Samstag, 20. Oktober 2012

Privatfirmen wollen nach außerirdischer DNA auf dem Mars suchen


Symbolbild: Suche nach DNA auf dem Mars (Illu.). | Copyright:/Quelle: grewi.de 

Washington (USA) - Unabhängig voneinander haben zwei US-Privatunternehmen bekannt gegeben, dass sie ein Instrument zur DNA-Sequenzierung entwickeln und auf der Marsoberfläche platzieren zu wollen, um dadurch die Existenz außerirdischen Lebens zu beweisen.

Wie die "Technology Review" des Massachusetts Institute of Technology (MIT, technologyreview.com) berichtet, haben sowohl J. Craig Venter, ein von den einen gefeierter, von anderen kritisierter Pionier und Visionär der Humangenetik (...wir berichteten), als auch der Gründer des DNA-Sequenzierungs-Unternehmens "Ion Torrent", Jonathan Rothberg, unabhängig voneinander erklärt, entsprechende Maschinen zu entwickeln.

Entsprechende Arbeiten so Venter am vergangenen Dienstag auf einer Konferenz in New York, seien schon derart weit fortgeschritten, dass die beteiligten Forscher und Ingenieure bereits jetzt schon mit Tests an marsähnlichen Orten in der Mojave-Wüste beschäftig seien. Der Prototyp sei derzeit jedoch noch nicht ganz ausgereift.

Die zu entwickelnde Sonde soll laut Venters Erläuterungen in der Lage sein, auf dem Roten Planeten autonom Mikroben aus dem Boden zu isolieren, ihre DNA vor Ort zu sequenzieren und die Ergebnisse zur Erde zu übertragen.


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Allerdings, so wenden schon jetzt Kritiker der Projekte ein, könne dieses Vorhaben nur dann funktionieren, wenn die erhofften Mikroben auch eine DNA besitzen, deren Struktur irdischer DNA entspricht. Tatsächlich vermuten schon heute Molekularbiologen, dass es verschiedene Modelle für den Aufbau von DNA gibt, die sich auch deutlich von ihrem irdischen Gegenstück unterscheiden könnten.

Neben den privaten Bemühungen Venters entwickelt das Rothebergs Team sein Instrument derzeit gemeinsam mit Wissenschaftlern um Christopher Carr vom Department of Earth, Atmospheric and Planetary Sciences am MIT im Rahmen des von der NASA- finanzierten Projekts "SET-G", das unter der vollständigen Bezeichnung "Search for Extraterrestrial Genomes" das bei einer zukünftigen NASA-Marsmission DNA auf dem Mars suchen soll.

Grundsätzlich würde der Nachweis einer erdähnlichen DNA auf dem Mars neben der Existenz von außerirdischem Leben im Sonnensystem zugleich die Frage aufwerfen, ob das Leben selbst etwa mit Meteoriten, vom Mars zur Erde gelangt ist. Da die Schwerkraft der Erde größer und ihre Atmosphäre dichter ist als die des Mars, gehen Wissenschaftler davon aus, dass ein Austausch biologischen Materials zwischen den Planeten in diese Richtung wahrscheinlicher ist, als umgekehrt vom Blauen zum Roten Planeten.

Wann und mit welchen Mitteln die Instrumente auf dem Mars zum Einsatz kommen werden, steht derzeit jedoch noch - in den Sternen...

- Den vollständigen Artikel auf den Seiten der "Technology Review" finden Sie HIER

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