Mittwoch, 7. März 2012

Sonnenfleck 1429 feuert zwei gewaltige Flares der Kategorie X

Der vom SDO-Sonnenobservatorium der NASA aufgezeichnete UV-Blitz des Sonnenausbruchs der Kategorie X5 in der Nacht auf den 7. März 2012. | Copyright: NASA/SDO, aia.lmsal.com

Washington/ USA - In der Nacht auf den heutigen Mittwoch brach die auffallend große aktive Sonnenfleckenregion Nummer 1429 in einem gewaltigen Flare der Kategorie X5 aus. Ob sich die damit einhergehende koronale Materiewolke aus hochgeladenene Teichen direkt in Richtung Erde bewegt, können die Sonnenforscher indes noch nicht genau sagen. Wenige Stunden später folgte ein weiterer Ausbruch der Stärke X1,3. Bereits zuvor hatte 1429 starke Flares abgefeuert (...wir berichteten).

"Spaceweather.com" vermutet bislang, dass die Plasmafackel des X5-Ausbruchs nicht direkt auf die Erde gerichtet war. Der letzte Ausbruch der Stärke X5 wurde am 14. Juli 2000 gemessen und obwohl dessen koronaler Massenauswurf direkt auf die Erde gerichtet war, wurde zwar zwischen dem 15. und 17. Juli ein geomagnetischer Supersturm gemessen, davon ausgelöste technische Ausfälle wurden jedoch keine bekannt. Für den Fall, dass auch der aktuelle X5-Flare direkt Richtung Erde gefeuert hat, wäre das Eintreffen der Schockfront zwischen dem 8. und 9. März zu erwarten.

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Die aktiven Sonnenfleckenregionen Nr. 1429 und 1430 am 7. März 2012. (Vgl. m. Aufn. v. 5. März 2012, Abb. zueinander nicht maßstabsgetreu.) | Copyright: NASA/SDO

Der bislang stärkste beobachtete Flare hatte eine Stärke von X28 und führte am 4. November 2003 aufgrund der die Erde treffenden koronalen Masseauswürfe zum Ausfall des regionalen Stromnetzes im schwedischen Malmö, zu einem 30-stündigen Ausfall der technischen Anlagen für die Luftüberwachung der nordkanadischen Luftkorridore, sowie zum zeitweisen Aussetzen von Signalen der Satelliten- und Navigationssysteme. Nach japanischen Angaben war die Partikelwolke 13-mal so groß wie die Erde und mit 1,6 Mio. km/h unterwegs. Damals waren bis in tropische Regionen Polarlichter zu beobachten.

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Quellen: grenzwissneschaft-aktuell.de / nasa.gov / spaceweather.com / aia.lmsal.com

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