Montag, 9. April 2012

Britischer Wetterdienst untersucht Weltraumwetter und Wetter auf fernen Planeten


Die vom Weltraumwetter beeinflussbaren irdischen Technologien (Illu.). | Copyright: NASA

London/ England - Bislang stellte der britische Wetterdienst "metoffice.gov.uk " lediglich irdische Wetterbeobachtungen- und Vorhersagen zur Verfügung. Zukünftig sollen in die Beobachtungen auch Daten des sogenannten Weltraumwetters, wie etwa Aktivitäten der Sonne und Sonnenwindstürme in die Vorhersagen mit einfließen. Die Ergebnisse dieser Beobachtungen sollen auch neuen Informationen darüber liefern, wie dieses Weltraumwetter die Erde und die Atmosphären von Planeten um ferne Sterne beeinflusst.

Auf dem Deutsch-Britischen Astronomietreffen "National Astronomy Meeting", das vergangenen Monat in Manchester stattfand, haben zwei Forscherteam das Projekt erstmals vorgestellt.

Gezielt werden die Weltraumwetterdaten mit jenen der sogenannten Thermosphäre, also jener Atmosphärenschicht zwischen 90 und 600 Kilometern über der Erdoberfläche verbunden, innerhalb derer beispielsweise auch die Internationale Raumstation ISS die Erde umkreist und die heftigen, in Richtung Erde ausgerichteten Weltraumwetterereignissen besonders stark und direkt ausgesetzt ist.

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"Das Weltraumwetter kann sowohl die Luftfahrt als auch die Energieindustrie bis hin zu jeglicher Industrie und ziviler Anwendungen, die beispielsweise von Satellitennavigation und Kommunikation abhängig sind, beeinträchtigen", erklärte David Jackosn vom U.K. Met Office auf der Tagung. Je genauer die Auswirkungen des Weltraumwetters auf die Erdatmosphäre und -oberfläche bekannt seien, desto besser könne man sich anhand zukünftiger Vorhersagen vor entsprechenden Auswirkungen schützen.

Ein weites Team aus Meteorologen, Astrophysikern und Klimaforschern um die Exeter-Professorin Isabelle Baraffe wird zukünftig die entsprechenden Klimamodelle des Met Office zum Studium der Klimatologie und der atmosphärischen Eigenschaften von Exoplaneten, also von Planeten um ferner Sterne, anwenden, sobald erste Daten der Atmosphären dieser Welten vorliegen. Tatsächlich sind schon heute viele solcher Daten von großen Gasriesen um ferne Sonnen bereits bekannt, wenn diese beispielsweise ihrem Zentralgestirn immer nur eine Seite zuwenden und somit erwartungsgemäß die Temperaturunterschiede zwischen der Tag- und Nachtseite zu starken Winden innerhalb der Atmosphären führen.

Hauptziel dieses Projekts wird jedoch das Studium der Atmosphären erdartiger Planeten sein, mit welchen - sollte diese zukünftig vorliegen - auch die Wahrscheinlichkeit möglichen Lebens auf diesen Welten eingeschätzt werden soll.

17. Februar 2012
23. Januar 2009

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / metoffice.gov.uk / space.com
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