestimmen, erstellten die Forscher Vergleichsaufnahmen eines rund zwei Meter langen und 60 Zentimeter schulterhohen Modells und verglichen diese mit Memorys Aufnahmen. Der Vergleich zeigte, dass die Raubkatze sogar noch größer was als das Modell und damit selbst die Schätzungen der Experten übertraf.

Aufgrund der Aufnahmen zeigt sich Frank Turnbridge nun von der Existenz der Raubkatzen überzeugt und hält sie für eine bislang unbekannte Art, "möglicherweise eine Mischung aus Leopard und Puma".

"Das ist ganz bestimmt kein Hund. Es ist eine Katzenart", kommentiert Harris die Aufnahmen. "Um was für eine Art es sich genau handelt wissen wir derzeit noch nicht. (...) Ich halte die Aufnahmen für sensationell. (...) Die Aufnahmen zeigen nicht nur eine große Katze. Sie zeigen eindeutig das größte Raubtier, das wir derzeit (in freier Wildbahn in England) kennen."


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Die gängige Theorie sieht in den Britischen "Big-Cats" die Nachkommen von vor rund 40 Jahren ausgesetzten Großkatzenarten, die meist von Privatpersonen gehalten wurden, die die Gesetzesauflagen des 1972 in Kraft getretenen "Dangerous Wild Animals Act", einem Gesetz zum Umgang mit privat gehaltenen Raubtieren, nicht erfüllen wollten oder konnten. Andere Forscher glauben, dass die Tiere schon viel früher von Aristokraten und Exzentrikern gehalten wurden, diesen entkamen und sich vermehrt haben. Wiederum andere Forscher vermuten, dass es sich um eine noch unbekannte immer schon einheimische Großkatzenart handeln könnte.

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