Freitag, 13. Juli 2012

Sonneneruption der Kategorie X1,4 schleudert große Partikelwolke Richtung Erde

Erdgerichteter Sonnenausbruch der Stärke X1,4 am 12. Juli 2012, aufgenommen vom NASA-Sonnenobservatorium "Solar Dynamics Observatory" (SDO). (HIER finden Sie eine vergrößerte Darstellung.) | Copyright: NASA/SDO

Washington (USA) - Am gestrigen Abend kam es auf der Sonne zu einem Flare, also einer Sonneneruption mit einer Stärke der nach oben offnen höchsten Kategorie X. Da sich die aktive Sonnenfleckenregion "AR 1520" zu dieser Zeit fast mitten auf der Sonnenscheibe befand, rast die mit dieser Eruption einhergehende Partikelwolke derzeit direkt auf die Erde zu. Obwohl Forscher nur milde Auswirkungen auf die Erde erwarten, sprechen sie von einem geoeffektiven Ereignis und befürchten mindestens negative Auswirkungen auf Satelliten- und Radiokommunikation – dafür aber auch verstärkte Polarlichtaktivität.

Zudem sei die Gefahr, die von der gewaltigen Sonnenfleckenregion ausgeht auch weiterhin nicht gebannt, da diese weiterhin direkt auf die Erde ausgerichtet ist und weitere X-Flares möglich sind.

Wie die Sonnenforscher der NASA und des von der U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) betriebenen Space Weather Prediction Center (SPWC) berichten, hatte der Ausbruch eine Stärke von X1,4 und machte sich durch eine hellen Blitz extrem ultravioletter Strahlung aus der fast 25.000 Kilometer großen aktiven Sonnenfleckenregion bemerkbar (s. Abb. u. Video). Erst vor einer Woche hatte die Sonne bereits eine Eruption der Stärke X1,1 abgegeben, diese hatte die Erde jedoch aufgrund der weit fortgeschrittenen Position der Sonnenfleckenregion "AR 1515" deutlich verfehlt.

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Weitere SDO-Aufnahme der Eruption. (HIER finden Sie eine vergrößerte Darstellung.) | Coypright: NASA/SDO/AIA

Trifft die Plasmawolke des mit dem Ausbruch einhergehenden koronalen Masseauswurfs auf die Erdatmosphäre - erwartet wird dies innerhalb der kommenden 72 Stunden - so wird es erwartungsgemäß zu einer Ionisierung der oberen Atmosphäre kommen, wie sie zumindest Radiosignale stören kann. Als schönen Nebeneffekt des Auftreffens der Partikel auf die Atmosphäre erwarten die Sonnenforscher verstärkte Polarlichtaktivität auch bis in tiefere Breitengrade.

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