Freitag, 9. März 2012

Sonnensturm zieht an Erde vorbei - bislang ohne größere Auswirkungen

Polarlichter am 7. März 2012 über Ruka in Finnland. | Copyright: Timo Newton-Syms (via spaceweather.com)

Washington/ USA - Die von zwei Sonneneruptionen der Stärke X5,4 und X1,3 ausgelösten koronalen Masseauswürfe hochgeladener Teilchen haben das Erdmagnetfeld deutlich milder getroffen, als Sonnenforscher zuvor befürchtet hatten. Wissenschaftler geben jedoch noch keine Entwarnung, da nicht gesagt werden könne, welche elektromagnetischen Kräfte auch noch der Nachsog des Sturms entwickeln kann.

Zuvor hatten Weltraumwetter-Experten befürchtet, ein schwerer Sonnensturm könne Satelliten und Raumschiffe im Erdorbit, damit Kommunikations- und Navigationssysteme schädigen und sogar Schäden an Energienetzwerken auf der Erde selbst verursachen. Neben einigen zeitweisen Beeinträchtigungen von Satelliten, Sonden, Weltraumteleskopen und Radioempfang kam es bislang jedoch noch nicht einmal zu Polarlichtern jenseits der Polarregionen, obschon die Himmelslichter hier teilweise besonders spektakulär ausfielen (s. Abb.).

Weitere Aufnahmen: Pavel Kantsurov in Norilsk, Russland; Aleksander Chernucho in Kola, Russland, Berg Khibiny; Chad Blakley von der Aurora Sky Station im schwedischen Abisko National Park; Timo Newton-Syms aus Ruka in Finland; von Timo Veijalainen in Sodankylä, Finnland


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Die Stärke eines geomagnetischen Sturms hängt von der Ausrichtung des Erdmagnetfeldes bei Auftreffen des Teilchensturms ab. Bislang, so berichtete die Weltraumwettervorhersage des US-amerikanischen "National Weather Service", sei das irdische Magnetfeld genau entgegengesetzt zu jener Ausrichtung ausgerichtet, wie sie zu wesentlich stärkeren Auswirkungen geführt hätte." Diese Ausrichtung könne sich jedoch weiterhin jederzeit umkehren.

Während die Wissenschaftler den aktuellen Teilchensturm also noch bis zum frühen Samstag beobachten, birgt die Quelle der Eruption, die auffallend große aktive Sonnenfleckenregion 1429, die unter bestimmten Bedingungen sogar ohne optische Vergrößerungshilfen zu erkennen ist (Sicherheitshinweis: Blicken Sie nie ohne ausreichende Schutzfilter direkt in die Sonne!!!), weiterhin das potentielle - wenn auch im Vergleich zu den Vortragen geringere Risiko – weiterer heftiger und in Richtung Erde zielender Ausbrüche der nach oben hin offenen Kategorie X.


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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / weather.gov / spacewewather.com

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