Samstag, 9. Juni 2012

Studie belegt Wirksamkeit von Alzheimer-Impfung


Archiv: Die erste von Alois Alzheimer diagnostizierte Patientin Auguste Deter im Jahre 1901. | Copyright: Public Domain 

Stockholm (Schweden) - Schwedische Mediziner des Karolinka Institutet vermelden einen Durchbruch bei der Suche um eine erfolgreiche Behandlung Medikament bei der Alzheimer-Krankheit. Die nachgewiesenen Effekte wirken sich positiv auf leichte bis mittelschwere Verläufe der neurodegenerative Demenzerkrankung aus.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist Demenz die weltweit am schnellsten um sich greifende Epidemie unserer Zeit. Die derzeit gängige Hypothese über die Ursache der Krankheit stützt sich auf das Amyloid-Precursor-Protein (APP), das sich in der äußeren Membran von Nervenzellen findet und von dem Wissenschaftler ausgehen, dass es eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Plaques in den Gehirnen von Alzheimer-Patienten spielt.

Bislang gibt es für die nach ihrem Entdecker benannte Alzheimer-Krankheit keine Heilung. Bei der Suche nach einer solchen Behandlung gehen Mediziner schon seit Jahrzehnten unterschiedliche Wege. Eine Impfung ist hierbei schon seit einigen Jahren die hoffnungsvollste Richtung. Allerdings gingen bisherigen Tests immer mit starken Nebenwirkungen einher und wurden aus diesem Grund wieder abgesetzt.

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In nun im Fachmagazin "Lancet Neurology" veröffentlichte aktuelle Studie des Teams um Professor Bengt Winblad vom Karolinska Institutet beinhaltet eine aktive Immunisierung durch eine Form von Impfstoff mittels aktiver T-Zellen, der das körpereigene Immunsystem dazu anregt, sich gegen Beta-Amyloide zu wehren, die durch das Durchtrennen der APPs entstehen und eigentlich eine antimikrobielle Funktion haben. Im normalen Stoffwechsel werden diese beiden Peptide (Amyloid-beta 40 und 42) fortwährend erzeugt, ohne dass sie sich jedoch ablagern. Lagern sie sich aber dennoch in Gehirn und Blutgefäßen ab, so wirken sie neurotoxisch und sind als sogenannte Plaques in Gehirn und Blutgefäßen von Alzheimerkranken und Down-Syndrom-Patienten zu finden.

Bei 80 Prozent der an der Studie teilnehmenden Patienten führte die Impfung zur Bildung eigener schützender Antikörper gegen die Beta-Amyloide ohne, dass die Patienten über drei Jahre hinweg Nebenwirkungen der Behandlung verspürt haben.

Für die Forscher belegt dieser Umstand, dass ihre sogenannte CAD106-Impfung eine akzeptable Behandlung für Patienten mit milden bis moderaten Formen von Alzheimer ist. Umfangreichere Studien sollen nun die Wirkung der Behandlungsmethode bestätigen.

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