Mittwoch, 13. Juni 2012

E-ELT: Europäische Südsternwarte beschließt Bau des weltgrößten optischen Teleskops


Konzeptstudie für das weltgrößte optische Teleskop "E-ELT" (Illu.). | Copyright: eso.org 

Garching (Deutschland) - Die Europäische Südsternwarte (ESO) hat den Bau des weltweit größten Teleskop für sichtbares und infrarotes Licht beschlossen. Das "European Extremely Large Telescope" (E-ELT) soll Anfang des nächsten Jahrzehnts seinen Betrieb aufnehmen und dann neben zahlreichen anderen wissenschaftlichen Zielen vornehmlich lebensfreundliche Planeten um ferne Sterne ins suchen und erforschen.

Mit einem segmentierten Spiegel von 39,3 Metern Durchmesser, soll das Teleskop auf dem Cerro Armazones im Norden Chiles errichtet werden, in der Nähe des Paranal-Observatoriums der ESO. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich derzeit auf 1083 Millionen Euro.

“Das E-ELT wird der ESO über Jahrzehnte ihre Spitzenposition in der Forschung sichern und verspricht, eine außergewöhnliche wissenschaftliche Ernte einzufahren”, kommentiert Xavier Barcons, der Präsident des ESO-Councils.

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"Wenn es Anfang des nächsten Jahrzehnts den Betrieb aufnimmt, soll sich das E-ELT einigen der größten wissenschaftlichen Herausforderungen stellen", erläutert die ESO und führt weiter aus: "Dazu gehört der erste Nachweis eines erdähnlichen Planeten in der "bewohnbaren Zone" eines Sterns - der Nachweis eines solchen Planeten, auf dem sich Leben bilden können sollte, ist eines der ehrgeizigsten Ziele der beobachtenden Astronomie.

Darüber hinaus soll das E-ELT "Stern-Archäologie" in unseren Nachbargalaxien betreiben und grundlegende Beiträge zur Kosmologie leisten, indem es die Eigenschaften der ersten Sterne und Galaxien, der Dunklen Materie und der Dunklen Energie erforscht."

Die Astronomen machen sich darüber hinaus auf Überraschungen gefasst: "Ganz sicher werden sich aus den mit dem E-ELT gemachten Entdeckungen neue, unvorhergesehene Fragen ergeben."

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