Samstag, 25. August 2012

Buchneuerscheinung: "Außerirdische - Das große Tabu unseres Zeitalters"


Umschlag des neuen Buches "Außerirdische - Das große Tabu unseres Zeitalters". | Copyright: B.M. Pröschold, hessdalen.de

Köln (Deutschland) - Die Französische Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt hat Anomalien in der Erdatmosphäre untersucht und die Ergebnisse im Juni 2010 in einem Zwischenbericht veröffentlicht. Die Hypothese der Forscher: Die Erde wird von Außerirdischen besucht. "Unsinn!" wird so manch einer denken. Zu diesem Gedanken unter dem Motto "Außerirdische - Das große Tabu unseres Zeitalters" hat Bernhard M. Pröschold nun ein interessantes Buch geschrieben.

In einem ersten Schritt wird die Idee von außerirdischen Besuchern wissenschaftstheoretisch legitimiert. Die Konfrontation mit dem "radikal Fremden" wird anschließend zu einer Konfrontation des Menschen mit sich selbst gewendet. Dabei gerät das moderne Projekt des Rationalismus der Weltbeherrschung in den Fokus der Kritik. Der Autor stellt Bezüge zu den Arbeiten von Karl Popper, Thomas Kuhn, Pierre Bourdieu und Max Weber her.

Der Autor, selbst ist professioneller Astrofotograf ein faszinierter Beobachter und Erforscher der immer noch unerklärten aber wissenschaftlich eindeutig dokumentierten Lichtphänomene über dem norwegischen Hessdalen. Hier werden spätestens seit Anfang der 1980er Jahre in der Dämmerung oder nachts sonderbare Lichterscheinungen. Eine grobe Klassifizierung unterscheidet drei verschiedene Typen: Kurze, bläuliche oder weiße Lichtblitze, große gelbliche Lichter und in Formation ziehende Lichterscheinungen. Darüber hinaus wurden auch helle Lichter bei Tage, sowie manifeste Objekte beschrieben, deren Existenz jedoch aufgrund der geringen Anzahl an Sichtungen bislang nicht als bestätigt gelten kann. Formen und Bewegungsmuster der Lichter sind sehr unterschiedlich. Derzeit, so erläutert Pröschold auf seiner Internetseite "hessdalen.de" werden etwa 20 Sichtungen pro Jahr gemeldet. Die Häufigkeit der Sichtungsmeldungen nimmt in der Regel zu, sobald wissenschaftliches Personal vor Ort ist. Das Phänomen tritt in einem etwa 20km langen Gebirgstal auf. Das Sichtungsareal misst über 1000 Quadratkilometer und weist keine bekannten "Hot Spots" auf.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

"Bei der Hypothese, dass außerirdische Intelligenzen hinter dem Hessdalen-Phänomen stecken, handelt es sich um eine recht spekulative Annahme", so Pröschold. "Sie kann leicht verworfen werden, sobald sich andere Hypothesen bewähren, die in Einklang mit unserer Vorstellung von der Welt stehen. Anders als bei der Formulierung von physikalischen Hypothesen (von denen sich mit höchstens einer Ausnahme allesamt als Irrwege erweisen müssen) haftet der extraterrestrischen Hypothese jedoch ein Stigma der Lächerlichkeit an." Diese Erfahrung hat den Forscher zu der Vermutung geführt, dass es sich bei der extraterrestrischen Hypothese um ein Tabuthema handelt, dem der studierte Soziologe mit der nun vorliegenden Neuerscheinung ein Buch gewidmet hat.

Während schon das Vorwort vieler Bücher für den Leser die erste Schwachstelle darstellt, hat uns Pröscholds Vorwort derart angesprochen, dass wir es unseren Lesern als Vorgeschmack auf das Buch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchten:
Während der tägliche Nachrichtenstrom über Finanzmarktereignisse, Wirtschaftsturbulenzen und politische Affären auf uns herabrieselt, bleibt die Frage nach der Stellung des Menschen im Weltall weitgehend unbeachtet. Schulterzuckend verweisen wir die Frage nach außerirdischen Intelligenzen in den Bereich der Metaphysik und klammern sie aus unserem alltäglichen Erleben aus. Zu Recht?

