Dienstag, 17. Juli 2012

Großbritannien: Öffentlich finanzierte Forschung wird auch öffentlich kostenfrei zugänglich


Symbolbild: Fachpublikationen und Forschung. | grewi.de

London (Großbritannien) - Die britische Regierung plant derzeit die Ergebnisse von Forschungsprojekten, die mit Geldern der öffentlichen Hand finanziert wurden auch der Öffentlichkeit allgemein zugänglich gemacht werden sollen - und das kostenfrei.

Derzeit, so erläutert die BBC, müssen Wissenschaftler, Forscher und andere interessierte Personen für die Einsicht in die Forschungsergebnisse, wenn diese beispielsweise in Fachpublikationen veröffentlicht wurden, bezahlen - selbst dann, wenn diese Ergebnisse erst durch öffentlichen Gelder ermöglicht wurden.

Zukünftig will die britische Regierung den Verlagen der entsprechenden Fachjournale immer dann eine Pauschale auszahlen, wenn ein entsprechendes Forschungsergebnis, etwa in Form einer publizierten Studie, veröffentlicht wird. Im Gegenzug werden die Fachpublikationen dazu verpflichtet, die entsprechenden Artikel öffentlich und kostenfrei zugänglich zu machen (Stichwort: Open Access).

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Die Regierung schätzt die Kosten dieses Vorhabens auf rund 50 Millionen Pfund pro Jahr. Diese sollen aus Stiftungsgeldern abgezweigt werden, die sonst der aktiven Forschung zugute kommen würden. Trotzdem sehen die meisten Vertreter von Universitäten und Forschungsminister David Willetts in dem Schritt einen "ökonomischen und sozialen Nutzen." Akademikern und Geschäftsleuten werde damit eine weitere Möglichkeit an die Hand gegeben, ihre Forschungsergebnisse zu kommerzialisieren und dadurch ein "neues Kapitel in der akademischen Forschung aufgeschlagen". Kritiker bemängeln hingegen, dass die Kosten zu Lasten sowohl der Steuerzahler als auch der Forschungsbudgets gehe.

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Quelle: bbc.co.uk
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