Donnerstag, 26. April 2012

Amateur-Paläontologe findet Fossilen eines unbekannten großen Organismus


Paläontologen der University of Cincinnati untersuchen den rätselhaften Fund. | Copyright/Quelle: www.uc.edu

Cincinnati/ USA - Der Fund eines versteinerten Organismus durch einen den Paläontologen der University of Cincinnati zuarbeitenden Amateurforscher stellt Wissenschaftler vor ein Rätsel - weiß doch niemand, welcher Lebensform die Versteinerung zugeordnet werden kann.

Im vergangenen Jahr entdeckte Ron Fine (s. Abb. m.), Mitglied der Amateur-Paläontologen-Verbands "Dry Dredgers", die Fossilien in einer rund 450 Millionen Jahre alten Schicht in der Großregion Cincinnati, nahe Covington im US-Bundesstaat Kentucky. Zur damaligen Zeit war die Gegend von vergleichsweise seichten Seen bedeckt und bislang waren hier nur Fossilien deutlich kleinerer Organismen aus dieser Zeit entdeckt worden.

Detailansicht der Oberflächenstruktur. | Copyright/Quelle: www.uc.edu

Das nun entdeckte Fossil misst jedoch eine Größe von rund 2,15 Metern und offenbart eine rillenartige Oberflächenstruktur, die weisen auf fließendes Wasser. Es könnte sich also möglicherweise um eine Art von Koralle, Schwamm oder Seegras handeln.


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Da der Fundort zu den paläontologisch meist untersuchten Gegenden der Region zählt, sind die Wissenschaftler der Universität umso erstaunter über den ungewöhnlichen Fund. "Es handelt sich definitiv um eine neue Entdeckung", so David Meyer, Paläontologe an der University of Cincinnati (s. Abb l.). "Wir sind uns auch sicher, dass dieses Ding biologischen Ursprungs ist. Aber wir wissen einfach noch nicht, um was genau es sich handelt."

Meyer vermutet, dass der Organismus einst aufrecht stand und seine flächigen Zweige, ähnlich wie ein Strauch, in alle Richtungen reckte. Sollte dies stimmen, so könnte der Organismus einst bis zu drei Meter hoch gewachsen sein.

Für die Forscher interessant sind auch Fossilien kleiner Trilobiten an der Unterseite des Fossils. Diese sind dafür bekannt, dass sie sich an den Unterseiten anderer Tiere festsetzten, um hier Schutz zu suchen.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / uc.edu
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