Im Juli des Jahres 1999 veröffentlichten französische Wissenschaftler eine Untersuchung, die zu dem Schluss kommt, dass die Erde möglicherweise von Außerirdischen besucht wird. Die internationale Presse würdigte das Ereignis bestenfalls als anekdotische Randnotiz. Und in der akademischen Forschung fand die Publikation keinerlei Beachtung. Möchte man die Vorgänge bewerten, so bieten sich dem geneigten Betrachter nur zwei dichotome Lesarten an: Entweder man erhält den Eindruck, dass da wohl einige Forscher ihre akademische Narrenfreiheit ein wenig überstrapaziert haben. Denn eindeutige Beweise für die Anwesenheit außerirdischer Besucher liegen ja offenkundig nicht vor. Oder man unterstellt, dass die Hypothese von außerirdischen Besuchern derart schockierend ist, dass Wissenschaft und Öffentlichkeit nicht mit ihr umgehen können. Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit der letztgenannten Vermutung und zieht die Anwesenheit außerirdischer Besucher ernsthaft in Betracht. Der Leser ist eingeladen, die Konfrontation mit dem radikal Fremden als Gedankenexperiment zu verstehen: Was würde es für das menschliche Selbstverständnis bedeuten, sich ernsthaft auf die bloße Möglichkeit außerirdischer Besucher einzulassen? Die Frage fordert Wissenschaftstheorie, Kulturwissenschaft und Soziologie heraus. Und wie wir sehen werden, sind die Antworten alles andere als trivial. Niemand soll sich dabei gezwungen fühlen, den festen Boden der gesicherten Erkenntnis zu verlassen. Vielmehr versteht sich das vorliegende Buch als Einladung an die Fachwelt, den heuristischen Nutzen einer Infragestellung unseres anthropozentrischen Weltbildes schätzen zu lernen. Denn die Auseinandersetzung mit dem radikal Fremden mündet letzten Endes immer in einer Auseinandersetzung mit uns selbst.

Der interessierte Laie kann das vorliegende Buch als unterhaltsame Einführung in einige zentrale Gegenstandsbereiche der Sozialphilosophie lesen: Gibt es eine objektive Wirklichkeit oder wird Wirklichkeit nicht erst vom Menschen erzeugt? Baut Wissenschaft auf Beobachtungen auf oder auf Theorien? Wie kann es zu wissenschaftlichen Revolutionen kommen? Was ist ein Tabu und welche Lebensbereiche sind besonders von Tabus betroffen? Warum hat der Mensch Angst vor dem Fremden? Wieso haben in einer rationalistischen Welt Verschwörungstheorien und UFO-Glaube Konjunktur? Ist Wissenschaft immer streng rational oder pflegt sie ihre eigenen Mythen?

An der Vorstellung von außerirdischen Besuchern entzündet sich ein ganzes geisteswissenschaftliches Begriffsuniversum. Die Antworten, die einige der großen Denker des Abendlandes auf die aufgeworfenen Fragen gegeben haben, stimmen nachdenklich. Und vielleicht ist das Bild, das diese Antworten zeichnen, geeignet, das hypothetische „Was wäre wenn?“ zu einem unbehaglichen Zweifel anwachsen zu lassen. Denn Zweifeln ist das Grundprinzip der Wissenschaft.
Bernhard M. Pröschold (M.A.) hat von 1997 bis 2003 an der Universität Münster Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Angewandte Kulturwissenschaften studiert. Nach zweijähriger Tätigkeit in einer journalistisch ausgerichteten PR-Agentur wandte er sich der astronomischen Zeitrafferfotografie zu. Pröscholds Reisen wurden mehrfach von Fernsehteams begleitet und durch Ausstrahlung in verschiedenen TV-Formaten einem breiteren Publikum bekannt. Die entstandenen Aufnahmen fanden Eingang in zahlreiche Dokumentationen und in zwei DVDs mit einer verkauften Auflage von vielen Tausend Exemplaren. Sein nun vorliegendes Buch sieht er als "das Produkt eines freien kritischen Geistes."

Bernhard Pröscholds Buch können Sie hier direkt über Amazon...
...oder direkt beim Autoren selbst (paypal) bestellen.

grenzwissenschaft-aktuell.de
Quellen: hessdalen.de
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE