Dienstag, 17. Juli 2012

Sumatras kleiner Yeti: Erste Ergebnisse der Analysen möglicher Orang-Pendek Haare von 2011


Das Logo der Sumatra-Expedition des CFZ 2011. | Copyright: cfz.org.uk

London (England) - Bei der Suche nach Beweisen für die Existenz des "Orang-Pendek", dem kleinen Yeti Sumatras, konnten Kryptozoologen im vergangenen Jahr die Entdeckung von Fuß- und Handabdrücken vermelden, die möglicherweise von dem mysteriösen aufrechtgehenden "kleinen Menschen" stammen (...wir berichteten). Neben den Abdrücken konnten die Forscher auch Haare sicherstellen, die - so die Hoffnung der Forscher - vom Orang-Pendek stammen. Erste Ergebnisse einer Analyse dieser Proben liegen nun vor.

Wie das britische "Centre for Fortean Zoology" (CFZ.org.uk) berichtet, wurden die sichergestellten Haarproben in drei Gruppen aufgeteilt und an drei unterschiedliche Gruppen von Wissenschaftlern - zum einen an Dr. Todd Disotell vom Department of Anthropology an der New York University, zum zweiten an den Humangenetiker Professor Brian Sykes in Cambridge und drittens an das Team um den dänischen Genetiker Lars Thomas geschickt.

Während die Ergebnisse aus New York und Cambridge noch ausstehen, erklärte Thomas, dass die Analyse zwar darauf hindeutet, dass die Haare tatsächlich von einem Primaten stammen, dass sein Team jedoch anhand der schon zu stark degenerierten Proben nicht mehr in der Lage war, genügend DNA-Fragmente zu sequenzieren, um anhand des Ergebnisses sagen zu können, ob die Haar von einem Gibbon, einem Orang-Utan, einem Menschen oder von einer bislang unbekannten Art und damit möglicherweise vom Orang-Pendek stammen.

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Zugleich berichtete Larson, dass auch die Analyse von Exkrementen, die während einer Expedition russisch-ukrainischer Kryptozoologen im Jahre 2008 gefunden wurden und den Wissenschaftlern in Alkohol aufbewahrt übergeben wurde, ebenfalls nur bedingt Ergebnisse ermöglichte: "Leider haben die DNA-Labors für diesen Sommer schon geschlossen, sodass bislang keine DNA-Sequenzierung möglich war", zitiert das CFZ den dänischen Genetiker. Dennoch sei es möglich gewesen aus der Stuhlprobe einzelne Haare heraus zu extrahieren. Eine daran zuvor durchgeführte Analyse belege, dass es sich hierbei um Haare von Nagetieren handelt. "Was auch immer die Exkremente erzeugt hat, es hat sich zuvor von eben diesen Tieren ernährt. Weitere Ergebnisse hierzu stehen derzeit noch aus."

Jetzt hoffen die Forscher um die Expeditionsleiter Richard Freeman vom CFZ und Adam Davies (extreme-expeditions.com), dass die Teams in New York und Cambridge bei ihrer Analyse der Haarproben von 2011 erfolgreicher sein werden und entsprechende Ergebnisse der Analyse von Haarproben einer Expedition von 2009 (...wir berichteten) stützen. Gemeinsam mit den Fuß- und Handabdrücken wäre der Nachweis von Haaren einer bislang noch unbekannten Primatenart neben den zahlreichen Zeugensichtungen des kleinen Waldmenschen, der sogar schon von Teilnehmern der CFZ-Expeditionen gesehen wurde (...wir berichteten), einer großer Fortschritt in den Bemühungen um den Beweis der Existenz des Orang-Pendek.

Hintergrund: Der Orang-Pendek
Wie zahlreiche andere teilweise nur wenig erforschte Waldregionen, so kennt gerade auch die indonesische Inselwelt ihre eigenen Varianten legendenumwobener Waldmenschen: Der Orang-Pendek (dt.: Kleiner Mensch) soll ein Primat sein, der vornehmlich auf Sumatra beheimatet sein soll. Der Orang-Pendek soll sich - so Zeugenaussagen - von anderen Primaten vor allem durch seine geringere Größe sowie durch seinen aufrechten Gang unterscheiden.

Aufgrund der Ähnlichkeit des Orang-Pendek und gefundenen menschenähnlichen Fußspuren glauben einige Kryptozoologen, dass verschiedene, paläoanthrope Hominiden Vorfahren des Orang-Pendek sein könnten. Hierfür kämen der Homo erectus, dessen Überreste auf der Nachbarinsel Java entdeckt wurden, der Homo floresiensis, der auf der nahe gelegenen Insel Flores lebte, und der Paranthropus in Frage.

Deborah Martyr, eine britische Orang-Pendek-Forscherin, konnte "Fauna & Flora International" (FFI) davon überzeugen, sie bei der Suche nach dem Orang-Pendek zu unterstützen. Sie und ihr Team geben an, mittlerweile vier Individuen anhand ihrer Fußabdrücke unterscheiden zu können. Die längste Fährte, bestehend aus zwanzig Fußabdrücken, hinterließ dabei der so genannte Marathon Man. Marty stellt außerdem fest, dass, aufgrund der massiven Zerstörung seines Lebensraumes, das Überleben der Art stark gefährdet sei. Dafür spricht jedenfalls die große Abnahme von Sichtungen innerhalb der letzten fünfzig Jahre. Die Expedition förderte unzählige Fußabdrücke und Haarbüschel zutage, die keiner bekannten Art zugeordnet werden konnten (Q: wikipedia.de).

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