Mittwoch, 21. März 2012

Wissenschaftspublizist ist überzeugt: Moses' Gesetzestafeln befinden sich in Chartres

Die Kathedrale von Chartres. | Copyright: Tobias Daniel Wabbel, tobiasdanielwabbel.com

Berlin/ Deutschland - In seinem neuen Buch "Die Templerkathedrale - Der Geheimcode von Chartres" weist der Wissenschaftspublizist Tobias Daniel Wabbel nach, dass der Bau der Kathedrale von Chartres in Frankreich vor dem Jahr 1194 durch den Templerorden geplant und finanziert wurde. Demnach verbargen die Templer in den Maßen und Dimensionen der gotischen Kathedrale einen architektonischen Code, um den geheimen Aufenthaltsort der Gesetzestafeln Mose mit den Zehn Geboten zu verschlüsseln.

Durch eine insgesamt fünf Jahre andauernde Vermessungsaktion gelang es Wabbel, einen verborgenen Code in der Architektur der Kathedrale nachzuweisen. Dieser enthält unter anderem den genauen Standort der göttlichen Gesetzestafeln, die einst in der Bundeslade der Israeliten ruhten. Die verschlüsselte Information lege nahe, dass die Bauherren von Chartres den Salomonischen Tempel von Jerusalem zum Vorbild nahmen. Im Allerheiligsten des Salomonischen Tempels lagerten dem Buch der Könige des Alten Testaments zufolge die Schätze des jüdischen Volkes. Darunter waren die Bundeslade und die Gesetzestafeln mit den zehn Geboten, die Mose gemäß des Buches Exodus auf dem Berg Horeb im Sinai von Jahwe erhielt.

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"Der unbekannte Baumeister der Kathedrale von Chartres war aber nicht nur mit den Maßen des Salomonischen Tempels vertraut", erklärt Wabbel. "Er hat die sogenannten sieben freien Künste perfekt beherrscht, die zur Zeit des Baus an der Kathedralschule von Chartres unterrichtet wurden. Zu diesen Künsten zählten unter anderem Geometrie, Trigonometrie und die Anwendung des Goldenen Schnitts in der Architektur und Kunst. Der Baumeister wandte die Erkenntnisse des griechischen Mathematikers Euklid an und verschlüsselte auf diese Weise die Maße des Salomonischen Tempel in der Kathedrale von Chartres."

Der Goldene Schnitt lässt sich bereits in den antiken Tempeln Griechenlands finden. Er stellt ein universelles ästhetisches Gesetz dar, das erstmals der griechische Philosoph Platon erwähnte und das von dem Mathematiker Euklid ausformuliert wurde. Demnach verhält sich der kürzere Abschnitt einer Strecke zum größeren Abschnitt einer Strecke, wie der größere Abschnitt zur Gesamtlänge der Strecke. Der Goldene Schnitt entspricht dem Wert 1,618... und wird mit dem griechischen Buchstaben "phi" bezeichnet.

Das Bodenlabyrinth in der Kathedrale von Chartres. | Copyright: Tobias Daniel Wabbel, tobiasdanielwabbel.com

"Die Kathedrale weist an einigen Stellen diese eindeutigen Referenzen an den Goldenen Schnitt und den Wert 1,618 auf", erläutert der Autor. "So deutet der Goldene Schnitt, mit dem das gesamte Gebäude vom Baumeister in einen östlichen und südlichen Bereich aufgeteilt wurde, auf das Labyrinth im Langhaus der Kathedrale. Über dem Labyrinth wiederum wurde im Jahre 1978 bei Restaurierungsarbeiten ein rotes Templerkreuz entdeckt. Sowohl das Labyrinth als auch das Templerkreuz im Gewölbe stehen im direkten Zusammenhang. Sie waren der entscheidende Hinweis, um die Architektur der Kathedrale zu entschlüsseln."

Wabbel fand heraus, dass die gesamte Kathedrale von Chartres im 12,885 Meter messenden Labyrinth verschlüsselt ist. So ist die Kathedrale mit 128 Metern vom Westportal bis zum Chorumgang etwa zehnmal so lang. Im Inneren des Labyrinths weisen sechs Kreise auf das Hexagramm, das Siegel Salomos, das ein Symbol für den Salomonischen Tempel ist. Darüber hinaus ist auch die Vierung, wo sich Langhaus und die Querhäuser treffen, im Labyrinth verschlüsselt. Von der Vierung aus begann die Planung der gesamten Kathedrale, so Wabbel, was sich anhand der Maße und Dimensionen in der Kathedrale nachweisen lasse.

Die Kathedrale von Chartres wurde im Jahre 1194 nach einem schweren Brand, der das gesamte Gebäude und die Stadt in Mitleidenschaft zog, neu aufgebaut. Sie gilt als das schönste Sakralbauwerk Europas und als Höhepunkt der Hochgotik. Bislang waren der Baumeister und die Bauherren von Chartres unbekannt. Wabbel kann jedoch nachweisen, dass der Baumeister im Auftrag des Adelsgeschlechts der Grafen von Champagne handelte, die über die Grafschaft Blois und Chartres herrschten und aus deren Reihen der Templergründer Hugo I. von Champagne stammte.

2010 belegte Wabbel anhand von historischen Dokumenten, dass die ersten neun Templer um Hugo I. von Champagne zwischen den Jahren 1120 bis 1128 unter dem Tempelberg von Jerusalem die verschollene Bundeslade fanden und nach Frankreich überführten (...wir berichteten). Wabbel lokalisierte sie in der Kathedrale von Laon.

"Die Lade ist Laon", schlussfolgert Wabbel. "Die Gesetzestafeln sind jedoch in Chartres. Der Code ist entschlüsselt. Chartres ist die Kathedrale der Templer."

Dieses und weitere Bücher zum Thema
von Tobias Daniel Wabbel

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Tobias Daniel Wabbel, Die Templerkathedrale – Der Geheimcode von Chartres, Gütersloher Verlagshaus, Random House, 2012. ISBN: 3-579-06567-X, 35 Abbildungen, Sachregister, Vorwort von Martina André

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / tobiasdanielwabbel.com

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