Montag, 23. Juli 2012

Technische Fehler: Zweite Expedition zum Objekt in der Ostsee gescheitert - trotz kuriosem Fund...


Sonaraufnahme (2011) der mysteriösen Struktur am Grunde der Ostsee. | Copyright: oceanexplorer.se

Jönköping (Schweden) - Zurück von einer zweiten Expedition zum immer noch rätselhaften kreisförmigen Objekt in der Ostsee, berichten die Schatztaucher um Dennis Asperg und Peter Lindberg vom "Ocean X Team", dass diese aufgrund zahlreicher technischer Fehler als Fehlschlag angesehen werden muss. Dennoch hoffen die Forscher anhand einiger aufgezeichneter Daten weitere Informationen über die Struktur am Grunde der Ostsee gewinnen zu können.

Zuvor hatte das Team angekündigt, bei der erneuten Expedition zur kreisförmigen Struktur auch nach Signalen aus der Tiefe Ausschau halten und auch das zweite Objekt mit einem Tauchroboter erkunden zu wollen (...wir berichteten).

Jetzt erklärte Peter Lindberg auf der Seite der Facebook-Gruppe des "Ocean X Teams" diese zweite Expedition für gescheitert und benennt technische und menschliche Fehler als Grund hierfür.

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"Wir hatten dort unten im Umfeld der (ersten) Kreisstruktur wirklich schlechte Sichtverhältnisse und starke Strömungen. Das ferngelenkte Tauchboot arbeitete zwar eine Weile, konnte die übertragenen Bilder jedoch nicht aufzeichnen, da wir die  DVD-Einheit an Land vergessen hatten. Statt der gewohnten Direktaufzeichnung der Bilder und Daten mussten wir diese also vom Bildschirm an Bord abfotografieren, um so zumindest überhaupt etwas dokumentieren zu können. Auch das BlueView-Sonar arbeitete nicht einwandfrei - aber ich glaube, wir konnten zumindest einige Standbilder aufnehmen, und können daraus dann vielleicht ein Sonar-Mosaik der Struktur erstellen."
Zwar hätten auch die Taucher einige Filmaufnahmen gemacht, während sie eigentlich Proben des Objekts nehmen sollten. Aufgrund der schlechten Sicht und der starken Strömungen sei es jedoch nicht möglich gewesen, diese Proben auch an den eigentlich geplanten Stellen zu entnehmen, berichtet Lindberg weiter. "Wir müssen jetzt abwarten, was die dennoch an anderer Stelle genommenen Proben über den Kreis sagen können. Unser Taucher Stefan hatte vier Kameras  mit Licht montiert, wovon nur zwei Kameras funktionierten. Zudem versicherten die Taucher, dass es in der Tiefe keine Anzeichen für Magnetismus gab."

Hinzu versuchte das Team auch das mysteriöse Loch in der Oberfläche der Struktur zu finden, während sie diese mit dem ferngesteuerten Tauchboot erkundeten: "Wir wissen, dass es sich in 75 Metern Tiefe befinden muss, so wie wir es schließlich schon einmal mit dem Tauchboot dokumentieren konnten. Aber wir konnten es nicht lokalisieren. Ich selbst bin ziemlich verwirrt. Es scheint nahezu verschwunden zu sein - was natürlich nicht sein kann."

"Es tut mir also wirklich Leid, sagen zu müssen, dass wir es beim nächsten Mal suchen müssen - wenn es denn ein nächstes Mal geben wird. Weitere Löcher haben 
wir jedenfalls nicht gefunden."


Maßstabsgetreuer Vergleich der beiden großen "Objekte" am Grunde der Ostsee. | Copyright: oceanexplorer.se

Des Weiteren hatte das Team geplant, auch die zweite Struktur (...wir berichteten) mit dem ferngelenkten Tauchboot zu erforschen. "Kurze Zeit nachdem das Boot abgetaucht war, kamen aber mit Rauch gefüllte Blasen an die Oberfläche. Wie sich zeigte, war es zu einem Kurzschluss und Teile der Technik waren in Kontakt mit Wasser gekommen", so Lindberg. "An Bord hatten wir dann nicht die richtigen Materialien für eine Reparatur. Ohne die zweite Struktur zuvor mit Hilfe des Tauchboots erkundet zu haben und so die Sicherheit vor Ort einschätzen zu können, werden wir keine Taucher dort hinab schicken."

Die bislang einzigen Aufnahmen, die das Team von der zweiten Expedition veröffentlicht hatte, sorgten nicht zuletzt bei den Schatztauchern, die vor ihrer Entdeckung der mysteriösen Struktur auf das Bergen von Wein- und Champagnerflaschen in alten Schiffswracks spezialisiert waren, selbst für Erheiterung: 
"Auf der Kreisstruktur haben wir eine alte Flasche gefunden. Da liegt tatsächlich eine Flasche.


Flaschenfund (Bildmitte) auf der Kreisstruktur. | Copyright: ocenaexplorer.se

Sie ist jedoch mit großer Sicherheit dorthin gespült worden. Der Boden der Ostsee ist nur so übersäht von allerlei Gegenständen. Wir vermuten, dass die Flasche irgendwann einmal von Bord eines Schiffes geworfen wurde und so auf die Struktur gelangt. Sie ist ganz bestimmt nicht Teil des Kreises", kommentiert Asberg den kuriosen Beifund.


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Quelle: oceanexplorer.se, facebook.com/groups/178384865554985
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