Freitag, 7. September 2012

NASA finanziert Entwicklung von "fliegendem Wurfstern"


Designkonzept eines doppelten Nurflüglers für den Überschallflug. | Copyright: Ge-Chen Zha, Florida State University

Washington (USA) - Eine Vorabstudie für ein neues Überschallflugzeug, dass seinen Höchstgeschwindigkeitsmodus dadurch erreichen soll, in dem es sich mitten in der Luft um 90 Grad dreht und zugleich aussieht wie ein vierzackiger Wurfstern, hat Fördergelder der NASA in Höhe von 100.000 US-Doller gewonnen. Das bisherige Konzept soll jedoch nicht nur zukünftig Passagiere befördern können.

Die Idee für das Nurflügler-Konzept stammt von einem Forscher- und Ingenieursteam um den Luftfahrtingenieur Ge-Chen Zha von der Florida State University. Laut einem Bericht auf "Space.com" erklärte Zha soll das treibstoffeffiziente Flugzeug Überschallgeschwindigkeiten erreichen, ohne dabei einen Überschallknall zu erzeugen. Damit würde das Flugzeug ein Hauptproblem früherer Konzepte, wie beispielsweise der Concorde, beheben, die es bislang verhinderten, dass die Maschinen auch über bewohnten Gebieten schneller als der Schall flogen.

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Die Entwicklung des Flugzeugs bis zur Marktreife werde aber wahrscheinlich noch bis zu 30 Jahre dauern, so Zha. Dann aber könne der Traum wahr werden, die Strecke zwischen New York und Tokio statt wie bislang in 15 nur noch binnen vier Stunden zurücklegen zu können.


Prinzipiell handele es sich bei dem Konzept um zwei rechtwinklig übereinanderliegende Nurflügler, wie etwa den "B-2 Spirit" Stealthbomber des US-Militärs - hier zu sehen im Einsatz über dem Pazifik. | Copyright: US Air Force, Public Domain

Während eine Ausrichtung des Flugzeugs für den Unterschallflug ausgelegt ist, dient der andere für den überschallschnellen Flug. Rotierbare, dabei aber immer nach vorne weisende Düsenantriebe auf dem Dach der Maschine erlauben ein Umschalten zwischen den beiden Modi mitten im Flug und wären damit extrem energieeffizient. Die bei einem solchen etwa fünf Sekunden andauernden Manöver auftretenden Fliehkräfte während dabei geringer als die Schwerkraftwirkung, der Flugzeugpassagiere beim Start heutiger Passagierjets ausgesetzt sind.

Neben der zivilen Nutzung des Flugzeugs sieht Zha (wen wundert's...) auch eine militärische Nutzung seines Konzepts in Form ferngelenkter Drohnen, die sowohl über den USA selbst aber auch in entfernten Kampfgebieten und zu Spionagezwecken genutzt werden könnten...

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Quelle: space.com, fsu.edu
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