Sonntag, 25. März 2012

"Disclosure Petition II" klar gescheitert

Screenshot der "Disclosure-Petition II". | Copyright/Quelle: whitehouse.gov

Washington/ USA - 25.000 Unterschriften hätten genügt, um von der Obama-Administration eine Antwort auf eine durchaus interessante Frage erzwingen zu können: "Wenn die US-Regierung", so die Antwort auf eine erste Petitionseingabe zum angeblich geheimen Wissen der US-Regierung um UFOs und Außerirdische Besucher auf der Erde, "keinerlei Kenntnis über deren Existenz hat, was hat dann das Büro für Wissenschaft- und Technologie-Politik (OSTP) unter Clinton von 1993 bis 1996 gemeinsam mit dem Milliardär und Clinton-Freund Laurance Rockefeller untersucht?". Nach 30 Tagen ist die Zeichnungsfrist nun abgelaufen und das Bemühen mit knapp 7.000 Unterschriften deutlich hinter dem Ziel zurückgeblieben. Die Gründe für das Scheitern sind vielfältig.

Der Autor der Petition, der Exopolitik-Aktivist und Disclosure-Lobbyist Stephen Bassett von der "Paradigm Research Group" (paradigmresearchgroup.org) versuchte das absehbare Scheitern schon neun Tage vor Ablauf der Frist mit der Erhöhung der Minimalanforderung von ursprünglich 5.000 auf 25.000 Unterschriften zu erklären und sieht darin einen Schritt der Regierung, sich vor Antworten auf ungemütliche Petitionen - nicht nur der Frage nach dem Wissen der USA um UFOs und Außerirdische - zu drücken. "Derzeit gibt es 62 aktive Petitionen und nur wenige werden voraussichtlich die 25.000 Unterschriften erreichen." Bassett geht aus diesem Grund auch davon aus, dass das öffentliche Interesse an dem Petitionsportal des Weißen Hauses zunehmend schwindet.

Weitere Gründe sieht Bassett in dem Umstand, dass sich eine Vielzahl Zeichnungswilliger über Probleme beim Erstellen eines Zeichnungszugangs zur Seite beschwert hatten. Diese Beschwerden seien an die Administratoren der Petitionsseite (We the People) weitergeleitet worden. "Es gibt derzeit eine Petition, die sich für eine Einschränkung der Handelsbeziehungen zu Vietnam einsetzt und schon 150.000 Unterschriften zusammengetragen hat. Ich frage mich", so Bassett weiter, "ob es bei dieser Petition ähnliche Probleme gegeben hatte?"

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Zumindest für Bassett zeichnet sich anhand des Vorgehens der US-Regierung und besagter Probleme deren Strategie deutlich ab: "Nur wenige Tage, nachdem die erste 'Discosure Petition' lanciert worden war, hatte diese die damals noch notwendigen lediglich 5.000 Unterschriften zusammen. Schon zehn Tage nach Beginn dieser ersten Kampagne wurde die Mindestmenge auf 25.000 angehoben. Das war ein Verteidigungs-Schachzug, mit der sich das 'Wie tue People' Projekt des Weißen Hauses gegenüber Petitionen, auf die sie gar nicht erst antworten wollen, wehren. Sichern Probleme beim Anmeldeverfahren, verbunden mit einer Mindestmenge von 25.000 Unterschriften den Fehlschlag bestimmter Petitionen? Wenn dieses Szenario stimmen sollte, so haben sie ihr Ziel erreicht."

Vielleicht macht es sich Bassett mit dem Abwenden der Verantwortung für das Scheitern der Petition auf die US-Administration aber auch etwas zu einfach. Zwar erscheint die Minimalanforderung von 25.000 Unterschriften für eine offizielle Stellungnahme der Regierung als eine hohe Hürde. Doch im Vergleich zu den Möglichkeiten, die gerade durch die gewaltigen Mitgliederzahlen thematisch interessierter Seiten in sogenannten "sozialen Netzwerken" und Gemeinschaftsportalen (Facebook, Twitter, Youtube & Co) im Internet, also genau jener Zielgruppe, an die sich das Online-Petitionsportal wendet, ist sie verschwindend gering.
Trotzdem verlaufen Bemühungen, dieses "Potential" zu aktivieren und somit für konkrete Ziele zu nutzen, nicht erst seit der "Disclosure Petition" immer wieder im Sand und scheitern somit auch an der unverständlichen Passivität der "sozialen" Netzwerke im Internet - selbst dann, wenn Interessengebiete der auf den entsprechenden Seiten angesprochenen Personen direkt betroffen sind.

Im Vergleich zum Scheitern dern "Disclosure Petition" an 25.000 Unterschriften wurde aktuell etwa der Pseudo-Kuss von Ina Müller und Barabara Schöneberger auf der Echo-Verleihung binnen weniger Tage alleine auf einem einzigen Youtube-Kanal mehr als 120.000 Mal aufgerufen. Via Facebook spielen 38.634.562 Menschen (!) das Online-Game "FarmVille", während sich noch gestern 97.997 Mitglieder genau darüber aktiv unterhielten.

Alleine unsere Redaktion hatte sich vor wenigen Tagen auf unterschiedlichen thematisch verwandten Facebook-Seiten um weitere Unterschriften der "Disclosure Petition" bemüht und dabei rund 20.000 potentiell Interessierte angesprochen. Das Ergebnis: Innerhalb dieser Zeit stieg die Anzahl der Unterschriften um weniger als 50 an...

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