Mittwoch, 14. März 2012

Studie zu Rückenschmerzen belegt: Weniger Arztbesuche und geringere Kassenkosten nach Akupunkturbehandlung

Akupunktur in der Anwendung. | Copyright: K.Hunter/Public Domain

Calgary/ Kanada - In einer aktuellen Studie belegen kanadische Forscher, dass Akupunkturbehandlungen von Rückenschmerzen zu einem deutlichen Rückgang der Arztbesuche aufgrund eines Rückenvorfalls führen. Vor diesem Hintergrund ließe sich zudem etwa ein Drittel der Kosten durch das Volksleiden, das zu einem Hauptgrund für Arbeitsunfähigkeit der unter Fünfzigjährigen geworden ist, einsparen.

Für die Studie von Medizinern des Canadian Institute of Natural and Integrative Medicine wurden 1005 Patienten mit Schmerzen im Lendenwirbelbereich untersucht. Die Anzahl der Arztbesuche bzw. die daraus resultierenden Kosten für die öffentlichen Kassen wurden für den Zeitraum von einem Jahr vor Beginn der Akupunkturbehandlung bis zu einem Jahr nach Beendigung der Akupunkturbehandlung miteinander verglichen, zitiert die "Carstens Stiftung" (carstens-stiftung.de). Als Kontrollgruppe dienten der im "Journal of Alternative and Complementary Medicine" veröffentlichten Studie Patienten mit Rückenschmerzen, die ohne Akupunktur behandelt worden waren. Auf jeden Akupunktur-Patienten kamen vier Patienten der Kontrollgruppe, die sich in Bezug auf Alter und Geschlecht entsprachen.

Durchschnittlich wurden den Akupunkturpatienten sieben Anwendungen zuteil. Nach Beendigung der Akupunkturbehandlungen sank die Anzahl der Arztbesuche, die mit Schmerzen im Lendenwirbelbereich im Zusammenhang standen, um 50 Prozent einhergehend mit verringerten Kosten für die öffentlichen (kanadischen) Kassen um 35 Prozent. In der Kontrollgruppe veränderten sich die Zahl der Arztbesuche und die Kosten indes nicht.

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"In Kanada werden Akupunkturbehandlungen nicht vom öffentlichen Gesundheitssystem getragen, aber bis zu einem gewissen Grad von privaten Krankenkassen. Ansonsten müssen die Patienten die Akupunkturkosten aus eigener Tasche zahlen", erläutert die Stiftung und merkt weiterhin zum Ergebnis der Studie an, "dass die späteren Akupunktur-Patienten schon vor Beginn der Behandlung dreimal seltener bei einem Arzt waren bzw. dreimal weniger Kosten verursachten als die Patienten der Kontrollgruppe. Außerdem nahmen die Akupunkturpatienten diverse andere komplementäre Heilverfahren in Anspruch.

Patienten mit Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich suchten also nach der Akupunkturbehandlung weniger oft einen Arzt auf, was zu geringeren Ausgaben der öffentlichen Kassen führte. Aufgrund des Studiendesign lassen sich konkrete Gesamtkostenersparnisse nicht errechnen. Auch hat die Studie verschiedene Limitierungen. Auf beides gehen die Autoren jedoch ausführlich ein."

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Quellen: carstens-stiftung.de / grenzwissenschaft-aktuell.de

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