Donnerstag, 30. August 2012

Chinesische Wissenschaftler suchen mit Antarktis-Teleskopen nach außerirdischem Leben


Antarktis (Mosaik-Aufahme). | Copyright: Dave Pape, gemeinfrei

Dome Argus (Antarktis) - Von einer astronomischen Beobachtungsstation in der Antarktis aus wollen chinesische Wissenschaftler ab kommendem Frühling nach lebensfreundlichen Planeten suchen. Und hoffen dabei sogar Leben auf Planeten entdecken zu können, die nur wenige tausend Lichtjahre vonder Erde entfernt sind.

Schon im vergangenen Frühjahr wurde dazu das erste von später einmal insgesamt drei Teleskopen der Anlage "Antarctic Survey Telescopes" (AST3) auf der zentralantarktischen Hochebene Dome Argus installiert.

"Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Menschheit schon innerhalb weniger Jahre einen lebensfreundlichen Planeten entdecken wird", erläutert Wang Lifan, Direktor des "Chinese Center for Antarctic Astronomy" das Forschungsinteresse. "Solche Planeten existieren mit großer Wahrscheinlichkeit innerhalb der Milchstraße und möglicherweise sogar nur wenige tausend Lichtjahre von der Erde entfernt."

In der Antarktis erhoffen sich die chinesischen Astronomen die besten Beobachtungsmöglichkeiten für die Suche nach einem lebensfreundlichen Exoplaneten, also einem Planeten außerhalb des Sonnensystems. Zu diesem Zwecke wollen die Chinesen in der Antarktis auch einen Super-Computer installieren.

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"Das neuen System könnte uns dabei helfen, gewaltige Datenmengen zu analysieren, mit denen wir uns die Entdeckung der 'zweiten Erde' erhoffen", wird der Wissenschaftler von der Nachrichtenagentur "Xinhuanet.com" zitiert.

Die lebensfreundlichen Planeten wollen die Forscher hauptsächlich im Umfeld von sonnenähnlichen Sternen aber auch um Zwergsterne suchen: "Wenn Sterne zu groß sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie in absehbarer Zeit explodieren und dabei ihre nahen Planeten zerstören."

Zugleich zeigt sich Wang aber auch offen gegenüber möglichen exotische Formen des Lebens offen: "Bislang wissen wir noch sehr wenig über das Leben. Vielleicht gibt es Lebensformen, die gar keine erdähnlichen Bedingungen benötigen. Schon heute kennen wir Formen des Lebens, die auch in extremen Umwelten existieren können."

Die noch fehlenden Teleskope der AST3-Anlage sollen im 2013/14 und 2014/15 folgen. "Mit unseren Teleskopen erhoffen wir uns die Entdeckung von mindestens 100 sonnenähnlichen Sternen", so Wang. Weitere Anstrengungen und technologische Einrichtungen in der Antarktis sollen - so den Plänen von der chinesischen Regierung zugestimmt wird - bis 2020 folgen.

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