Mittwoch, 18. April 2012

Mikrobenfund: Asteroidenkrater könnten Marsleben enthalten

Künstlerische Illustration des Einschlagsereignisses in der Chesapeake Bay vor rund 35 Millionen Jahren (Illu.). | Copyright: Nicolle Rager-Fuller, nsf.gov

Edinburgh/ Schottland - Tief im Erdinnern unter einem Krater, der vor 35 Millionen Jahren von einem Asteroiden geschlagen wurde, haben Wissenschaftler Kleinstorganismen entdeckt. Der Fund deutet daraufhin, dass ähnliche Krater auf dem Mars ein weiterer idealer Ort für die Suche nach Leben auf dem Roten Planeten wären.

Wie die Forscher um Charles Cockell von der University of Edinburgh aktuell im Fachmagazin "Astrobiology" berichten, entdeckten sie die Mikroben bei Bohrungen rund zwei Kilometer unterhalb eines der weltweit größten Einschlagskratern, dem Chesapeake-Bay-Krater an der Ostküste der USA.

Die Wissenschaftler glauben, dass die entdeckten Mikroorganismen ein Beweis dafür sind, dass derartige Einschlagskrater Mikroben ein Rückzugsgebiet bieten, in dem sie vor dem Einfluss sich verändernder Jahreszeiten aber auch vor Ereignissen wie extremen globalen Klimaveränderungen geschützt wären.

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Anhand ihrer Entdeckung vermuten die Forscher, dass ähnliche Krater auch auf dem Mars Leben beherbergen könnten und dass entsprechend tiefe Bohrungen in den Untergrund des Roten Planeten auch dort ähnliche mikrobische Lebensformen zutage fördern könnten.

Während die Hitze eines entsprechenden Einschlagsereignissen für gewöhnlich jegliches Leben auf der betroffenen Oberfläche vernichtet, bieten Spalten und Risse im Felsgestein die Möglichkeit, dass Wasser und Nährstoffe Leben auch in großen Tiefen erreichen kann.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ed.ac.uk
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