Freitag, 27. Juli 2012

Meta-Studie findet statistische Beweise für einen nachweisbaren Effekt der Fernbeeinflussung


Symbolbild: Auge. | Copyright: Laura Müller, grewi.de

Freiburg (Deutschland) – Ist es durch positive Gedanken, Genesungswünsche, Daumendrücken, Fürbitten und Gesundbeten möglich, andere aus der Ferne positiv zu beeinflussen? Die Frage nach der Wirksamkeit dieses "Fernheilens", wie es nicht nur in der alternativen Medizin sondern auch in zahlreichen Religionen gelehrt und praktiziert wird, wird von je her kontrovers diskutiert. Eine aktuelle Meta-Analyse hat sich nun den Ergebnissen von Experimenten zu dieser Fragestellung angenommen und kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis.

Wie Prof. Dr. Stefan Schmidt von der Sektion Komplementärmedizinische Evaluationsforschung der Abteilung Psychosomatischen Medizin des Universitätsklinikums Freiburg aktuell im "Journal of Alternative and Complementary Medicine" berichtet, dienten ihm 11 zwischen 1997 und 2008 durchgeführte Studien mit den darin beinhalteten insgesamt 576 Einzelsitzungen als Grundlage für seine Meta-Analyse, also der Zusammenfassung von Primär-Untersuchungen.

Inhalt der nahezu designgleichen Studien war das sogenannte "Paradigma der Attention-Focusing Facilitation", also die "Die Unterstützung der Aufmerksamkeitsfokussierung". Hierbei sollte die zu unterstützende Person während 16 jeweils einminütigen Sitzungen (8 Kontroll- und 8 Hilfeperioden) immer dann einen Knopf drücken, wenn sie bemerkte, dass ihre auf eine Kerzenflamme gerichtete Aufmerksamkeit abgelenkt wurde, während die unterstützende Person sich entweder in der Unterstützung aus der Ferne (dem sog. Attention Focusing Facilitation), Anschauen aus der Ferne (Remote Staring) oder der Fernaktivierung und Fernberuhigung (EDA-DMILS) versuchte. In den Kontrollsitzungen bemühte sich die zuvor noch unterstützende Person hingegen "nicht" um die Herbeiführung eines fernwirkenden Effekts auf die zu unterstützende Person. Zudem flossen auch die Daten von 51 weiteren Studien mit knapp 1.400 Durchgängen zur sogenannten Aktivierung, Beruhigung und Anschauen aus der Ferne. Deren Ergebnisse ebenfalls in die Meta-Analyse mit ein.

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Erstaunlicherweise offenbart die Meta-Studie nahezu identische Resultate anhand derer deutlich demonstriert werden könne, dass ein wenn auch kleiner aber sehr robuster und signifikanter Effekt über alle Studien hinweg besteht, auch wenn die Ergebnisse im Einzelfall signifikant oder nicht signifikant waren. Der Effekt selbst lasse sich zudem unabhängig von der angewandten Praxis der Fernbeeinflussung nachweisen.

"Die Hypothese eines Effekts der Beeinflussung aus der Ferne wird also durch die Meta-Studie und damit den Daten aus rund 1970 Einzelexperimenten unterstützt", so Schmidt gegenüber "grenzwissenschaft-aktuell.de". "Möglicherweise ist es gerade die bei allen angewendeten Praktiken gemeinsame Absicht der Beeinflussung aus der Ferne, die dieses durchaus unorthodoxe Ergebnis herbeiführt. Der Nachweis der möglichen Wirksamkeit der positiven Fernbeeinflussung könnte Auswirkungen für die Erforschung von Fernheilung, auf die Krankenpflege haben sowie für Meditationspraktiken haben", so Schmidt.

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