Samstag, 3. März 2012

Studie: Impulsive Kinder spielen häufiger Videospiele - Häufige Videospiele machen Kinder impulsiv

Archiv: Kind beim Computerspiel | Copyright: NASA/Sean Smith

Ames/ USA - Impulsive Kinder mit Aufmerksamkeitsproblemen spielen durchschnittlich mehr und häufiger Videospiele an Computer und Konsolen. Dass die Beobachtung auch der umgekehrt stimmt, haben jetzt US-Psychologen herausgefunden: Häufiges Videospiele-Spielen fördert auch die Entwicklung von Impulsivität und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten.

Wie die Forscher um Dr. Douglas A. Gentile von der Iowa State University aktuell im Fachmagazin "Psychology and Popular Media Culture" der American Psychological Association (APA) berichten, sei der Nachweis besonders bedeutend, da sich die bisherige Erforschung von Aufmerksamkeitsdefiziten und -problemen hauptsächlich auf biologische und genetische, statt auf umweltbedingte Faktoren konzentrierte.

Auch wenn die Ergebnisse der Studie nahe legen, dass gewalttätige Videospiele impulsives Verhalten fördern, so könne auch gezeigt werden, dass die Entwicklung von Aufmerksamkeitsproblemen noch mehr mit der Gesamtspielzeit jeglicher Arten von Video- und Computerspielen einhergeht. Entsprechende Schlussfolgerungen lassen sich laut den Psychologen bei allen Altersgruppen, sowie unabhängig von Geschlecht, Rasse und sozioökonomischem Status ziehen.

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Die Grundlage der aktuellen Studie sind Befragungen zum Videospielverhalten, Untersuchungen und psychologischen Tests an 3.034 Kindern im Alter von 8 bis 17 Jahren.

Während frühere Studien nahe gelegt hatten, dass das Spielen von Videospielen die visuelle Aufmerksamkeit für schnelle und zielgerichtetes Erkennen von Umweltinformationen fördern kann, zeigen die aktuellen Ergebnisse, dass mit dem Videospielen vermehrt Konzentrationsprobleme einhergehen - besonders, wenn das zu erreichende Ziel einer Aufgabe schwierig oder auch langweilig ist.

"Es ist durchaus möglich, dass elektronische Medien das Aufmerksamkeitsvermögen, das zur Konzentration notwendig ist, negativ beeinträchtigt, während es die Fähigkeiten zur Verarbeitung visueller Informationen erhöht", so Gentile. "Ein besseres Verständnis um die möglichen Einflüsse von Videospielen auf unsere Aufmerksamkeitsfähigkeit und Impulsivität könnte", so die Wissenschaftler weiter, "dabei helfen, wirkungsvollere Lösungen für betroffene Kinder und Eltern zu entwickeln."

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / apa.org

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