Donnerstag, 22. November 2012

AstroLeaks: Neue Informationen zur "historischen Entdeckung" durch Mars-Rover "Curiosity"


Archiv: Blick auf das "Rocknest" in dem der Mars-Rover "Curiosity" eine "historische Entdeckung" gemacht haben soll.
| Copyright: NASA/JPL-Caltech/MSSS
 

Pasadena (USA) - Schon kurz nach Veröffentlichung hat die Meldung über eine bislang noch zurückgehaltenen Entdeckung von "historischer Tragweite" in den neuen Analysedaten des NASA-Mars-Rovers "Curiosity" weltweit für Aufsehen und Spekulationen gesorgt (...wir berichteten). Mittlerweile bestätigen auch andere NASA-Quellen die Entdeckung und auch der leitende Wissenschaftler des "Mars Science Laboratory"-Mission selbsterklärt, wann besagte  Ergebnisse bekannt gegeben werden sollen.

Gegenüber "Space.com" hat John Grotzinger seine Aussagen, die er zunächst gegenüber dem Radiojournalisten Joe Palca für die US-Sendergemeinschaft NPR gemacht hatte (...wir berichteten), bestätigt und erklärt, sein Team werde die Entdeckung auf dem Herbsttreffen der "American Geophysical Union" (AGU) präsentieren, das vom 3. bis zum 7. Dezember in San Francisco stattfinden wird.

Sollte der internationale Druck durch Öffentlichkeit und Medien nicht schon zuvor zu einer offiziellen Voraberklärung der NASA-Wissenschaftler führen, bleibt Außenstehenden bis zu besagter Konferenz lediglich das Spekulieren über die "weltbewegenden Ergebnisse" der Messungen des SAM-Instruments an Bord der mobilen Laboreinheit


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Bei SAM (Sample Analysis at Mars) handelt es sich um eine Art Miniaturlabor mit dessen drei kombinierten Sensorsystemen untersucht werden soll, inwieweit der Mars als Lebensraum geeignet war und heute ist. Der Fokus dieser Untersuchungen liegt dabei auf der Identifizierung und Analyse von organischen Verbindungen und leichten Elementen sowie der Bestimmung von Isotopenverhältnissen in der Atmosphäre.



Archiv: Selbstportrait des Mars-Rovers "Curiosity" mit Hilfe der "Arm-Camera".
| Copyright: NASA/JPL-Caltech/Malin Space Science Systems

Während aus rein wissenschaftlicher Sicht sowohl der Nachweis als auch vollständige Abwesenheit organischer Verbindungen von Interesse wären, gehen die meisten Beobachter und Kommentatoren der NPR-Nachricht jedoch übereinstimmend davon aus, dass es sich bei der von Grotzinger derart sensationell umschriebenen Entdeckung sicherlich nicht um ein "Null-Ergebnis" handelt. Selbst das "Astrobiology Magazine" der NASA selbst (astrobio.net) teilt diese Meinung.

"Wenn es etwa für die Geschichtsbücher sein wird, so gehe ich davon aus, dass es sich um organisches Material handelt", kommentiert denn auch der Planetenforscher Peter Smith von der University of Arizona, der leitender Wissenschaftler der "Phoenix-Mission" der NASA war, gegenüber dem "Wired.com". "Selbst wenn es sich nur um einen Hinweis darauf handelt, wäre das schon aufregend."

Bislang konnte das Team um Grotzinger bereits große Mengen von einst fließendem Wasser und die Abwesenheit von Methan nachweisen (...wir berichteten 1, 2). Beobachter gehen deshalb davon aus, dass die neue Entdeckung mit der verbleibenden Bestimmung des SAM-Instruments und damit dem Nachweis von organischen Verbindungen zutun hat. Sollten organische Moleküle gefunden worden sein, müsste in weiteren Schritten deren Natur, also die Frage ob geologischen oder biologischen Ursprungs, überprüft werden.

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Quellen: astrobio.net, npr.org, space.com
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