Freitag, 26. Oktober 2012

US-Sender lobt 10 Millionen Dollar für unanfechtbaren Bigfoot-Beweis aus


Ankündigung der Doku-Serie "10 Million Dollar Bigfoot Bounty" auf der Webseite von Spike. | Copyright: spike.com/shows/bigfoot-bounty 


Los Angeles (USA) - Im Rahmen einer derzeit in Planung und Produktion befindlichen Reality-Dokuserie hat der US-amerikanische Privatsender "Spike-TV" 10 Millionen Dollar für den unanfechtbaren Beweis für die Existenz von Bigfoot ausgelobt.

Hierbei, so der Sender auf seiner Internetseite "spike.com", handele es sich um den höchsten Geldpreis in der TV-Geschichte. In Episoden unter dem Titel "10 Millionen Dollar Bigfoot Bounty" folgt die jeweils einstündige Sendung "ambitionierten Teams auf ihren Expeditionen auf der Suche nach echten Beweisen für die Existenz von Bigfoot".

In der Sendung sollen "Wissenschaftler, Zoologen, Fährtensucher und ausgewiesene Bigfoot-Jäger" zu Wort kommen, "die alle an die Existenz des berüchtigten Wesens glauben. Aufgabe der Teams werde es sein, "unanfechtbare Beweise für die Existenz der "affenartigen Wesen" zu finden.


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Für den Kryptozoologen Loren Coleman (cryptomundo.com) handelt es sich bei dieser Idee um eine "der wohl dümmsten Ideen in der Geschichte des Fernsehens" - meint damit nicht die Idee an sich, sondern vielmehr ihre unabsehbaren möglichen Konsequenzen:

"Ich weiß wovon ich Rede, da ich Ähnliches bereits selbst erlebt hatte, als ich vor einigen Jahren als Berater für eine Produktionsfirma arbeitete die ebenfalls mit der Idee spielte, einen Millionengewinn für den 'ultimativen Beweis für einen großen Kryptiden" (Anm. d. GreWi-Red.: Also für ein bislang der Wissenschaft noch unbekanntes Wesen) auszuschreiben. Als unmittelbare Reaktion darauf wurde diese Ausschreibung als Aufruf verstanden, einen toten Bigfoot vorzulegen."

"Schnell", so Coleman weiter, "bemerkten die Anwälte des Senders aber, was ihre Mandanten damit angerichtet hatten. Hatten sie sich doch für eine ganze Reihe möglicher Klagen verwundbar gemacht, wenn ihr Aufruf zum Erschießen von Personen in Gorillakostümen, Teenagern in dicken Jacken oder Kindern in brauner Kleidung geführt hätten, die vielleicht auf dem Schulweg eine Abkürzung durch entsprechend bewaldete Gebiete nehmen könnten. Sobald sie sich dieses Problems bewusst wurden, zogen die Verantwortlichen das Preisgeld zurück. (...) Man kann sich nur vorstellen, was die Ausschreibung von 10 Millionen Dollar für den 'unanfechtbaren Bigfoot-Beweis' für Wirkungen und Konsequenzen haben kann, wenn plötzlich jedermann versucht, einen Bigfoot zu erschießen."

"Gerade vor dem Hintergrund, dass erst kürzlich der erste Bigfoot-Fälscher in einem Kostüm, entlang eines bewaldeten Highways von gleich zwei Autos angefahren und tödlich verletzt wurde (...wir berichteten), sollte die Verantwortlichen nochmals über ihre Ausschreibung nachdenken lassen", so Coleman.

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Quellen: spike.com/shows/bigfoot-bounty, cryptomundo.com
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