Freitag, 18. Mai 2012

Ehem. Army-Colonel fordert Amnestie für militärische UFO-Zeugen


Archivbild: Westansicht des US-Capitols. | Copyright: US Gov. / Public Domain

Washington/ USA - Der ehemalige Colonel der US-Army Dr. John B. Alexander ist nicht nur für seine Studien zur Anwendung paranormaler Methoden zu Kriegsführung bekannt, wie sie Vorlage für den Kinofilm "Männer, die auf Ziegen starren" mit George Clooney bekannt sind, sein aktuelles Buch "UFOs: Myths, Conspiracies, and Realities" erhielt sowohl unter UFO-Forschern als auch von Skeptikern Anerkennung. Jetzt fordert Alexander vom US-Verteidigungsminister und den Direktoren der Geheimdienste CIA und NSA Amnesty - also einen Straferlass - für militärische UFO-Zeugen, damit diese frei über ihre Erlebnisse berichten können.

Wie die "Huffington Post" (huffingtonpost.com) berichtet, hat sich Alexander mit diesem Anliegen schriftlich sowohl an den US-Verteidigungsminister Leon Panetta, als auch an den CIA-Direktor General David Patraeus und den Direktor des NSA James Clapper gewandt und darum gebeten, dass die Geheimhaltungsverpflichtungen für entsprechende Zeugen und Vorfälle gelüftet werden.

Alexander selbst gilt aufgrund seiner einstigen Befugnis- und Geheimhaltungsstufen selbst als einer der Top-Insider des US-Militärs. In seinem Buch zeigt er sich denn zwar auch von der Realtität des UFO-Phänomens überzeugt, verneint jedoch eine wie auch immer geartete Vertuschung und Geheimhaltung von UFO-Wissen und Beweisen für außerirdisches Leben der US-Regierung, -Militärs und Behörden (...wir berichteten).

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In den Verschwiegenheitsverpflichtungen, die militärischen UFO-Zeugen auferlegt wurden, sieht Alexander denn auch den Grund für die weit verbreitete Überzeugung der Bevölkerung, dass sämtliche UFO-Informationen automatisch von der US-Regierung verschwiegen, vertuscht und als streng geheim klassifiziert unter Verschluss gehalten werden. "Meine eigene Erfahrung hat mir jedoch gezeigt, dass dies so nicht stimmt", so Alexander. Nicht zuletzt deswegen gilt er in einigen UFO-Kreisen allerdings vielmehr als Teil einer UFO-Verschwörung denn als tatsächlicher Informant.

Von der angestrebten Aufhebung der Geheimhaltungspflicht gegenüber entsprechenden Zeugen erhofft sich Alexander eine Wiederherstellung des Vertrauens der Öffentlichkeit gegenüber der US-Regierung - zumindest wenn es um Informationen rund um unidentifizierte Flugobjekte, also UFOs, geht.

"Es ist meine Überzeugung, dass es zum einen keine offizielle Politik der UFO-Geheimhaltung gibt; dass es zum anderen jedoch eine Reihe von Beamten und Agenten (in den Behörden, Militärs und Geheimdiensten) gibt, die glauben, dass diese Dinge geheim gehalten werden müssten und dadurch die Situation zusehends beflügeln", zitiert die "Huffington Post" den US-Oberst. "Anders gesagt: Es ist natürlich einfacher (Zeugen) zu befehlen sich hinzusetzten und den Mund zu halten, als diese Dinge sorgfältig zu untersuchen.

Dr. John B. Alexander, (1988). | Copyright/Quelle: johnbalexander.com

Auch wenn Alexander selbst in den höchsten Kreisen von US-Regierung, Militärs und Geheimdiensten keine Hinweise auf eine Vertuschung von UFO-Geheimnissen gefunden haben will, zeigt er sich angesichts der Thematik jedoch von folgenden Punkten überzeugt:

- Einige UFO-Vorfälle waren und sind real und die gesichteten Objekte von unbekannter Herkunft.

- Es gibt eine Vielzahl von UFO-Sichtungen durch höchst glaubwürdige Zeugen.

- Es gab Vorfälle, in denen es zur Interaktion zwischen UFOs und dem US-Militär gekommen ist.

- Es gab UFO-Zwischenfälle mit Flugzeugen, die Sicherheitsfragen aufwerfen.

- Rund 5 Prozent der Sichtungen bleiben – trotz Expertenuntersuchungen – unerklärt.

- Zahlreiche Überwachungssysteme zeichnen immer wieder anomale Phänomene auf.

Tatsächlich bestätigen nun schon im Vorfeld der Kampagne erste Militärangehörige, dass sie über eigenen UFO-Sichtungen im Dienst bislang nur deswegen geschwiegen haben, da die Sichtungen im Rahmen von Einsätzen und Operationen stattfanden, zu deren Hintergründen die Beteiligten zu absolutem Stillschweigen verpflichtet waren und sind.

Gegenüber der "Huffington Post" erklärte etwa der Leiter des "National Atomic Testing Museum" in Las Vegas, wo derzeit eine Sonderausstellung zum Thema "Area 51" zu sehen ist an dem Alexander in einem öffentlichen Vortrag von seiner Kampagne berichtete, Allan Palmer, dass auch er dessen Forderung unterstütze:

"Ich selbst kenne einige Personen, die Dinge gesehen haben, die sie sich nicht erklären konnten, die jedoch immer sehr zurückhaltend waren, darüber zu sprechen. Der Grund hierfür waren und sind die hohen Geheimhaltungsauflagen (...)".

In den Briefen an Panetta, Petraeus und Clapper, beruft sich Alexander auf die Aussagen ehemaliger US-Militärs, dass sie an Sicherheitsgelübde gebunden seien, die ihnen auferlegen, niemals über ihre Informationen zu sprechen oder dass sie sogar von Regierungsbeamten davor gewarnt und sogar mit dem Tode bedroht worden seien. Als Beispiel nennt Alexander unter anderem den Fall des Air Force Piloten Milton Torres, der 1957 den Befehl erhielt, Raketen auf ein gigantisches UFO über Großbritannien zu feuern.

"Torres wurde zum Stillschweigen verpflichtet", so Alexander in seinen Schreiben. "Ihm wurde von einem Vorgesetzten angedroht, dass er seinen Posten verlieren würde. Erst als dann das britische Verteidigungsministerium 2008 die Akten zu dem Vorfall veröffentlichte, äußerte sich auch Torres zu den Ereignisse und berichtete von seinem Erlebnis unter anderem auf der X-Conference 2009. "Bislang wurde noch kein US-Bericht über diesen Vorfall veröffentlicht (Anm. d. GreWi-Redaktion: Obwohl er durch die britischen Akten belegt ist)." Auch aus anderen Aufzeichnungen und Informationen, so Alexander weiter, gehe hervor, dass Personal von US-Geheimdiensten immer wieder sowohl militärische als auch zivile UFO-Zeugen davor gewarnt und bedroht hatten, sollten diese über ihre Beobachtungen berichten.

Der Fall Milton Torres


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Tatsächlich, so erläutert die Post abschließend, gehe es Alexander nicht darum, dass die US-Regierung eingestehen solle, dass UFOs außerirdischer Herkunft sind. Es gehe ihm lediglich darum, ein Umfeld zu fördern, in dem Mitglieder des Militärs, von Ängsten und Befürchtungen vor be-ruflichen und privaten Konsequenzen gelöst, öffentlich über ihre Erfahrungen sprechen können.

Sollte die Geheimhaltungspflicht in diesen Fällen und bezogen auf die Sichtungen gehoben werden, so hofft Alexander, könnte dies zu zahlreichen wichtigen Informationen zur Thematik führen - zugleich aber auch jene Personen offenbaren, die Geschichten über angebliche Bedrohungen durch Behörden und Geheimdienste frei erfunden haben, um ihre eigene Story glaubwürdiger erscheinen zu lassen.


Englische Bücher von Dr. John B. Alexander

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Quelle: huffingtonpost.com
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