Dienstag, 24. April 2012

US-Firma plant Gewinnung von Rohstoffen auf Asteroiden und Tankstellen im All

Konzeptstudie: Kleine wasserreiche und erdnahe Asteroiden könnten mit Raumschiffen wie diesem eingefangen und so Rohstoffe wie Wasser und seltene Metalle ausgebeutet werden (Illu.). | Copyright: Planetary Resources, Inc., planetaryresources.com

Seattle/ USA - Die Vorabmeldung wurde weltweit mit ebenso viel Interesse wie Skepsis verfolgt und kommentiert: Unterstützt von ebenso namhaften wie finanzkräftigen Investoren wie Google-Gründer Larry Page und Regisseur James Cameron, plant eine neu gegründete US-Firma die Ausbeutung wertvoller Rohstoffe auf erdnahen Asteroiden. Jetzt hat "Planetary Resources, Inc." erste Details dieses visionären Vorhabens bekannt gegeben. Neben dem Ziel will die Firma zugleich auch die Erforschung und Nutzung des Weltraums durch den Menschen vorantreiben.

Wie das Raumfahrt-Portal "Space.com" noch vor der offiziellen Pressekonferenz der Firma berichtet, geht es "Planetary Resources" (planetaryresources.com) vornehmlich um Wasser Platinmetalle. Letztere kommen in der Erdkruste selbst nicht auf irdisch-natürliche Weise vor, sondern wurden hier lediglich durch Einschläge von Asteroiden eingelagert. Während also Platinmetalle (Ruthenium, Rhodium, Palladium, Osmium, Iridium und Platin) auf der Erde entsprechend selten sind, gibt es Asteroiden die sehr reich an diesen Elementen sind und alleine schon sämtliche irdischen Vorkommen der Metalle übertreffen.

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"Macht man sich die im Weltraum vorhandenen Ressourcen bewusst, so ist der nächste logische Schritt jener, auf einen erdnahen Asteroiden", erläutert der Mitbegründer von "Planetary Resources" Eric Anderson gegenüber "Space.com". "Diese Objekte sind so wertvoll und zugleich so einfach zu erreichen. Es sind sozusagen die tief hängenden Früchte des Sonnensystems".

Das aus den Asteroiden extrahierte Wasser, so plant die Firma, soll nicht zur Erde transportiert sondern im All selbst genutzt werden. So könnte der kostenaufwendige Transport von Wasser von der Erdoberfläche ins All für zukünftige Weltraummissionen in All eingespart und hier zur Versorgung von Astronauten und der Gewinnung von Wasserstoff und Sauerstoff zur Treibstoffherstellung genutzt werden. Langfristig will man, "Tankstellen im All" installieren, um damit Raumschiffe etwa zur Erkundung von Asteroiden, des Mars und darüber hinaus, beliefern zu können.

"Bislang sind rund 8.900 erdnahe Asteroiden bekannt, von denen etwa 100 bis 150 reich an Wasser und einfacher zu erreichen sind als der Mond", so Anderson. "Bevor wir jedoch irgendetwas anderes planen, müssen wir zunächst einmal unsere potentiellen Ziele identifizieren." Gelingen soll dies mit bereits geplanten ebenso effizienten wie kostengünstigen Weltraumteleskopen, deren Prototyp schon innerhalb der nächsten 24 Monate in einer Erdumlaufbahn positioniert werden soll. Diese Erkundungsphase werde, so Anderson weiter, wahrscheinlich mehrere Jahre dauern.

Erst danach könne man entscheiden, welche Objekte für die Arbeiten in Frage kommen. Diese Arbeiten selbst sollen dann von ganzen Schwärmen unbemannter Raumschiffe und Sonden durchgeführt werden. Über konkrete Zeitpläne will sich Anderson bislang noch nicht äußern, hierzu gäbe es noch zu viele unbekannte Variablen.

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Quellen: space.com / grenzwissenschaft-aktuell.de / planetaryresources.com
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