Montag, 7. Mai 2012

NASA und SETI suchen fieberhaft nach Fragmenten des Sutter's Mill-Meteoriten


Glückstreffer: Eines der wenigen Fotos des Sutter's Mill-Meteoriten am 22. April 2012, hier über Reno.
| Copyright: Lisa Warren


Washington/ USA - Nachdem am Morgen des 22. April 2012 und damit schon am  Tageslichthimmel, ein heller Feuerball - gefolgt von einem lauten Überschallknall, über dem nördlichen Kalifornien und Nevada für Aufsehen gesorgt hatte, sucht die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA gemeinsam mit dem SETI-Institute derzeit nach weiteren Trümmern des vermutlich kleinbusgroßen Objekts, von dem kleinere Fragmente bereits rund um Sutter's Mill nahe Coloma gefunden wurden. Von größeren Funden erhoffen sich die Wissenschaftler auch Aufschlüsse über den Ursprung des Lebens.

Auf der SETI-Internetseite ruft das Institut,
das sich mit der astro-biologischen Suche nach außerirdischem Leben und Intelligenz beschäftigt, Finder von Fragmenten dazu auf, entsprechende Funde den Wissenschaftlern zu melden und beschreibt die Eigenschaften dieser Teile: "Die Meteoritenfragmente sind schwarz mit kleinen weißen Sprenkeln im Innern. Die Oberfläche ist glatt und besteht aus einem schwarzen Überzug, der durch die Hitze beim Eintritt in die Erdatmosphäre entstanden ist."

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Von entsprechenden Funden erhoffen sich die Wissenschaftler weitere Rückschlüsse über Eigenschaften des Meteoriten, aus welchen sich dann auch Informationen über ein Eintritt und sogar die Herkunft des kosmischen Brockens ableiten lassen könnten. Die bisherigen Funde sprechen dafür, dass es sich um einen seltenen, vier bis fünf Milliarden Jahre alten "kohligen Chondriten" handelt. Diese Meteoriten beinhalten für gewöhnlich besonders viel organisches Material.


Bislang gefundene Fragmente des Sutter's Mill-Meteoriten.
| Copyright: NASA

"Da diese Meteoriten wichtige Informationen über das frühe Sonnensystem, die Entstehung von Planeten und möglicherweise auch über den Ursprung der molekularen Bausteine des irdischen Lebens beinhalten, ist es wichtig, dass entsprechende Funde der Wissenschaft zur Verfügung stehen, um intensiv untersucht werden zu können", so die Wissenschaftler.

Bei Meteoritenfunden gelte grundsätzlich, dass man diese so wenig wie möglich berühren und am besten gleich (falls nass und feucht) zunächst an der Luft trocknen und dann in Aluminiumfolie verpacken solle. Zudem sei es wichtig, den exakten Fundort (wenn möglich mit GPS-Ortung) und weitere Auffälligkeiten, wie sonstige Veränderungen der direkten Umgebung (Einschlagsspuren usw.), zu notieren, zu dokumentieren und dann Wissenschaftler und/oder Institutionen zu kontaktieren.

Die Forscher vor dem "Eureka"-Zeppelin.
| Copyright: NASA

Da sich mögliche größere Fragmente des Sutter's Mill-Meteoriten in den Boden eingegraben haben könnten, haben sich die NASA- und SETI-Forscher um Peter Jenniskens am vergangenen Donnerstag mit dem 75 Meter langen Wissenschafts-Zeppelin "Eureka" auf die Suche nach Einschlagsorten aus der Luft gemacht. Bei diesem Erkundungsflug konnten die Forscher insgesamt 12 mögliche Einschlagsorte größerer Fragmente ausfindig machen, die nun auch am Boden gesucht werden.

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Quellen: nasa.gov, seti.org
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