Mittwoch, 17. Oktober 2012

Entscheidung: UFO-Hacker Gary McKinnon wird NICHT an die USA ausgeliefert


Gary McKinnon gemeinsam mit seiner Mutter bei einer Protestaktion in London. | Copyright: freegary.org.uk 

London (England) - Am gestrigen Dienstag hat die britische Innenministerin Theresa May das Ende des bald zehn Jahre andauernden Rechtsstreits um die Auslieferung des als "UFO-Hacker" bekannt gewordenen Briten Gary McKinnon erklärt und bekannt gegeben, dass man dem Auslieferungsgesuch der USA nicht nachkommen werde. Zwischen 2001 und 2002 war McKinnon auf der Suche nach Geheiminformationen über UFOs und Außerirdische in 97 Computer von NASA und Pentagon eingedrungen und will dabei entweder auf nur geringste oder sogar gar keine nennenswerten Sicherheitssperren gestoßen sein. Nachdem er von den US-Ermittlern ertappt wurde, drohten dem am Asperger-Syndrom Erkrankten in den USA bis zu 72 Jahre Haft (...wir berichteten ausführlich, s. Links)

Auf der Internetseite "FreeGary.org.uk" bedankten sich McKinnon, seine Angehörige und Freunde für die Entscheidung und bei allen, die jahrelang das Anliegen der Familie nach einem Prozess gegen den geständigen Hacker im Großbritannien und gegen eine Auslieferung an die USA unterstützt hatten. In einer Presseerklärung dankte Gary Mutter, Janis Sharp, der Innenministerin "für ihren Mut, sich gegen ein so mächtiges Land wie den USA zu stellen".


Erstes Statement von Gary Mutter, Janis Sharp

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Ob es nun zu einem solchen Prozess vor einem britischen Gericht kommen wird, ist noch unklar. Beobachter gehen davon aus, dass die britischen Behörden jedoch aufgrund des bald zehn Jahre andauernden Verfahrens darauf verzichten könnten.

Theresa Mays Erklärung vor dem Parlament

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Derweil zeigte sich die Sprecherin des US State Departments, Victoria Nuland, im Namen der US-Regierung "enttäuscht über die Entscheidung", die gegen die "längst überfällige Gerechtigkeit, die McKinnon in den USA erwarten würde" spreche. Derzeit begutachte man die Details der Entscheidung. Auf Nachfrage fügte Nuland jedoch hinzu, dass die Entscheidung die "wunderbare Allianz zwischen den USA und Großbritannien in keiner Weise beeinträchtigen werden".

Hintergrund:
Auf der Suche nach geheimen Dokumenten und Beweisen für UFO und Außerirdische, ist der geständige Hacker in rund 90 militärische, Regierungs- und NASA-Computer eingedrungen und habe diese dabei - so die Anklage - beschädigt.

In den von McKinnon gehackten Systemen, will er Informationen und Beweise für außerirdische Technologie, eine Liste "mit Namen außerirdischer Offiziere und Schiffe und Güterverkehr", sowie ein Bild eines, wie er sagt "UFO mit perfekter, glatter Oberfläche" gefunden haben.

Auf Rechnern der NASA gebe es zudem Beweise, dass aus deren Aufnahmen UFO absichtlich herausretuschiert wurden und werden, wie er in einem interview mit der BBC bestätigt. Allerdings gehen McKinnons Aussagen kaum über bereits bekannte Inhalte anderer Verschwörungstheorien hinaus.

Laut McKinnon seien die Systeme jedoch nicht sonderlich gesichert gewesen. Teilweise seien die angeblich so sensiblen Rechner lediglich mit abgelaufenen Passwörtern geschützt oder gänzlich ohne Passwortschutz abgesichert gewesen. Es habe sich also nicht einmal um wirkliche Computer-Hackung gehandelt.
 

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