Dienstag, 24. Juli 2012

Umfrage 2012: Leichte Zunahme des Glaubens an übernatürliche Phänomene in Österreich


Archiv: Blick vom Stephansdom auf Wien. | Copyright: WikiUser:Gryffindor, Roland Geider (Ogre), cc-by-sa3.0

Wien (Österreich) - Etwas mehr als noch vor drei Jahren, glauben Österreicher an die Existenz übernatürlicher Phänomene. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "Spectra" und ergeht sich zugleich in einer Interpretation, Erklärung und Bewertung dieses "Trends".

68 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Österreichs zeigen demnach ein Interesse am Übernatürlichen und Okkulten, was einem Anstieg von drei Prozentpunkten in den letzten 11 Jahren entspreche, so die Pressemitteilung des Instituts. "Frauen und
die jüngere Bevölkerung werden von den übernatürlichen Vorgängen besonders
gefangen genommen. Am häufigsten glaubt man an Telepathie, übersinnliche
Wahrnehmungen und Wunderheilungen. Den größten Zweifel hegen die Österreicher an Phänomenen wie Hexerei, Kontaktaufnahme mit Außerirdischen, Exorzismus und Geisterbeschwörung."

Nach wie vor führe Telepathie die "Hitliste der okkulten Erscheinungen" an (wobei die von Spectra verwendete Terminologie, die Phänomene wie Telepathie aber auch Kontaktaufnahmen mit Außerirdischen oder das UFO-Phänomen mit Hexerei, Geisterbeschwörungen und Exorzismus gleichsetzt und als "okkult" bezeichnet, falsch ist; Anm. d. GreWi-Red.). Knapp ein Drittel der Österreicher halten zudem übersinnliche Wahrnehmungen und Wunderheilungen (z.B. durch Handauflegungen oder Energieübertragungen) für möglich, während knapp ein Fünftel an Wiedergeburt und 17 Prozent an Hellseherei glauben.

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Geringer sei hingegen der Glaube an magische Kräfte, der nur bei 15 Prozent der Bevölkerung verbreitet sei. Ähnliche Werte (14 Prozent) finden sich bezüglich des Glaubens an Wiedergeburt und Telekinese (13 Prozent), also die Beeinflussung von Gegenständen ohne Berührung, dafür aber durch die eigene Willenskraft.

Im Vergleich zur schon 2001 durchgeführten Umfrage falle auf, dass von den genannten übernatürlichen Phänomenen "drei an Glaubwürdigkeit deutlich verloren haben: Hellsehen (-10 Prozentpunkte), Telekinese (-9 Prozent) und Magie (-5 Prozent). Alle anderen Phänomene blieben auf ihren Niveaus von 2001."

Weiter heißt es: "Neben diesen eher positiv gearteten Vorkommnissen überprüfte die SPECTRA-Studie auch die Entwicklung des Glaubens an weniger harmlose überirdische Phänomene. Geisterbeschwörung, Hexerei und Exorzismus besaßen und besitzen aber eine vergleichsweise geringe 'Glaubensgemeinde'. 5-7 Prozent der Bevölkerung schenken diesen eher fragwürdigen okkulten Vorgängen Glauben."

Demografisch fänden sich kaum Unterschiede bei der "Hinwendung zum Überirdischen (...) Lediglich die Frauen dokumentieren einen besonders starken Hang zum Übernatürlichen." Hinter dieser Beobachtung vermuten die Spectra-Meinungsforscher "die eher emotionale, gefühlsbetonte Weiblichkeit", die es mit sich bringe, dass "3 von 4 Frauen an irgendwelche parapsychologischen Phänomene glauben." Allerdings sei auch die "Männliche Glaubensgemeinde" im Vergleich zu 2001 um 6 Prozentpunkte signifikant gewachsen, wenn "fast schon zwei Drittel aller Männer an zumindest eines der übernatürlichen Phänomene" glaube.

"Summa summarum ist festzuhalten, dass sich der schon 1993 abgezeichnete und 2001 fortgesetzte Trend zu Grenzwissenschaftlichem weiter etwas verstärkt hat", so die Meinungsforscher und bedienen damit einmal mehr die bekannten stereotypen Erklärungsmuster: "Aus der Sicht des bipolaren Weltbildes auch verständlich: Die Menschen suchen zu den rationalen, gefühlsarmen Mühen des Alltags (hohe Veränderungsgeschwindigkeit, Zeitnot, Probleme am Arbeitsplatz, Arbeitslosigkeit, etc.) den emotionalen, gefühlsbetonten Ausgleich, den sie unter anderem in der Beschäftigung mit Überirdischem, rational kaum Erklärbarem, finden." ...

- Die exakten Zahlten und Daten zur Umfrage finden Sie (als PDF-Download) HIER


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Quelle: spectra.at
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