Mittwoch, 9. Mai 2012

Kaum Chancen für erdartige Planeten in Systemen mit Heißen Jupitern


Archivbild: Künstlerische Darstellung eines "Heißen Jupiter". | Copyright: NASA, ESA, and G. Bacon (STScI)

Gainesville/ USA - Planetensysteme, die sogenannte "Hot Jupiter", also jupitergroße Planeten beheimaten, die ihren Stern sehr dicht umkreisen und deswegen von diesem stark aufgeheizt werden, beinhalten mit großer Wahrscheinlichkeit keine erdartigen Planeten. Zu dieser Schlussfolgerung kommen US-Astronomen anhand der Beobachtungen entsprechender ferner Planetensysteme, die vom Weltraumteleskop Kepler entdeckt wurden.

Wie die Forscher um Professor Eric Ford von der University of Florida aktuell im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" berichten, suchten sie in 63 der von Kepler entdeckten Planetensystemen mit Heißen Jupitern nach Anzeichen für weitere Planeten, die ebenfalls vor der "Sonnenscheibe" ihres Sterns in einem sogenannten Transit vorbeiziehen.

In keinem der untersuchten Systeme fanden die Astronomen bislang Hinweise auf weitere Planeten. Im Vergleich dazu fanden die Forscher in Systemen mit lediglich "warmen" jupiterartigen Planeten (wie Jupiter im Sonnensystem) und Heißen Neptunen in 10 bis 30 Prozent Hinweise auf weitere Planeten.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Die Astronomen vermuten, dass diese Beobachtung auf die Art und Weise zurückzuführen ist, wie Heiße Jupiter entstehen, von der Wissenschaftler mittlerweile ausgehen, dass sie anders abläuft wie die anderer Planetenarten.

Derzeitige Modelle gehen davon aus, dass Heiße Jupiter deutlich weiter von ihrem Zentralgestirn entfernt entstehen. Durch Schwerkraftwechselwirkungen mit anderen Körpern in den frühen Systemen wird dann ihre Umlaufbahn stark auseinandergezogen. Immer dann wenn der Planet auf dieser stark elliptischen Bahn dann dem Stern zu nahe kommt und sich wieder von diesem entfernt, wird er auseiandergezogen und wider gestaucht, wodurch seine Umlaufbahn um den Stern zusehends immer kleiner und wieder kreisrunder wird.

"Wir haben nach weiteren Planeten in der Nähe der Heißen Jupiter gesucht, um anhand dieser mehr über die Entstehung der heißen Gasriesen zu erfahren", so Ford. "Die Abwesenheit solcher Planeten stützt die bisherige Theorie der gedehnten Umlaufbahn und ihrer Folgen. Ein solcher Vorgang würde andere Planeten entweder aus ihren Bahnen und damit aus dem System oder in den Stern selbst schleudern oder diese Planeten bei einem Zusammenstoß zerstören."

grenzwissenschaft-aktuell.de
Quellen: ufl.edu
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE