Mittwoch, 18. Juli 2012

Open Access: EU folgt britischem Plänen des kostenfreien Zugangs zu öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen


Symbolbild: Fachpublikationen und Forschung. | grewi.de

Brüssel (Belgien) - Nachdem die britische Regierung erst vor wenigen Tagen angekündigt hatte Forschungsergebnisse, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurden zukünftig auch kostenfrei öffentlich zugänglich zu machen (...wir berichteten), hat nun auch die EU-Kommission erklärt, diesem Beispiel ebenfalls folgen zu wollen.

Die Ergebnisse in Form von Fachartikeln und den diesen zugrunde liegenden Daten entsprechender Forschungsprojekte sollen ab 2014 für jedermann via Internet abrufbar sein. Bis 2016 erhofft man sich so, dass 60 Prozent der veröffentlichten Forschungsergebnisse aus Europa frei zugänglich sein werden.

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Die Kosten, die die großen Fachverlage wie etwa "Reed Elsevier" (Cell, The Lancet etc.), oder die "Nature Publishing Group" (u.a. Nature) für die Expertenbegutachtung und die Publikation in Fachzeitschriften oder die Veröffentlichung im Netz verlangen, sollen zukünftig von den Forschungseinrichtungen und den Universitäten getragen werden, berichtete der "Spiegel". Zum Ausgleich bräuchten deren Bibliotheken dann keine kostenintensiven Zeitschriftenabonnements mit den Großverlagen mehr abschließen.

Schon jetzt gibt es zahlreiche Open-Access-Verlage, beispielsweise die "Public Library of Science" (PLoS), die zwar die zu veröffentlichenden Inhalte zuvor wie bislang einer Expertenbegutachtung unterziehen, die Kosten hierfür jedoch auf die Autoren oder deren Sponsoren umlegen.

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Quellen: europa.eu, spiegel.de
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